Sachsen-Anhalts Landtag streitet über Waffenlieferungen an die Ukraine und Sanktionen gegen Russland. Die Debatte wird laut, auch der neue Landtagspräsident mischt sich ein.
Die Fronten sind am Mittwoch im Landtag von Sachsen-Anhalt klar gezogen. Auf der einen Seite stehen AfD und BSW: Deutschland soll die Waffenlieferungen an die Ukraine einstellen und die Sanktionen gegen Russland aufheben. Auf der anderen CDU, SPD, Grüne und Linke: Sie fordern Russland auf, seine Truppen aus der Ukraine zurückzuziehen. Der Schlagabtausch wird laut. Zwischenrufe, Gelächter und gegenseitige Vorwürfe bestimmen die Sondersitzung.
Besonders deutlich werden die Fronten beim letzten Redebeitrag von Claudia Wittig (BSW), die an diesem Mittwoch zum ersten Mal im Landtag spricht. Noch immer, beklagt sie, höre sie die Forderung, Russland müsse doch nur die Waffen niederlegen. Aus den Reihen der übrigen Fraktionen kommt Gelächter. Nur die AfD lacht nicht.