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Putin stimmt Wiederaufnahme von Gesprächen zu

Дата публикации: 21-10-2026 21:15:01

Nach einem Treffen mit dem US-Sondergesandten erklärt sich Russlands Präsident Putin offenbar zu neuen Gesprächen mit den USA und der Ukraine bereit. Um ein Ende des Kriegs soll e…

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Wladimir Putin

Stand: 21.10.2026 • 23:02 Uhr

Nach einem Treffen mit dem US-Sondergesandten erklärt sich Russlands Präsident Putin offenbar zu neuen Gesprächen mit den USA und der Ukraine bereit. Um ein Ende des Kriegs soll es dabei demnach aber nicht gehen.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben des Kremls einer Wiederaufnahme von trilateralen Gesprächen mit der Ukraine und den USA grundsätzlich zugestimmt. Die Verhandlungen sollen demnach nach dem 10. November beginnen und würden sich auf den "Aufbau eines Sicherheitssystems für Russland und die Ukraine nach Ende des Konflikts" konzentrieren, erklärte Putins Berater Juri Uschakow.

Die Gespräche könnten demnach etwa in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden, hieß es.

Zuvor hatte sich Putin mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in St. Petersburg getroffen. Nach Angaben des Kreml sprachen Witkoff und Putin etwa drei Stunden. Auch Uschakow und Kirill Dmitrijew, ein Gesandter Putins, waren demnach anwesend. Trumps Schwiegersohn Jared Kushner war nach Angaben Witkoffs per Videoschalte dabei.

Selenskyj will Frontlinie einfrieren

Gegenüber Vorschlägen für ein Ende des Ukraine-Kriegs zeigte sich Russland demnach erneut ablehnend. Uschakow erklärte, von Witkoff übermittelte Vorschläge der Europäer und der Ukraine würden "nicht viel Substanz enthalten".

Der US-Sondergesandte Witkoff hatte sich vor dem Treffen mit Putin am Dienstag in Oslo mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Gesprächen getroffen.

In einer Reaktion auf den Vorschlag von Gesprächen mit den USA und Russland drückte Selenskyj am Mittwoch seine Unterstützung aus. Ein Treffen auf Ebene von Unterhändlern solle möglichst bald stattfinden, vorzugsweise bis Anfang November, erklärte Selenskyj. Dabei könne über Friedensvorschläge und ein mögliches Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs gesprochen werden.

Zuvor bezeichnete Selenskyj ein Einfrieren der Frontlinie im Krieg mit Russland als einen möglichen ersten Schritt für eine Waffenruhe. "Wir müssen sie jetzt einfrieren", sagte er dem US-Nachrichtensender Fox News. Dies sei der Weg, "um diesen Krieg zu beenden" und "das Minimum, was wir heute von Russland erwarten".

Das Angebot Selenskyjs sei nicht neu, sagt ARD-Korrespondent Vassili Golod in den tagesthemen. Der ukrainische Präsident habe das über Monate hinweg immer wieder erneuert und immer wieder betont. Die Antwort sei aber die, die man immer sehe. So habe die russische Armee Kiew etwa am Abend erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. "Die Antwort aus Moskau ist klar: Die Zeichen stehen weiter auf Krieg."

Zuletzt im Februar Gespräche

Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe inzwischen seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Die USA bemühen sich unter US-Präsident Donald Trump um eine Vermittlung zwischen den Kriegsparteien. Bisherige Gespräche waren aber ohne nennenswerte Erfolge geblieben. In dem Dreierformat USA, Russland und Ukraine hatte es zuletzt im Februar in Genf Gespräche gegeben, davor zweimal in Abu Dhabi.

Russland hat in der Vergangenheit immer die Kontrolle über den gesamten Donbas gefordert - einschließlich von Gebieten, die sie noch nicht erobert haben. Das lehnt die Ukraine aus grundsätzlichen Überlegungen ab - auch weil der Frontverlauf seit Monaten wie eingefroren ist.

Politik-Analyst: Putin setzt auf Trump

Der Politologe Nico Lange äußerte sich im Interview mit dem WDR skeptisch, ob die nun angekündigten Gespräche tatsächlich zustande kommen. Man solle aus so einer Schlagzeile nicht schlussfolgern, dass Putin jetzt zu Kompromissen, einem Waffenstillstand oder Ähnlichem bereit sei, sagte er.

"Putin setzt jetzt, glaube ich, darauf, wie schon im ganzen letzten Jahr, dass Trump ihm die Unterwerfung der Ukraine ermöglicht, indem Trump Druck auf die Ukraine macht", sagte Lange. "Und wie im letzten Jahr auch, wird es auch diesmal nicht zu irgendeinem Ergebnis führen."

USA erhöhten zuletzt Druck auf Ukraine

US-Präsident Trump hatte zuletzt den Druck auf die Ukraine erhöht. Unter anderem setzte er bereits beschlossene Sanktionen gegen Russland aus und drängte Selenskyj am Dienstag erneut zu einem Abkommen mit Putin - andernfalls werde es "sehr schlimm ausgehen", warnte Trump. Parallel kündigte Trump ein Diesel-Abkommen mit Russland an, um die Kraftstoffpreise in den USA vor den Kongresswahlen im November zu senken.

Die Ukraine beklagte dazu zuletzt wiederholt Einschränkungen bei der Weitergabe von US-Geheimdienstdaten und einer Drosselung der Satelliten-Kommunikationsdienste Starlink und Starshield. Die Dienste spielen eine wichtige Rolle bei der Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte an der Front und sind auch für die Steuerung von Drohnen beziehungsweise deren Abwehr wichtig.

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