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Schiedsrichterin und Wechsel im Fokus: Die Trainerstimmen zum Ostalb-Derby

Дата публикации: 18-10-2026 13:00:00

Der TSV Essingen konnte sich nach Pausenrückstand mit 3:1 (0:1) beim 1. FC Normannia Gmünd durchsetzen. Die Trainer waren sich einig, dass der Sieg verdient war.

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Stand: 18.10.2026, 15:00 Uhr

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Eine der strittigen Szenen der Partie: Tobias Rössler fällt nach einem Eckball, der über alle Köpfe hinweg fliegt. Die Schiedsrichterin entscheidet auf Elfmter, der die Gmünder dann zunächst in Führung bringt.

Eine der strittigen Szenen der Partie: Tobias Rössler fällt nach einem Eckball, der über alle Köpfe hinweg fliegt. Die Schiedsrichterin entscheidet auf Elfmter, der die Gmünder dann zunächst in Führung bringt. © Eibner-Pressefoto/Jani Pless

Der TSV Essingen konnte sich nach Pausenrückstand mit 3:1 (0:1) beim 1. FC Normannia Gmünd durchsetzen. Die Trainer waren sich einig, dass der Sieg verdient war.

Schwäbisch Gmünd. 60 Minuten lang sah es für die Gmünder gut aus. Mit 1:0 führte die Normannia im Derby, ehe Essingen durch zwei Treffer nach Standardsituationen drehte. Am Ende siegten die Gäste aus Essingen mit 3:1 (1:0) im WWG Sportpark in Schwäbisch Gmünd. So sahen Essingens Trainer Simon Köpf und Normannias Interimstrainer Stephan Fichter das Derby:

Simon Köpf (TSV Essingen) zum Derbysieg:

„Wir sind glücklich, dass wir heute gewonnen haben. Derbys sind nicht da, um sie einfach zu spielen, sondern um sie zu gewinnen. Das haben wir heute geschafft, obwohl das bei Weitem nicht unser bestes Spiel war. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir kein Tempo in unser Spiel bekommen. Auch weil es die Normannia gut gemacht hat. Gegen die relativ tiefe Verteidigung haben wir einfach ganz schlecht gespielt. Wie gesagt: Mit viel zu wenig Tempo in der Aktion, und das in allen Mannschaftsteilen. So haben wir es der Normannia recht leicht gemacht zu verteidigen. Wir haben vorne keine Abschlüsse gesucht und wenn wir in Abschlusspositionen waren, zu oft quer gespielt.

Wir wollten eigentlich deutlich schneller nach vorne und in die Spitze spielen. Das haben wir dann in der zweiten Halbzeit viel besser gemacht und das Tempo erhöht. Auch die Einwechslungen zur Halbzeit haben uns sehr gutgetan, auch wenn die ersten fünf Minuten nach Anpfiff nochmal der Normannia gehört haben. Wenn man auf das gesamte Spiel schaut, war das unter dem Strich ein hochverdienter Derbysieg. Die 3 Punkte gab es heute nicht umsonst, sondern wir haben sie uns erkämpft und deshalb sind wir sehr, sehr glücklich.“

Stephan Fichter (Normannia) nach der Niederlage:

„Wir haben es Essingen brutal schwer gemacht. Also wenn Simon (Köpf) sagt, dass es seine Mannschaft nicht gut gemacht hat, ist das auch immer ein Kompliment für den Gegner. Wir haben einiges richtig gemacht, wie auch letzte Woche in Reutlingen. Aber aktuell ist es so, dass es nicht reicht. Wir verteidigen gefühlt alles zu 98 Prozent  weg und laden dann den Gegner ein. Heute wieder durch eine völlig unnötige Ecke, bei der wir ohne Druck ins Toraus klären. Jeder kennt die Qualität von Essingen bei Standardsituationen. Wir wollten das zwingend vermeiden und haben es in diesem entscheidenden Moment nicht geschafft, den Ball nach vorne zu klären oder ins Seitenaus. So holen wir Essingen zurück in die Partie und dann geht momentan ein Stück weit das Spiel im Kopf los. Das haben wir gegen Singen auch schon gehabt, nur hatten wir da am Ende durch das 3:2 das glücklichere Händchen für uns. Letzte Woche in Reutlingen war es ein ähnliches Spiel. Wenn wir jedes Spiel drei Tore kassieren, dann wird es relativ schwierig, ein Oberligaspiel zu gewinnen. Das gehört auch zur Wahrheit dazu.

Offensiv hatten wir heute schon etliche Möglichkeiten. Rund um den Sechzehner haben wir diesmal den Abschluss, Gott sei Dank, gesucht und nicht zu oft nochmals abgelegt. Und dennoch musste Jerome (Weisheit) keinen Ball ernsthaft halten. Das heißt, wir haben jeden Ball am Tor vorbeigeschossen. Auch als Veljko (Milojkovic) allein aufs Tor zuläuft. Da hätten wir das 2:2 machen können. Und auf der anderen Seite trifft Gruber dann eben im Alleingang. Das sind dann die kleinen, feinen Unterschiede, warum Esslingen heute verdient gewonnen hat und es für uns nicht gereicht hat, Punkte mitzunehmen.“

Schiedsrichterin im Blickpunkt

Gleich zwei Tore fielen nach fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Simon Köpf teilt seine Sicht auf die Situation vor dem Foulelfmeter und den 1:2-Führungstreffer durch Lennart Ruther: „Ich habe wegen des Elfmeters gerade noch mit der Schiedsrichterin gesprochen. Für mich war es kein Foul, auch weil keiner mehr eine Chance hat, an den Ball zu kommen. Ein bisschen Gerangel gehört beim Fußball dazu. Beide Spieler ziehen sich ein bisschen am Trikot. Unserer zieht vielleicht ein bisschen mehr, das mag sein, aber aus meiner Sicht war es kein Elfmeter. Aus ihrer Sicht war es eine klare Entscheidung.

Beim 1:2 durch Lennart (Ruther) muss ich gestehen, dass ich eine schlechte Sicht auf die Situation hatte. Er meinte eben, dass er nur seinen Körper eingesetzt habe und die Hände nicht am Gegner hatte. Dann glaube ich, dass es auch kein Foul war.“

Stephan Fichter verschwendet keine Gedanken an die Schiedsrichterentscheidungen, die sich immerhin die Waage hielten: „Tja, was soll ich sagen? Entschieden ist entschieden. Das können wir nicht mehr zurückdrehen. Für mich foult Ruther unseren Mann klar, aber das sieht jeder anders. Da bringt es nichts, im Nachhinein zu diskutieren.“

Entscheidung von der Bank

Wesentlich richtungsweisender waren die Essinger Wechsel zur zweiten Hälfte. Köpf ordnet die Leistung vom überragenden Joker Spitzlberger ein: „Ich glaube, ein Gamechanger war die Einwechslung von Tyler (Spitzlberger) auf der linken Seite. Der ist einfach ein wahnsinnig guter Fußballer mit viel Ballkontrolle und einem super linken Fuß. So kommt ja auch die Ecke vor dem 1:1 zustande und auch das 3:1. Der zögert nicht lange und das tat uns unheimlich gut.“

Auch Stamm-Kapitän Wiedmann kam zur Pause in die Partie und belebte das Spiel des TSV im zentralen Mittelfeld: „Jannik (Wiedmann) ist noch nicht bei 100 Prozent. Gerade für die langen Sprints auf der Außenbahn fehlt mir da noch ein bisschen die Fitness. Heute wollten wir viel durch das Zentrum spielen. Es ist uns in der ersten Halbzeit gar nicht gelungen, unsere Sturmspitzen vorne anzuspielen und dann mit Tempo nachzugehen. Jannik hat schon öfter auf dieser Position gespielt. Er hat ein großartiges Spielverständnis. Durch ihn hatten wir deutlich mehr Tiefe, weil er die Bälle hinten abholen kann, Löcher reißt und bei Klatschbällen nachzieht. So hatten wir immer einen Spieler mehr vorne.“

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