Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Große Träume, harter Markt: Wie junge Designerinnen durchstarten

Дата публикации: 16-10-2026 06:33:43

Bei der Modenschau der Hochschule Trier präsentieren Studierende ihre ersten eigenen Kollektionen. Warum sich einige danach selbstständig machen und welche Risiken das birgt.

Основное содержимое страницы с новостью.

Der 104 Meter lange Laufsteg in der ehemaligen Reichsabtei St. Maximin in Trier steht. Doch von Glamour ist noch nicht viel zu sehen. Auf dem Boden liegen Kabel, Kleider hängen hinter der Bühne, überall wird gerückt, geschleppt und noch schnell etwas fertig gemacht. Die Anspannung ist spürbar. Denn für heute und morgen soll dort alles perfekt aussehen: Dann werden die Kollektionen der Trierer Modedesign-Studierenden vor Publikum und Jury präsentiert.

Im Designraum der Hochschule Trier herscht kurz vor der großen Modenschau Anspannung.

Entwürfe, Stoffproben und letzte Änderungen: Kurz vor der Modenschau der Hochschule Trier gibt es noch viel zu tun. SWR Verena Hafner

Für viele ist es der Moment, auf den sie monatelang hingearbeitet haben. Nächte an der Nähmaschine, unzählige Entwürfe, Stoffproben und Änderungen stecken in diesen beiden Abenden. Und es geht um mehr als den Applaus: Die 42 Absolventinnen und Absolventen kämpfen um Auszeichnungen, darunter der Modepreis der Stadt Trier und der Publikumspreis. Die "SHOW2026" ist damit Abschluss, Wettbewerb und für viele der erste große Schritt hinaus aus der Hochschule.

Drei Studentinnen gründen ihr eigenes Label

Für Melanie Limberg, Sarah Hüttemeister und Sarah Baader ein besonders großer Schritt: Sie sind dabei, sich selbstständig zu machen. Die drei 27-Jährigen haben während ihres Studiums das Wäsche-Label "MOANERIE" gegründet. Was als Aufgabe in einem Kurs für unternehmerisches Handeln begann, wurde zu einem echten Geschäft. Produziert wird in Trier - verkauft im Onlineshop.

Junge Designerinnen aus Trier haben neben dem Studium ihre eigene Marke gegründet.

Melanie Limberg, Sarah Baader und Sarah Hüttemeister haben neben dem Modedesignstudium ihre eigene Marke gegründet. SWR Verena Hafner

Der Reiz für die drei: Sie können selbst bestimmen, was ihre Marke ausmacht und welche Produkte sie entwickeln. In einem großen Unternehmen, sagen sie, sei man dagegen schnell nur für einen kleinen Teil einer Kollektion zuständig.

Wenn nicht jetzt, wann dann.

Doch die Freiheit hat ihren Preis. Bei "MOANERIE" kümmern sich die drei nicht nur um Design, sondern auch um Produktion, Organisation, Marketing, Steuern und Vertrieb. Die vergangenen Monate haben deshalb vor allem eines gekostet: Schlaf.

Es gibts viele neue Designs der Studentinnen und Studenten zum Thema 40 Jahre Welterbe Trier.

Die Designs der Studentinnen und Studenten hängen bereits hinter der Bühne. SWR Verena Hafner

Aber sie nehmen es mit Humor. Und mit einer ordentlichen Portion Mut. Denn, sie wissen: Gerade jetzt, nach dem Studium, ist die Chance da, es auszuprobieren. "Wenn nicht jetzt, wann dann?", freut sich Sarah Baader. Bei der "SHOW2026" zeigen sie deshalb nicht nur ihre eigenen Kollektionen. Mit einem Stand machen sie auch ihr Label sichtbar und damit den ersten Schritt aus der Hochschule hinaus in die Branche.

Eigenes Modelabel oder großes Modehaus?

Dass dieser Weg längst nicht für alle der richtige ist, sagt Dr. Christian Bruns. Der Professor für Modedesign und Studiengangsleiter kennt die unterschiedlichen Pläne seiner Studierenden. "Wir haben etwa 70 Prozent, die in große Unternehmen gehen, da ist von Adidas bis Dior alles dabei. Aber wir haben eben auch 30 Prozent, die sagen: Nee, ich möchte gründen, ich möchte mich selbstständig machen."

Manche wollen Sicherheit, andere möglichst viel selbst entscheiden.

Einen klaren Trend zur Selbstständigkeit sieht Bruns nicht. Für ihn ist das vor allem eine Typfrage: "Manche wollen die Strukturen und Sicherheit eines großen Unternehmens, andere möglichst viel selbst entscheiden." Die Hochschule versucht deshalb, auf beide Wege vorzubereiten.

Professor Christian Bruns und Designerin Daniela Johanni freuen sich auf die "Show2026".

Professor Christian Bruns und Designerin Daniela Johanni freuen sich auf die "Show2026". SWR Enrico Mathieu

Neben Gestaltung gehören auch Businesspläne und wirtschaftliche Fragen zum Studium. Denn die Modebranche ist ein hart umkämpfter Markt, in dem am Ende zählt, was über die Ladentheken geht, erklärt der Professor. Eine gute Idee und eine starke Kollektion allein reichen also nicht. Wer ein eigenes Label gründet, muss sich gegen viele andere Marken behaupten und gleichzeitig Produktion, Finanzierung, Verkauf und Marketing im Blick behalten.

Selbstständig in der Modebranche

Daniela Johanni kennt diese Seite der Branche aus eigener Erfahrung. Sie hat selbst in Trier Modedesign studiert und später ihr Label "NNI Studio" gegründet. Heute entwirft und produziert sie ihre Kollektionen in Trier, betreibt ein Atelier und einen kleinen Laden.

Selbst und ständig, die Floskel versuche ich eigentlich zu vermeiden, aber sie ist wahr.

Ihr Weg in die Selbstständigkeit war kein großer Sprung. Eher ein langsamer Übergang. Sie merkte schon während des Studiums, dass sie nicht nur Konzepte entwickeln, sondern ihre Ideen auch selbst umsetzen wollte, genau wie die drei Neugründerinnen. Heute bedeutet das vor allem: viel Verantwortung. "Selbst und ständig, die Floskel versuche ich eigentlich zu vermeiden, aber sie ist wahr", schmunzelt sie.

Mehr als nur Design: Es geht um Materialien, Lieferanten, Produktion, Personal, Verkauf und darum, dass am Ende alles finanzierbar bleibt.

Die Modebranche fordert nicht nur Kreativität, sondern auch Wirtschaftlichkeit. SWR Verena Hafner

Denn hinter einer Kollektion steckt für die Unternehmerin viel mehr Arbeit, als das, was später bei ihr im Laden hängt: Auch deshalb sagt sie den drei jungen Gründerinnen: An die schlaflosen Nächte sollten sie sich besser gewöhnen. Gleichzeitig rät sie ihnen, klein anzufangen, Dinge auszuprobieren und sich ein gutes Netzwerk aufzubauen. Denn gerade am Anfang könne niemand alles allein können.

Ein unvergesslicher Applaus

Doch bevor es um die Zukunft geht, gehört die Bühne erst einmal den Absolventinnen und Absolventen. Dann sind die Kabel verschwunden, die Musik läuft, und die monatelange Arbeit wird zu einem unvergesslichen Moment.

Eifel/Mosel/Hunsrück
Bildmontage: Smartphone auf dem der WhatsApp-Kanal SWR Studio Trier geöffnet ist. Dort finden Sie regionale Nachrichten von der Mosel, aus der Eifel oder dem Hunsrück.
Neues Angebot des SWR Studios Trier Nachrichten aus der Region Trier jetzt auf WhatsApp lesen

Das SWR Studio Trier ist jetzt auch auf dem Messenger-Dienst WhatsApp aktiv. Dort finden Sie regionale Nachrichten von Mosel und Saar, aus der Eifel, Hunsrück und Hochwald.

Die "SHOW2026" ist deshalb vielleicht beides: das Ende einer intensiven Studienzeit und der Anfang einer Suche. Nach dem eigenen Stil, dem eigenen Platz in der Branche und für manche vielleicht auch nach dem eigenen Namen über der Ladentür.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1От скетчей до собственного ателье: как попасть в мир моды после 50 лет0017-08-2020
2Как молодые российские дизайнеры создают новые тренды в украшениях0028-05-2021
3Молодежные IT-стартапы: как начать бизнес со студенческой скамьи0025-01-2022
4Студенты из Донецка создали модную коллекцию для садоводов014.9314-10-2026
5Wiener Manufakturen: Warum sie bewusst nicht expandieren0505-07-2026
6"При низком долларе на российские марки смотрели свысока": как создать бренд одежды0009-10-2020
7Was man in Trierer Museen sonst nie zu sehen bekommt 06.416-10-2026
8Карьерный тест-драйв: как работодатели развивают карьерный потенциал студентов01526-02-2026
92 Pittsburgh teens find their passion in restaurants: ‘The next generation is really talented’017.1414-07-2026
10Студенты московских колледжей создают изделия под своим брендом01021-08-2026

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 9.37. Источник: www.swr.de.