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Planverfahren abgeschlossen: Stadtrat gibt grünes Licht für neue Wohnanlage am Ostbahnhof Merzig

Дата публикации: 16-10-2026 09:37:00




Auf einem Gelände östlich des ehemaligen Ostbahnhofs in Merzig soll Wohnraum entstehen. Die Pläne mussten im Laufe des Verfahrens deutlich verändert werden. Grund war eine Eingabe der Gemeinde Losheim am See, der die angrenzende Bahntrasse gehört.



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Planverfahren abgeschlossen Stadtrat gibt grünes Licht für neue Wohnanlage am Ostbahnhof Merzig

Merzig · Auf einem Gelände östlich des ehemaligen Ostbahnhofs in Merzig soll Wohnraum entstehen. Die Pläne mussten im Laufe des Verfahrens deutlich verändert werden. Grund war eine Eingabe der Gemeinde Losheim am See, der die angrenzende Bahntrasse gehört.

16.10.2026 , 11:37 Uhr

Auf dem Gelände östlich des Ostbahnhofs in Merzig soll eine Wohnanlage entstehen.

Auf dem Gelände östlich des Ostbahnhofs in Merzig soll eine Wohnanlage entstehen.

Foto: Michael Rauch

Das Planungsverfahren für die Umgestaltung des Geländes um den früheren Ostbahnhof in Merzig ist abgeschlossen. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Bebauungsplan als Satzung beschlossen. Damit besteht Baurecht, die Arbeiten an dem Vorhaben könnten beginnen.

OB Marcus Hoffeld: „Ein tolles Projekt“

„Ein tolles Projekt soll hier entstehen“, sagte Oberbürgermeister Marcus Hoffeld (CDU) in der Sitzung. Die Projektgesellschaft MLS GmbH & Co. KG mit Sitz in Trier plant, eine neue Wohnanlage auf einem 3.7000 Quadratmeter großen Gelände östlich des ehemaligen Bahnhofs zu errichten. Das Gebäude soll vier Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss umfassen. Eine konkrete Angabe, wie viele Wohneinheiten vorgesehen sind, ist in den Planungsunterlagen nicht aufgeführt.

Die Pläne wurden im Laufe des Verfahrens deutlich verändert. Den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans „Bereich Ostbahnhof“ im beschleunigten Verfahren hatte der Stadtrat Ende März gefasst. Als der Entwurf zwischen Anfang April und Anfang Mai offengelegt wurde, ging eine Stellungnahme der Gemeinde Losheim am See als Eisenbahninfrastrukturunternehmen und Eigentümerin der Trasse der Merzig-Büschfelder Eisenbahn (MBE) ein. Darin wies ein von der Gemeinde beauftragter Rechtsanwalt darauf hin, dass ein Teil des für die Umgestaltung vorgesehenen Areals nie von Bahnbetriebszwecken freigestellt worden sei. Eine Bebauung sei demnach nicht möglich.

Gemeinde Losheim am See beabsichtigt Verkauf der Bahnstrecke

Darüber hinaus führe die Gemeinde Verhandlungen mit zwei Unternehmen, um die Bahnstrecke zu verkaufen. Sollten diese Verhandlungen zum Erfolg führen, solle auch die Bahnstrecke in absehbarer Zeit wieder in Betrieb genommen werden – und das Gelände um den Ostbahnhof für Gütertransporte auf der Schiene genutzt werden. Für das Areal östlich des Bahnhofsgebäudes lag allerdings ein Freistellungsbescheid vom Eisenbahn-Bundesamt vor, weshalb die Stadt den Geltungsbereich des Bebauungsplans darauf reduzierte.

Da sich die Planung so wesentlich verändert hat, war eine erneute Auslegung und Beteiligung der Öffentlichkeit erforderlich. Diese erfolgte vom 6. Juli bis 7. August. „Wesentliche Bedenken seitens der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange, sowie der Nachbargemeinden, sind nicht eingegangen“, hält die Verwaltung fest. Die Gemeinde Losheim am See reichte keine Stellungnahme mehr ein. Aus einer Erläuterung der Kreisstadt Merzig auf eine Stellungnahme der DB AG geht lediglich hervor: „Ebenfalls ist bekannt, dass die Gemeinde Losheim die Strecke zur Abgabe an einen anderen Betreiber vorbereitet.“

Investoren wollen ein weiteres Grundstück kaufen

Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf den Abschluss eines städtebaulichen Vertrages für den Bereich „Merzig Ostbahnhof“, dem der Stadtrat ebenfalls geschlossen zustimmte. Die Projektgesellschaft will ein weiteres Flurstück erwerben, das unterhalb des Ostbahnhofs Richtung Trasse liegt und bereits in die ursprüngliche Planung eingebunden war. „Dieses Grundstück wurde in der Vergangenheit für Bahnbetriebszwecke genutzt und ist derzeit noch nicht von Bahnbetriebszwecken freigestellt“, heißt es in den Unterlagen. Sollte die Gesellschaft das Flurstück erwerben, hat sie sich gegenüber der Stadt bereiterklärt, dort unter anderem zusätzliche Parkflächen zu schaffen. (cbe)

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