Dank robuster Nachfrage beschleunigt sich das Cloud-Geschäft im dritten Quartal wieder. Der Softwarekonzern wird optimistischer und hebt seinen Ausblick an.

SAP-Chef Klein: Nach turbulenten Monaten hellt sich die Stimmung auf. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Walldorf. Kräftiges Wachstum im Zukunftsgeschäft und eine höhere Profitabilität: SAP hat im dritten Quartal die Erwartungen der Börse übertroffen. Der Softwarehersteller steigerte den Umsatz um 13 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro, wie er am Mittwochabend mitteilte. Im nachbörslichen Handel stieg der Aktienkurs zunächst deutlich auf bis zu 214 Euro.
Der Konzern beweise, dass er Umsatz und Gewinn zugleich steigern könne, erklärte Finanzchef Dominik Asam. Er verwies auf „diszipliniertes Kostenmanagement und anhaltende Wachstumsdynamik in der Cloud“. Vorstandschef Christian Klein sprach von einem „ausgezeichneten dritten Quartal“.
Das Geschäft mit Cloud-Produkten, die Kunden in der Regel als Abodienst beziehen, wuchs um 26 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand für die nächsten zwölf Monate – festgehalten im Current Cloud Backlog (CCB) – wuchs sogar um 28 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro. Die Kennzahl gilt als wichtiger Indikator für die künftige Geschäftsentwicklung.
Dabei profitiert SAP von einer Sonderkonjunktur: Viele Bestandskunden führen die aktuelle Produktgeneration rund um das System S/4 Hana ein – weil sie ihre IT modernisieren wollen, aber auch, weil der Softwarehersteller die Wartung für ältere Produkte auslaufen lässt. Die neuen Anwendungen laufen vielfach in der Cloud.
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