Rund um das Spiel am Freitagabend gab es eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen Anhängern des KFC und einem Fan des Gästeteams. Eine große Bedrohung der Solinger sieht die Polizei in Krefeld aber nicht.
Krefeld · Rund um das Spiel am Freitagabend gab es eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen Anhängern des KFC und einem Fan des Gästeteams. Eine große Bedrohung der Solinger sieht die Polizei in Krefeld aber nicht.
12.10.2026 , 14:58 Uhr
Zwei Tage nach dem Fußballspiel in der Grotenburg, bei dem Zuschauer, die es offenbar mit dem KFC Uerdingen halten, einem Gästefan eine Lippe blutig geschlagen haben, hat auch die Krefelder Polizei Stellung zu dem Einsatz am Freitagabend bezogen. Sie zeichnet ein anderes Bild von der Lage, das Max Wilschrey, Stürmer der Gästemannschaft Solingen-Wald 03, in den Sozialen Medien noch als bedrohlich für sein Team bezeichnet hatte. Er hatte geschrieben, dass die Heimfans der Gästemannschaft nach Spielende aufgelauert hätten. Peter Risvanis, Interimstrainer und Sportlicher Leiter der Solinger, hatte das Verhalten der KFC-Anhänger als „feige“ betitelt, da diese aus einem Hinterhalt agiert hätten. Unschön sei die Situation gewesen, nach der sowohl der Mannschaftsbus als auch der Fanbus der Solinger bei der Abfahrt von einer Polizeieskorte begleitet wurde.
Auf Nachfrage bei der Polizei heißt es, dass die Polizeieskorte nicht zwingend hätte erfolgen müssen. Aus Sicht der Beamten habe es keine Bedrohung der Gästemannschaft gegeben. Vielmehr hätten die Anhänger des KFC auf das Heimteam gewartet, um die Spieler nach der schlechten Leistung am Freitagabend zur Rede zu stellen. Vor Ort sei es von einem bereits zuvor als „Störer“ identifzierten Gästefan zu Provokationen gekommen. Bislang nicht identifizierte Personen hatten ihn daraufhin offenbar geschlagen. Aufgenommen wurde die Verletzung an der Lippe als „leichte Körperverletzung“. Dass der Mann so viel Blut verloren habe, wie es auch auf Bildern, die in den Sozialen Netzwerken kursieren, zu sehen ist, habe medizinische Gründe.
Der KFC Uerdingen hatte am Samstagmittag den Angriff verurteilt und erklärt, dass es im Verein keinen Platz für Gewalt gibt. „Unabhängig davon, welche verbalen Auseinandersetzungen oder Provokationen dem Vorfall möglicherweise vorausgegangen sind, gibt es keinerlei Rechtfertigung für körperliche Gewalt“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Sollten Personen identifiziert werden, die an den gewalttätigen Übergriffen beteiligt waren, wird der Verein im Rahmen seiner rechtlichen Möglichkeiten Konsequenzen bis hin zu Stadionverboten prüfen.
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