Ein Barclays-Analyst hält eine Fusion von Tesla und SpaceX noch vor Teslas Hauptversammlung im Dezember für möglich. Musk heizt die Gerüchte selbst an.
Ein Barclays-Analyst hält eine Fusion von Tesla und SpaceX noch vor Teslas Hauptversammlung im Dezember für möglich. Musk heizt die Gerüchte selbst an.
Elon Musk könnte seine beiden wertvollsten Konzerne bald verschmelzen. Barclays-Analyst Dan Levy hält eine Ankündigung der Fusion von Tesla und SpaceX noch vor Teslas Hauptversammlung am 6. Dezember für möglich.
Die wirtschaftliche Logik sei zwar bislang umstritten gewesen, schreibt Levy laut „Seeking Alpha“. Jüngste Äußerungen des Managements deuteten aber auf wesentliche Vorteile hin. Den wahren Wert sieht er weniger in finanziellen Synergien als in der vertikalen Integration.
Als „entscheidenden Treiber“ nennt Levy Terafab. Die Chipfabrik entwickeln Tesla, SpaceX und xAI gemeinsam. Musk hält sie für unverzichtbar, um den Rechenhunger beider Konzerne zu stillen.
Weil beide Vorstände zustimmen müssen, entstehe allerdings eine „komplexe Dynamik“. Auch anderswo verzahnen sich die Firmen: Teslas Autos funken über Starlink, der Roboter Optimus versteht Sprache dank Grok.
Das stärkste Argument liefert laut Levy Musks Machtanspruch. Der Milliardär will 25 Prozent an Tesla halten, um seine Pläne für Roboter und künstliche Intelligenz durchzusetzen. Übernimmt SpaceX den Autobauer, hielte Musk nach Levys Rechnung etwa 37 Prozent des neuen Konzerns und 56 Prozent der Stimmrechte.
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Musk selbst heizt die Spekulationen an: „Es gibt immer mehr Überschneidungen, insbesondere bei Terafab“, sagte er in der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal.
Die Tesla-Aktie schloss am Mittwoch 2,2 Prozent tiefer bei 367,16 US-Dollar. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 18 Prozent.
Mit 1,48 Billionen US-Dollar Börsenwert wiegt Tesla dennoch gut sechsmal so viel wie Toyota. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 liegt bei rund 350. Die 43 von MarketScreener erfassten Analysten raten im Schnitt zum Übergewichten. Ihr mittleres Kursziel von 395,57 US-Dollar verspricht knapp acht Prozent Luft.
Vor den Quartalszahlen am 21. Oktober machen die Auslieferungen Mut: Im dritten Quartal lieferte Tesla 486.532 Fahrzeuge aus und übertraf damit die Erwartungen. Die Zahl hat der Konzern am 2. Oktober gemeldet. Analysten hatten mit rund 461.100 gerechnet.
Ein Haken ist dabei: Im Vorjahresquartal waren es 497.099 Fahrzeuge. Das sind rund zwei Prozent weniger.
SpaceX verlor am Mittwoch 2,8 Prozent auf 152,16 US-Dollar und bringt 2,01 Billionen US-Dollar auf die Waage. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt laut MarketBeat bei 220,06 US-Dollar, rund 45 Prozent über dem Kurs.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion
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