429 Läuferinnen und Läufer sind beim 12. AOK-Schwäbische-Post-Firmenlauf dabei. Mittendrin ist Hündin Haily – bei einem Abend, an dem Gemeinschaft wichtiger ist als jede Stoppuhr.
Stand: 25.09.2026, 07:30 Uhr

429 Läuferinnen und Läufer sind beim 12. AOK-Schwäbische-Post-Firmenlauf dabei. Mittendrin ist Hündin Haily – bei einem Abend, an dem Gemeinschaft wichtiger ist als jede Stoppuhr.
Essingen. Am Nachmittag hingen noch graue Wolken über Essingen. Wenige Stunden später strahlte die Sonne, die Laufschuhe wurden geschnürt – und rund um die Schönbrunnenhalle setzte sich eine lange Schar aus Läuferinnen und Läufern in Bewegung. Manche joggten, andere walkten oder nutzten die Runde für einen Plausch mit den Kollegen. Mittendrin war sogar Hündin Haily auf vier Pfoten unterwegs. Die Stoppuhr? Spielte an diesem Abend keine Rolle.
Das gemeinsame Laufen steht im MittelpunktDenn beim 12. Aalener AOK-Schwäbische-Post-Firmenlauf zählte nicht, wer als Erster wieder an der Schönbrunnenhalle ankam. Gemeinsames Laufen, Walken, Reden und Lachen standen im Mittelpunkt. 429 Läuferinnen und Läufer machten mit. Und eine weitere Zahl sorgte für einen Rekord: 44 Unternehmen gingen an den Start – so viele wie noch nie zuvor. Die größten Teams stellten die Iso-Chemie GmbH und die Franz Traub GmbH & Co. KG mit jeweils 26 Teilnehmern.
Zum zweiten Mal in EssingenZum zweiten Mal fand der Firmenlauf in Essingen statt. Nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr kurzfristig vom Aalener Rohrwang dorthin verlegt worden war, kehrte sie nun ganz bewusst zurück. Wegen der unsicheren Wetterlage wurden Start und Ziel diesmal in die Schönbrunnenhalle verlegt. Am Ende wäre die Vorsichtsmaßnahme kaum nötig gewesen: Pünktlich zum Lauf verzogen sich die Wolken und die Sonne strahlte über Essingen.
Zuvor begrüßten Hans-Joachim Seuferlein, Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg, Rainer Strehle, Vorsitzender des LAC Essingen, und Tim Abramowski, Sportredakteur der Schwäbischen Post und Gmünder Tagespost, die Teilnehmer. Anschließend brachte Patrick Stöppler beim gemeinsamen Warm-up Bewegung in die volle Halle.
Dann ging es hinaus auf die rund 3,5 Kilometer lange Runde. Jeder entschied selbst über Tempo und Distanz. Genau diese Freiheit macht für Jens Manz, Marketingverantwortlicher der AOK Ostwürttemberg, den besonderen Reiz aus. „Die Menschen brauchen nicht unbedingt die Stoppuhr. Wichtig ist, gemeinschaftlich etwas zu erleben.“ Unterwegs bleibe genügend Zeit, sich auch einmal über geschäftliche oder private Dinge auszutauschen. „Man sieht eigentlich nur lachende Gesichter. Gerade in der heutigen Zeit ist das sehr wertvoll.“

Genau das erlebten auch Stefan Linsenmaier, Michaela Kurz, Verena Bux und Ramona Dreyer von der Maschinenfabrik Alfing Kessler, die den Firmenlauf als Teamevent nutzten. „Wunderschön“, lautete ihr Fazit. Die Strecke sei genau richtig gewesen: „Man konnte sie einmal, zweimal oder dreimal laufen.“ Vor allem die Mischung kam an: gemeinsam bewegen, aber gleichzeitig noch genügend Luft für Gespräche haben.
Teilnehmerin auf vier PfotenEin außergewöhnliches Teammitglied hatte Bianca Heister-Bückner vom Bestattungshaus „Vergiss Mein Nicht" dabei. Hündin Haily. „Sie ist ein Teammitglied von uns und ein Trauerbegleitungshund von unserem Bestattungshaus.“, erklärte Heister-Bückner. Auch den Firmenlauf meisterte die vierbeinige Kollegin – und hatte dabei „richtig viel Spaß“. Heister-Bückners Fazit passte zum gesamten Abend: „Lustig, entspannt, gemeinschaftlich.“ Veranstaltungen wie diese förderten den Zusammenhalt im Team.

Während auf der Strecke gelaufen, gewalkt und geplaudert wurde, steckte hinter dem entspannten Abend jede Menge Arbeit. Bereits am Vormittag war der LAC Essingen im Einsatz, am Abend packten insgesamt 25 Ehrenamtliche mit an. „Da bin ich immer froh, dass unsere Ehrenamtlichen so zu uns halten“, sagte Strehle.
Für ihn macht auch das Panorama den Reiz der Strecke aus. Auf der einen Seite öffnet sich der Blick über den Essinger Kessel, in die andere Richtung reicht er bis zum Rosenstein. „Wenn man die Abendstimmung noch mitnimmt, hat man einfach das richtige herbstliche Flair am Rande des Albuchs.“
SDZ-Eventmanagerin Lara Tschabrun hob zudem das Zusammenspiel aller Beteiligten hervor. Neben der AOK Ostwürttemberg und der Schwäbischen Post tragen die Gemeinde Essingen, der LAC Essingen und die DRK-Bereitschaft Essingen zum Gelingen bei. Hinzu kommen die Kreissparkasse Ostalb und Intersport als Sponsoren.
Mit 429 Läuferinnen und Läufern aus 44 Unternehmen endete damit der zweite Firmenlauf des Jahres. Insgesamt beteiligten sich an beiden Veranstaltungen 79 Firmen und fast 1200 Teilnehmer.
„Dass wir so viele Menschen auf die Strecke gebracht haben, zeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam zu laufen – ganz ohne Zeitdruck“, sagte Manz. „Der Mensch ist für die Gemeinschaft geboren. Und genau das können wir bieten.“
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