Die KI-Labore drängen mit Billionenbewertungen an die Börse. Unklar ist, wie Anleger mit Aktien von Firmen umgehen, deren Technologie die Menschheit auslöschen könnte, meint Astrid Dörner.

Die Autorin: Astrid Dörner ist beim Handelsblatt Chefreporterin Märkte. Foto: Bloomberg
Anthropic läuft sich warm für den Börsengang (IPO). Der Entwickler des Modells Claude und einer der Vorreiter von Künstlicher Intelligenz (KI) lud Investoren vergangene Woche in die Zentrale nach San Francisco ein, um ihnen einen Einblick in die jüngsten Geschäftszahlen und das künftige Potenzial zu geben.
Der Gang an die Börse ist nun vor dem großen Thanksgiving-Feiertag Ende November geplant, und natürlich soll es ein IPO der Superlative werden. Am liebsten größer als der von SpaceX im Juni. Mindestens aber mit einer Bewertung von deutlich mehr als einer Billion Dollar, wie es an der Wall Street heißt.
Anthropic drängt vor OpenAI als erstes der beiden großen KI-Labore an die Börse. Der IPO wirft somit eine Reihe von einzigartigen Fragen auf, mit denen sich Anleger nun auseinandersetzen müssen.
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