284 Plätze, Pools, Musik und Tanz: Anwohner ziehen gegen einen neuen Beachclub in Cala Mendia vor Gericht. Sie haben Klage gegen die Stadtverwaltung von Manacor eingereicht, weil sie die Genehmigung für rechtswidrig halten. Zudem befürchten sie erhebliche Auswirkungen auf die Umgebung, den Verkehr und das Zusammenleben. Die Gemeinde habe stets betont, dass das Grundstück wegen der eingeschränkten Bebaubarkeit und der vorgeschriebenen Abstände für Bauherren wenig attraktiv sei, erklärt Miquel Àngel Riera, der die Klage anführt. Umso überraschender sei die Genehmigung für ein derart großes Projekt.
284 Plätze, Pools, Musik und Tanz: Anwohner ziehen gegen einen neuen Beachclub in Cala Mendia vor Gericht. Sie haben Klage gegen die Stadtverwaltung von Manacor eingereicht, weil sie die Genehmigung für rechtswidrig halten. Zudem befürchten sie erhebliche Auswirkungen auf die Umgebung, den Verkehr und das Zusammenleben. Die Gemeinde habe stets betont, dass das Grundstück wegen der eingeschränkten Bebaubarkeit und der vorgeschriebenen Abstände für Bauherren wenig attraktiv sei, erklärt Miquel Àngel Riera, der die Klage anführt. Umso überraschender sei die Genehmigung für ein derart großes Projekt.
Der Beachclub soll 61 Plätze im Innen- und 223 im Außenbereich bieten. Geplant sind zudem Pools, Musik, Alkoholausschank und Tanzmöglichkeiten. „Der Andrang, der Lärm, der Parkplatzmangel und die optischen Auswirkungen werden in einem ohnehin schon stark belasteten Gebiet wie Cala Mendia enorm sein“, befürchtet Riera. Die Anwohner rechnen außerdem mit einem Wertverlust ihrer Immobilien. Das Gebäude sei bereits jetzt vor allem vom Strand aus deutlich sichtbar. Gleichzeitig wird in der Nähe die Ferienanlage Punta Reina erweitert. Nur rund 200 Meter entfernt stehen zudem 159 Reihenhäuser im Bereich des Bachbetts von s’Estany d’en Mas zum Verkauf.

Miquel Àngel Riera leitet den Anwohnerprotest. / Sebastià Sansó
Streit um die geltenden BauvorschriftenNach dem seit Ende 2021 geltenden Generalplan von Manacor wäre der Beachclub nicht zulässig, da das Gebiet ausschließlich für Wohnzwecke vorgesehen ist. Das Projekt eines Bauunternehmers von Ibiza wurde jedoch während einer kurzen Übergangsphase genehmigt, in der vorübergehend wieder ältere Bauvorschriften aus den 1980er-Jahren galten. Nach Ansicht der Anwohner hätte die Stadtverwaltung dennoch die strengeren Regelungen anwenden müssen.
Die Klage stützt sich vor allem auf Artikel 167 der damaligen Vorschriften. Dieser erlaubt eine öffentliche Nutzung, schließt jedoch offene Lokale aus. Die Anwohner argumentieren, dass der Beachclub aufgrund seiner überwiegend im Freien liegenden Plätze und der vollständig zu öffnenden Fensterfronten als offenes Lokal einzustufen sei. Geschlossen blieben lediglich Toiletten und Küchen.

Die Bauarbeiten für den Beach Club an der Cala Mendia. / Sebastià Sansó
Die Stadtverwaltung und der Projektentwickler halten dagegen, dass die alten Vorschriften nicht eindeutig zwischen offenen und geschlossenen Lokalen unterscheiden. Riera fragt sich, warum die städtischen Fachleute den möglichen Verstoß nicht erkannt hätten. Auch die zahlreichen Beratungen vor Erteilung der Genehmigung machen ihn stutzig: „Wenn man sich sicher ist, dass eine Genehmigung rechtmäßig ist, braucht es dafür nicht so viele Beratungen.“
Anwohner halten Abriss für möglichRiera verweist auf die umstrittene Brücke von Porto Cristo, die 2011 wegen Verstößen gegen die Bauvorschriften abgerissen werden musste – nur sieben Jahre nach ihrer Errichtung. „Wenn sogar die Brücke abgerissen werden musste, obwohl es sich um ein öffentliches Bauprojekt handelte, kann auch dieses Gebäude fallen.“
Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Riera rechnet damit, dass die Bauarbeiten in etwa vier Monaten abgeschlossen sein könnten, sich der Rechtsstreit durch mögliche Berufungsverfahren vor dem Obersten Gerichtshof der Balearen aber vier bis fünf Jahre hinziehen könnte. So lange müssten die Anwohner mit den Beeinträchtigungen leben. Sollte das Gebäude am Ende abgerissen werden müssen, könnte der Projektentwickler Schadenersatz von der Stadtverwaltung fordern. Die Kosten würden letztlich die Einwohner von Manacor tragen.
Stadtverwaltung verteidigt GenehmigungDer bis Anfang Oktober noch amtierende Bürgermeister Miquel Oliver betonte vergangene Woche, dass die Genehmigung unter Einhaltung aller gesetzlichen Verfahren erteilt worden sei. Die Stadtverwaltung habe keine andere Wahl gehabt. Bei einem Treffen mit den Anwohnern zeigten sich auch die zuständige Stadträtin Núria Hinojosa und der Fachbeamte Pedro Puche nach Angaben der Betroffenen verständnisvoll, beide boten jedoch keine Lösung an.
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