Zwei Sätze lang läuft für die Volleyballer der SG MADS Ostalb gegen Heidelberg vieles nach Plan. Dann drehen die Gäste auf und entscheiden die Partie für sich. Lorenz Herzer verletzt sich schwer.
Stand: 19.10.2026, 16:46 Uhr

Zwei Sätze lang läuft für die Volleyballer der SG MADS Ostalb gegen Heidelberg vieles nach Plan. Dann drehen die Gäste auf und entscheiden die Partie für sich. Lorenz Herzer verletzt sich schwer.
Aalen. Die Regionalliga-Volleyballer der MADS Ostalb haben ihr zweites Heimspiel gegen Heidelberg mit 2:3 (25:14, 25:20, 19:25, 19:25, 12:15) verloren. Dabei sah es für die Gastgeber zunächst sehr gut aus, die ersten beiden Sätze konnten gewonnen werden. Doch die Gäste steigerten sich im weiteren Spielverlauf deutlich und entschieden die Partie schließlich im Tiebreak für sich. Überschattet wurde die Begegnung von einer schweren Knieverletzung des MADS-Mittelblockers Lorenz Herzer.
Ein guter StartGegen den bislang völlig unbekannten Gegner aus Heidelberg erwischten die Ostälbler zunächst einen guten Start. Dank starker Abwehraktionen von Niklas Bareiß und Julius Wolf erspielten sich die Gastgeber eine 8:5-Führung. Schnellangriffe von Tim Ziegler sowie eine hohe Erfolgsquote von Lukas Schmid nach präzisen Zuspielen von Michael Neumeier sorgten anschließend für einen deutlichen 18:10-Vorsprung. Auch die Annahme funktionierte bei den MADS zuverlässig. Vor allem Schmid, Fabian Kraft und Wolf überzeugten in diesem Bereich. Im Angriff war es insbesondere Schmid, der mit platzierten Bällen immer wieder punktete. Mit 25:14 ging der erste Satz klar an die Gastgeber.
Ausgeglichener zweiter SatzDeutlich ausgeglichener verlief der zweite Durchgang. Nach teilweise langen Ballwechseln mit starken Abwehraktionen auf beiden Seiten konnte sich zunächst keine Mannschaft absetzen. Beim Stand von 11:11 war weiterhin alles offen. Ein spektakuläres Zuspiel von Neumeier, das Bareiß mit einem starken Angriff zum 16:13 abschloss, brachte den MADS neuen Schwung. Die Ostälbler, die bis dahin im Angriff nicht immer überzeugen konnten, fanden nun wieder besser ins Spiel. Kraft und Herzer punkteten ebenfalls im Angriff. Mit 25:20 entschieden die Gastgeber auch den zweiten Satz für sich und gingen mit 2:0 in Führung.
Die Gäste werden stärkerIm dritten Durchgang änderte sich das Bild allerdings. Die zuvor zuverlässige Annahme der MADS zeigte ungewohnte Schwächen, sodass die Gastgeber schnell mit 2:7 in Rückstand gerieten. Gleichzeitig steigerte sich die Heidelberger Feldabwehr immer mehr und konnte zahlreiche Angriffe der Ostälbler entschärfen. Die MADS-Angreifer scheiterten zudem zunehmend am gegnerischen Block. Auf der anderen Seite fanden die Gäste immer besser zu ihrem Angriffsspiel. Heidelberg gewann den Satz mit 25:19 und verkürzte damit auf 1:2.Auch im vierten Satz blieb die Begegnung umkämpft. Eine starke Feldabwehr von Bareiß und effektive Sprungaufschläge von Kraft sorgten zunächst für einen 10:10-Gleichstand. Die Gäste überzeugten weiterhin mit ihrer starken Abwehrarbeit. Einige Aufschlagfehler der MADS ermöglichten Heidelberg schließlich eine 20:17-Führung.
Eine schwere VerletzungIn dieser Phase mussten die Gastgeber zudem eine schwere Verletzung verkraften. Mittelblocker Herzer verletzte sich nach einer Blockaktion am Knie und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Jonas Brenner ins Spiel, der seinen Mannschaftskollegen gleichwertig ersetzte. Den Satzverlust konnte allerdings auch er nicht verhindern. Heidelberg setzte sich erneut mit 25:19 durch und erzwang damit den entscheidenden fünften Durchgang.Im Tiebreak hatten die MADS zunächst Schwierigkeiten, ihre Angriffe erfolgreich abzuschließen. Trotz guter Blockaktionen von Brenner und Kraft landeten zu wenige Bälle im gegnerischen Feld. Die Folge war ein 3:6-Rückstand. Mit starken Blocks brachte Ziegler die Ostälbler anschließend wieder auf 6:7 heran.Die Zuschauer in der Aalener Weilandhalle sahen weiterhin lange Ballwechsel und spektakuläre Abwehraktionen auf beiden Seiten. Durch Neumeier im Aufschlag und Bareiß im Angriff gelang es den Gastgebern sogar, mit 11:10 in Führung zu gehen.In der Schlussphase erwies sich jedoch erneut die Heidelberger Feldabwehr als entscheidender Faktor. Die Gäste konnten zahlreiche Angriffe der SG MADS entschärfen und ihre eigenen Angriffsmöglichkeiten erfolgreich abschließen. Mit 15:12 ging der Tiebreak an Heidelberg. Die Gäste hatten sich nach ihrem schwachen Auftakt deutlich gesteigert und sicherten sich nach einem 0:2-Satzrückstand noch den Auswärtssieg.
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