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Amt-Mitarbeiterin strich 76.000 Euro für Scheinehen ein

Дата публикации: 19-10-2026 14:49:00

Eine Angestellte der Kölner Ausländerbehörde steht im Verdacht, jahrelang mit einer Schleuserbande zusammengearbeitet zu haben. Gegen Geld soll sie illegal erlangte Aufenthaltserlaubnisse ermöglicht haben.

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Eine Angestellte der Kölner Ausländerbehörde steht im Verdacht, jahrelang mit einer Schleuserbande zusammengearbeitet zu haben. Gegen Geld soll sie illegal erlangte Aufenthaltserlaubnisse ermöglicht haben.

Die Ermittlungsbehörden werfen der städtischen Mitarbeiterin vor, gemeinsam mit ihrem Ehemann und zwei weiteren Komplizen ein verdecktes Schleusersystem betrieben zu haben. Wie „Bild“ berichtet, soll die Frau ihre Position im Ausländeramt genutzt haben, um Anträge für nicht bleibeberechtigte Personen positiv zu bescheiden.

Insgesamt soll die Beschuldigte über die Jahre hinweg eine Summe von bis zu 76.000 Euro für ihre Dienste kassiert haben. Neben der Erstellung gefälschter Unterlagen organisierte die Gruppe mutmaßlich auch Scheinwohnsitze für Ausländer.

Hochzeitsvideo liegt der Polizei vor

Im Zentrum der aktuellen Recherchen steht die fingierte Eheschließung einer Frau aus Bulgarien mit einem Mann aus Indien. Wie aus Unterlagen hervorgeht, soll der indische Staatsbürger allein rund 6.200 Euro für die Beschaffung seiner Aufenthaltserlaubnis gezahlt haben.

Ein der Polizei vorliegendes Hochzeitsvideo belege zudem deutlich, dass die Braut kaum persönliche Informationen über ihren angeblichen Ehemann besessen habe. Die Ermittler sehen darin einen klaren Beleg für eine organisierte Scheinehe zur Umgehung des Aufenthaltsrechts.

Schleuserbande in Untersuchungshaft

Nach Angaben von „Bild“ befinden sich die festgenommenen Mitglieder der mutmaßlichen Schleuserbande mittlerweile in Untersuchungshaft. Die Justiz prüft derzeit sämtliche von der verdächtigten Angestellten bearbeiteten Akten der Kölner Ausländerbehörde. Die Ermittler erhoffen sich dadurch Aufschluss über weitere mögliche Fälle von Korruption und Schleusung im städtischen Amt.

„Das dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein“

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