Zuerst kritisierte die Union das mögliche Bündnis, dann wuchs in der SPD-Fraktion der Widerstand. Jetzt stimmten die Berliner Sozialdemokraten für weitere Gespräche mit Grünen und den Linken.

Elif Eralp (Die Linke), Steffen Krach (SPD) und Werner Graf (Bündnis 90/Die Grünen): Die Berliner SPD will Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Foto: Fabian Sommer/dpa
Berlin. Nach teils turbulenten Sondierungsgesprächen in Berlin stimmt die SPD dem gemeinsamen Sondierungspapier mit Linken und Grünen zu – und damit für Koalitionsverhandlungen von Rot-Grün-Rot in der Hauptstadt. Das erfuhr das Handelsblatt aus Parteikreisen. 26 Vorstandsmitglieder stimmten dafür, drei dagegen, es gab null Enthaltungen.
In der Aussprache soll das Sondierungspapier, das die Spitzenkandidaten Elif Eralp (Linke), Werner Graf (Grüne) und Steffen Krach (SPD) am Samstag vorstellten, überwiegend positiv bewertet worden sein.
Kurz vor der Abstimmung am Montagabend wuchs jedoch der Druck aus dem Bund. In der Bundestagsfraktion formte sich Widerstand gegen ein Bündnis mit der Linken auf Landesebene. Zunächst hatten sich 20 Abgeordnete der SPD-Fraktion in einer gemeinsamen Erklärung gegen eine mögliche Koalition ausgesprochen. Inzwischen seien es bereits 25, berichtet eine Unterzeichnerin. Die Erklärung liegt dem Handelsblatt vor.
Das Papier unter dem Titel „Unser Wertekompass ist niemals verhandelbar“ unterzeichneten unter anderem der innenpolitische Sprecher Sebastian Fiedler, die frühere Bundesinnenministerin Nancy Faeser, Esra Limbacher, Claudia Moll, Andreas Schwarz, Markus Töns, Johannes Schätzl und Lina Seitzl.
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