Am Place de la République errichten Demonstranten Barrikaden, die Polizei setzt Tränengas ein. Später rückt eine Spezialeinheit an. Auch aus Toulouse und Lyon werden wieder Vorfälle gemeldet.
Am Place de la République errichten Demonstranten Barrikaden, die Polizei setzt Tränengas ein. Später rückt eine Spezialeinheit an. Auch aus Toulouse und Lyon werden wieder Vorfälle gemeldet.
Am Tag nach den schweren Ausschreitungen in Frankreich sind in Paris erneut Demonstranten mit der Polizei aneinandergeraten. Dutzende Randalierer kamen zu einem unangemeldeten Protest auf dem zentralen Place de la République zusammen, an dem es am Samstag bereits zu schweren Auseinandersetzungen gekommen war. Wie die Zeitung „Le Parisien“ berichtete, errichteten Demonstranten Barrikaden und die Polizei setzte Tränengas ein.
Wie der Sender BFMTV berichtete, kam später auch eine auf schwere urbane Unruhen spezialisierte Sondereinheit der Bereitschaftspolizei zum Einsatz. Auf Fernsehbildern war zu sehen, dass es wieder zu versuchten Plünderungen kam. Auch aus Toulouse und Lyon wurden Zusammenstöße gemeldet, die aber bei weitem nicht den Umfang der Ausschreitungen vom Samstag hatten.
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Präsident Emmanuel Macron hat angekündigt, dass neue Demonstrationen notfalls auch verboten werden können. „Angesichts der aktuellen Lage werden die Präfekten in Abstimmung mit den Bürgermeistern Entscheidungen treffen, um unsere Städte, unsere öffentlichen Gebäude und unsere Geschäfte zu schützen, und dabei gegebenenfalls sogar so weit gehen, bestimmte Versammlungen zu verbieten und alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen“, sagte Macron in einer Fernsehansprache am Abend.
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Außerdem komme die Polizeiarbeit auf den Prüfstand, darum habe er den Innenminister gebeten, sagte der Präsident. „Gestern waren unsere Ordnungskräfte trotz ihrer Professionalität in zahlreichen Städten mit beispielloser Gewalt konfrontiert“, sagte Macron. „Ich habe die Regierung wiederholt aufgefordert, daraus alle Lehren in Bezug auf Aufklärung und Vorausschau zu ziehen und dafür zu sorgen, dass sich so etwas nicht wiederholen kann. Ich erwarte klare Antworten, und es wird vollständige Transparenz herrschen.“
Die Randalierer würden bestraft und zur Verantwortung gezogen, sagte Macron. „Wer zerstört hat, muss dafür bezahlen. Wer geplündert hat, muss den Schaden ersetzen. Wer versucht hat, die Republik zu stürzen, wird dafür zur Rechenschaft gezogen.“
dpa
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