Die Baubranche gilt bei der Digitalisierung als träge. Das will das Construction Future Lab ändern. Ein Gespräch über Ressourcenverschwendung, Bauroboter und den Weg zu autonomen Baumaschinen.

Baustelle: Eintönige Aufgaben sollen Maschinen künftig selbstständig übernehmen. Foto: Uwe Anspach/dpa
Berlin. Kräne, Bagger, Schaufeln – am Bild deutscher Baustellen hat sich seit Jahrzehnten wenig geändert. Dabei erhöhen fehlende Fachkräfte und steigende Kosten den Druck auf die Bauwirtschaft. Die Arbeitsproduktivität der Branche ist laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zwischen 2010 und 2025 um 29 Prozent gesunken, während sie in allen anderen großen Wirtschaftsbereichen gestiegen ist. Welche digitalen Technologien das ändern könnten, untersucht das Construction Future Lab, eine Ausgründung der Technischen Universität Dresden, auf einem acht Hektar großen Versuchsgelände in Görlitz.
Benjamin Beck verantwortet bei dem Forschungsinstitut für digitales und automatisiertes Bauen die Bereiche Strategie und Vertrieb. Im Interview erklärt er, warum sich die Baubranche beim Datenaustausch so schwertut, welche Technologien den größten Nutzen versprechen – und wie lange es noch dauert, bis Baumaschinen völlig autonom zusammenarbeiten können.
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