In mehreren Städten tauchen auffällige gelbe Punkte auf der Straße auf. Sie sollen bei Autofahrern die Aufmerksamkeit erhöhen und für mehr Sicherheit sorgen.
In mehreren Städten tauchen auffällige gelbe Punkte auf der Straße auf. Sie sollen bei Autofahrern die Aufmerksamkeit erhöhen und für mehr Sicherheit sorgen.
Sie wirken wie Street-Art, sind aber als Maßnahme für mehr Verkehrssicherheit gedacht: Auf Straßen in Düsseldorf, Berlin und Karlsruhe und auch in Österreich sind in den vergangenen Monaten auffällige gelbe, teils neongrüne Punkte und Kreise auf dem Asphalt aufgetaucht. Ziel ist es, den Verkehr zu beruhigen, ohne zusätzliche Schilder aufzustellen oder neue Verbote auszusprechen.
Die Idee dahinter ist verkehrspsychologisch: Gelb gilt im Straßenverkehr als Warnfarbe. Im starken Kontrast zur dunklen Fahrbahn sind die Markierungen besonders gut sichtbar. Genau diese optische Irritation ist gewollt – sie soll den Blick der Fahrenden auf die Fahrbahn lenken und dazu führen, dass sie den Fuß vom Gas nehmen.
Nach Angaben von SWR3 sollen die gelben Punkte vor allem drei Effekte erzielen:
In einigen Bereichen werden die Markierungen mit Pollern ergänzt. Zusammen soll das die Fahrbahn optisch schmaler wirken lassen. Für Ortsfremde kann die Durchfahrt dadurch weniger attraktiv werden und auch das ist Teil des Konzepts, um Durchgangsverkehr zu reduzieren.
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Die auffälligen Punkte sind noch nicht weit verbreitet, doch es gibt trotzdem erste Messwerte. In Österreich wurde auf einer entsprechend gestalteten Strecke laut SWR3 eine Verringerung der Geschwindigkeit um zwei bis drei km/h festgestellt. Internationale Erfahrungswerte deuten zudem darauf hin, dass die Kombination aus Markierungen und Pollern mit weniger Unfällen verbunden sein kann – insbesondere zugunsten von Radfahrern und Fußgängern.
Ganz ohne Diskussionen läuft die Maßnahme nicht. Ein zentraler Punkt: Die Kreise sind kein offizielles Verkehrszeichen. Weil sie bislang wenig bekannt sind, können sie Autofahrer auch verunsichern. Kritisiert werden außerdem die Kosten sowie die Optik der Markierungen.
Unterm Strich setzen die Städte damit auf einen Ansatz, der weniger über Verbote und mehr über Wahrnehmung und Verhalten wirkt: Die Straße soll sich anders „anfühlen“ – damit Verkehrsteilnehmer automatisch vorsichtiger fahren.
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