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Intel beseitigt jahrelangen OpenCL-Bug: Arc A770 und Arc PRO B70 im MrH-Benchmark bis zu 3,9-mal schneller

Дата публикации: 13-10-2026 15:00:58

Der Vergleich mit dem Intel-Grafiktreiber 32.0.101.9150 zeigt deutlich höhere Ergebnisse für Arc A770 und Arc PRO B70 im Async-Compute-Test des MrH OpenCL Benchmark. Die Befunde sprechen dafür, dass eine zuvor beeinträchtigende OpenCL-Verarbeitung im Treiber- beziehungsweise Compilerpfad korrigiert wurde; sie belegen jedoch keine gleichartige Leistungsänderung in anderen Anwendungen. Wichtigste Fakten Der Benchmark-Entwickler dokumentierte das Problem am 26. März 2023 im GitHub-Problembericht Nr. 632 zur Intel Compute Runtime. Intern wurde es als GSD-11594 geführt. Bei größeren Arbeitslasten funktionierte Async Compute mit Intel-Treibern der 4000er-Reihe nicht korrekt.

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Der Vergleich mit dem Intel-Grafiktreiber 32.0.101.9150 zeigt deutlich höhere Ergebnisse für Arc A770 und Arc PRO B70 im Async-Compute-Test des MrH OpenCL Benchmark. Die Befunde sprechen dafür, dass eine zuvor beeinträchtigende OpenCL-Verarbeitung im Treiber- beziehungsweise Compilerpfad korrigiert wurde; sie belegen jedoch keine gleichartige Leistungsänderung in anderen Anwendungen.

Wichtigste FaktenDer Benchmark-Entwickler dokumentierte das Problem am 26. März 2023 im GitHub-Problembericht Nr. 632 zur Intel Compute Runtime. Intern wurde es als GSD-11594 geführt.Bei größeren Arbeitslasten funktionierte Async Compute mit Intel-Treibern der 4000er-Reihe nicht korrekt. Eine Reduzierung der Problemgröße ließ den Test zwar laufen, behob die zugrunde liegende Beeinträchtigung aber nicht.Betroffen waren mehrere Arc-Generationen, darunter die Arc A770 und spätere Battlemage-Modelle. Im August 2026 berichtete MisterH, Intel habe mitgeteilt, dass die Korrektur in den Entwicklungszweig aufgenommen worden sei.Der GitHub-Eintrag ist weiterhin als offen markiert. Die im Artikel gezeigte Korrektur des Async-Compute-Verhaltens ist daher nicht gleichbedeutend mit einer formalen Schließung aller dort gemeldeten Punkte.Technische Eckdaten
MerkmalAngabe
BenchmarkMrH OpenCL Benchmark 2.0e, ein Windows-Programm zum Vergleich von Prozessoren und Grafikkarten verschiedener Hersteller über OpenCL
TestbereicheSechs Disziplinen, darunter Bildverarbeitung, mathematische Berechnungen, Speicherzugriffe und Async Compute
TestmodiExtreme und das anspruchsvollere Godmode
AuswertungProzessor- und Grafikkartenergebnisse werden getrennt ausgewiesen; insgesamt umfasst der Benchmark 24 Kategorien
Messwerte und Beobachtungen

Der Artikel weist die folgenden Ergebnisse als Vergleichsmessungen der beiden Treiberläufe aus. Für die Benchmark-Scores wird keine Einheit angegeben. Die Faktoren geben das Verhältnis des Ergebnisses mit dem neueren Treiber zum jeweiligen vorherigen Ergebnis wieder.

GrafikkarteModusScore vorher → nachherFaktor
Arc A770Extreme1.557 → 4.4922,89
Arc A770Godmode376 → 1.1273,00
Arc PRO B70Extreme872,2 → 3.3823,88
Arc PRO B70Godmode219,2 → 8463,86

Zusätzlich stellt der Artikel die durchschnittliche Zeit pro Aufgabe in Millisekunden gegenüber:

GrafikkarteModusZeit vorher → nachher
Arc A770Extreme222,062 → 76,950 ms
Arc A770Godmode919,315 → 306,607 ms
Arc PRO B70Extreme396,318 → 102,197 ms
Arc PRO B70Godmode1.577,116 → 408,603 ms

Für die Arc PRO B70 beschreibt der Artikel die kürzeren Bearbeitungszeiten als eine Reduktion um ungefähr 74 Prozent. Die ausgewiesenen Ergebnisse betreffen ausschließlich Async Compute innerhalb dieses Benchmarks.

Testbedingungen und Grenzen
RahmenbedingungAngabe
Vergleichsläufe4. und 13. Oktober 2026
Treiber32.0.101.9034 gegenüber 32.0.101.9150
BetriebssystemWindows 11 Pro
SystemASRock Z890 Taichi OCF mit 48 GB DDR5-8600
Konstant gehaltene Benchmark-EinstellungenBenchmark-Version, Testmodi und Arbeitsgruppengröße von 256

Der Artikel belegt keine entsprechenden Leistungsgewinne in Spielen oder in anderen OpenCL-Anwendungen. Dafür wären separate Prüfungen der jeweiligen Arbeitslasten erforderlich. Auch der genaue technische Mechanismus der Compilerkorrektur lässt sich ohne den zugehörigen Patch nicht abschließend bestimmen.

Einordnung

Nach Einschätzung des Autors hat das Problem die Ergebnisse der betroffenen Grafikkarten in diesem konkreten OpenCL-Test erheblich gedrückt. Die früheren Async-Compute-Werte seien deshalb keine verlässliche Abbildung der Fähigkeiten der GPUs in diesem Test gewesen. Da sich die Hardware nicht änderte, zeigen die Vergleichsläufe den Einfluss des Softwarepfads auf die nutzbare Rechenleistung.

igor’sLAB hat die betroffenen älteren Async-Compute-Ergebnisse in den eigenen Ranglisten entfernt und durch die neuen Werte ersetzt. Der Autor empfiehlt Arc-Nutzern, den betreffenden Treiber zu installieren, den Test erneut auszuführen und ältere eingereichte Async-Compute-Ergebnisse vor einer Verwendung als Vergleichswerte zu überprüfen. Die Ranglisten, das Teilnahmeformular und Community-Vergleiche bilden den Rahmen für weitere Einordnungen der Ergebnisse.

StärkenDie Gegenüberstellung macht eine deutliche Veränderung im selben Benchmark und bei unveränderter Hardware nachvollziehbar.Neben den Scores weist der Artikel auch die zugehörigen Bearbeitungszeiten aus.EinschränkungenDie beobachteten Verbesserungen gelten für Async Compute im MrH OpenCL Benchmark; eine Übertragung auf Spiele oder andere Anwendungen ist nicht belegt.Ohne den zugehörigen Patch bleibt offen, wodurch die Korrektur im Detail erreicht wurde.Der zugrunde liegende GitHub-Bericht ist weiterhin offen; die gezeigten Vergleichsläufe belegen daher nicht die formale Erledigung sämtlicher dort erfasster Punkte.

Manchmal braucht es weder neue Hardware noch zusätzliche Recheneinheiten, um die Leistung einer Grafikkarte drastisch zu steigern. Gelegentlich reicht es bereits, wenn der Treiber endlich das tut, was er eigentlich schon seit Jahren hätte tun sollen. Genau das lässt sich jetzt bei Intel beobachten. Mit dem neuen Grafiktreiber 32.0.101.9150 hat Intel offenbar eine seit 2023 bekannte OpenCL-Bremse beseitigt, die insbesondere den Async-Compute-Test des MrH OpenCL Benchmark massiv beeinträchtigte. Die neuen Ergebnisse fallen entsprechend deutlich aus. Bei der Arc A770 steigt die gemessene Leistung ungefähr auf das Dreifache, bei der Arc PRO B70 sogar auf beinahe das Vierfache. Der Fehler ist keineswegs neu. Bereits am 26. März 2023 dokumentierte der Entwickler des MrH OpenCL Benchmark das Problem im GitHub-Repository der Intel Compute Runtime unter Issue #632, intern als GSD-11594 geführt. Damals fiel auf, dass der Async-Compute-Test seit den Intel-Treiberversionen der 4000er-Serie bei größeren Arbeitsmengen nicht mehr korrekt funktionierte. Mit reduzierter Problemgröße ließ sich der Test zwar ausführen, das eigentliche Problem blieb jedoch bestehen. Betroffen waren verschiedene Arc-Generationen, darunter die A770 und später auch Battlemage-Modelle.

Im August 2026 berichtete MisterH bereits, dass Intel die Korrektur nach eigenen Angaben in den Entwicklungszweig übernommen hatte. Mit der jetzt verfügbaren WHQL-Version 32.0.101.9150 lässt sich die Wirkung erstmals anhand der vorliegenden Vergleichsmessungen eindeutig nachvollziehen. Das GitHub-Issue ist allerdings weiterhin als offen gekennzeichnet, weshalb ich zwischen der nachgewiesenen Korrektur des Async-Compute-Verhaltens und einer formalen Schließung sämtlicher dort gemeldeter Probleme unterscheiden würde.

Die Messwerte zeigen, wie groß die bisherige Bremse war

Die Vergleichsläufe stammen vom 4. und 13. Oktober 2026. Zum Einsatz kamen Windows 11 Pro, ein ASRock Z890 Taichi OCF und 48 GB DDR5-8600. Die Screenshots dokumentieren für beide Grafikkarten den Wechsel von Treiber 32.0.101.9034 auf 32.0.101.9150. Benchmark-Version, Testmodi und die eingestellte Work-Group-Größe von 256 blieben gleich. Async-Compute-Ergebnisse im direkten Vergleich:

Grafikkarte und Modus Treiber 9034 Treiber 9150 Leistungsfaktor
Arc A770, Extreme 1.557 4.492 2,89
Arc A770, Godmode 376 1.127 3,00
Arc PRO B70, Extreme 872,2 3.382 3,88
Arc PRO B70, Godmode 219,2 846 3,86

Besonders interessant sind dabei die tatsächlichen Bearbeitungszeiten. Bei der Arc A770 sinkt die durchschnittliche Zeit pro Aufgabe im Extreme-Modus von 222,062 auf nur noch 76,950 ms. Im Godmode reduziert sie sich von 919,315 auf 306,607 ms. Die Grafikkarte erledigt dieselbe Benchmark-Aufgabe damit annähernd dreimal so schnell. 

Noch deutlicher fällt der Unterschied bei der Arc PRO B70 aus. Dort sinkt die durchschnittliche Bearbeitungszeit im Extreme-Modus von 396,318 auf 102,197 ms. Im Godmode stehen zuvor 1.577,116 ms nun lediglich 408,603 ms gegenüber. Das entspricht einer Verringerung der Bearbeitungszeit um rund 74 Prozent.

An der Hardware hat sich dadurch natürlich nichts verändert. Was die Ergebnisse demonstrieren, ist vielmehr der Einfluss des Softwarepfades auf die tatsächlich nutzbare Rechenleistung. Die zuvor gemessenen Werte waren offensichtlich kein zuverlässiger Ausdruck dessen, was beide Grafikkarten in diesem speziellen OpenCL-Test leisten können. Über den genauen internen Mechanismus des Compiler-Fixes lässt sich ohne den zugehörigen Patch allerdings noch keine abschließende Aussage treffen. Die gemessenen Leistungssteigerungen beziehen sich ausdrücklich auf Async Compute im MrH-Benchmark. Daraus lassen sich weder vergleichbare Verbesserungen in Spielen noch allgemeine Beschleunigungen sämtlicher OpenCL-Anwendungen ableiten. Dafür müssten die jeweiligen Workloads gesondert untersucht werden.

Die Live-Ranglisten auf igor’sLAB sind bereits korrigiert

Die Konsequenz aus der Fehlerkorrektur ist auch für unsere Community-Auswertung wichtig. Die bisherigen, durch den Treiberfehler erheblich beeinträchtigten Async-Compute-Ergebnisse der beiden Intel-Grafikkarten wurden aus der Live-Rangliste entfernt und durch die neuen Messungen ersetzt. Damit stehen für die Arc A770 nun 4.492 Punkte im Extreme-Modus und 1.127 Punkte im Godmode, während die Arc PRO B70 auf 3.382 beziehungsweise 846 Punkte kommt. Gerade bei einem herstellerübergreifenden Benchmark ist diese Bereinigung notwendig. Eine Rangliste, in der einzelne GPUs aufgrund eines reproduzierbaren Compiler- beziehungsweise Treiberfehlers nur einen Bruchteil ihrer möglichen Leistung erreichen, würde falsche Rückschlüsse auf die Architekturen begünstigen.

Ich empfehle deshalb allen Nutzern einer betroffenen Intel Arc, den neuen Treiber zu installieren und ihre Ergebnisse erneut zu messen. Bereits eingereichte ältere Async-Compute-Werte sollten überprüft werden, bevor sie weiterhin als Vergleichsgrundlage dienen. Wer bisher ungewöhnlich niedrige Ergebnisse erhalten hat, bekommt jetzt die Gelegenheit, seine Hardware unter korrigierten Bedingungen erneut einzuordnen.

MrH OpenCL Benchmark 2.0e auf igor’sLAB

Den MrH OpenCL Benchmark 2.0e habe ich erst kürzlich auf igor’sLAB ausführlicher vorgestellt und um eine interaktive Community-Auswertung ergänzt. Das vergleichsweise kompakte Windows-Programm erlaubt es, Prozessoren und Grafikkarten unterschiedlicher Hersteller über OpenCL zu testen und ihre Ergebnisse direkt miteinander zu vergleichen. Dabei beschränkt sich die Software nicht auf eine einzige Gesamtpunktzahl. Sechs unterschiedliche Testdisziplinen untersuchen unter anderem Bildverarbeitung, mathematische Berechnungen, Speicherzugriffe und Async Compute. Zusätzlich wird zwischen Extreme und dem anspruchsvolleren Godmode unterschieden. Da auch CPU- und GPU-Ergebnisse getrennt ausgewertet werden, ergeben sich insgesamt 24 eigenständige Benchmark-Kategorien.

Gerade diese Trennung macht den Benchmark interessant. Ich kann damit nachvollziehen, ob eine bestimmte Architektur beispielsweise bei Texturzugriffen gut abschneidet, bei Speicheroperationen zurückfällt oder durch einen Treiberfehler in einer einzelnen Disziplin auffällig ausgebremst wird. Ein pauschaler Gesamtscore würde solche Unterschiede eher verdecken. Auf igor’sLAB findet Ihr deshalb neben der technischen Vorstellung auch die laufend aktualisierten Ranglisten, ein Teilnahmeformular und die Möglichkeit, Eure Ergebnisse mit denen anderer Community-Mitglieder zu vergleichen. Und der aktuelle Intel-Fix demonstriert ziemlich anschaulich, weshalb es sich lohnt, solche Werte nicht einfach ungeprüft für alle Ewigkeit in einer Datenbank stehen zu lassen.

Den vollständigen Artikel mit Benchmark-Informationen, Community-Formular und interaktiven Ranglisten findet Ihr hier:

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