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Antrag in Moers : Untersuchung soll Abläufe bei Stadt und Enni prüfen

Дата публикации: 13-10-2026 15:30:00




Stadtverwaltung und Enni arbeiten im selben Konzern, doch Abstimmungen kosten Zeit. CDU und SPD wollen herausfinden, wo Arbeit unnötig wandert und Wege kürzer werden können.



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Antrag in Moers Untersuchung soll Abläufe bei Stadt und Enni prüfen

13.10.2026 · 17:30 Uhr

Die begrünte Fassade der Enni-Zentrale am Jostenhof.

Die begrünte Fassade der Enni-Zentrale am Jostenhof.

Foto: Norbert Prümen

Stadtverwaltung und Enni arbeiten im selben Konzern, doch Abstimmungen kosten Zeit. CDU und SPD wollen herausfinden, wo Arbeit unnötig wandert und Wege kürzer werden können.

Die Kooperation aus CDU und SPD im Moerser Stadtrat will die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Stadttochter – der Enni Stadt & Service AöR – auf den Prüfstand stellen und zukunftsfähig weiterentwickeln. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung der Christ- und Sozialdemokraten von Dienstag hervor.

Unter dem Titel „Moers 2030 – Gemeinsam effizienter“ bringen die Mehrheitsfraktionen demnach einen gemeinsamen Antrag auf den Weg, der eine unabhängige Untersuchung der bestehenden Aufgabenverteilung, Entscheidungsstrukturen und Kommunikationswege vorsieht.

Hintergrund, heißt es, seien die zunehmenden finanziellen Herausforderungen der Kommunen, der Fachkräftemangel und die steigenden Anforderungen an die kommunale Daseinsvorsorge. Ziel sei es, vorhandene Ressourcen besser einzusetzen, Verwaltungsabläufe zu vereinfachen und die Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns Stadt Moers nachhaltig zu verbessern.

Sitz der Stadtverwaltung: das Neue Rathaus an der Unterwallstraße.

Sitz der Stadtverwaltung: das Neue Rathaus an der Unterwallstraße.

Foto: Christoph Reichwein (crei)

„Viele engagierte und fachlich kompetente Beschäftigte“

„Wir haben in unserer Stadt und bei Enni viele engagierte und fachlich kompetente Beschäftigte. Aber wir müssen uns auch fragen, ob die Strukturen, in denen sie arbeiten, noch den heutigen Anforderungen entsprechen“, erklärt SPD-Fraktionschef Atilla Cikoglu. „Wenn Beschäftigte wertvolle Arbeitszeit für wiederholte Abstimmungen, Rückfragen oder unnötige Freigaben aufwenden müssen, fehlt diese Zeit an anderer Stelle. Unser Ziel ist es, Arbeitsabläufe so zu organisieren, dass mehr Zeit für die eigentlichen Aufgaben und damit für die Men-schen in Moers bleibt.“

Die Untersuchung soll laut CDU und SPD ausdrücklich beide Organisationen gleichermaßen einbeziehen. „Es geht weder um eine einseitige Überprüfung der Enni, noch um Kritik an der Stadtverwaltung. Vielmehr sollen die gewachsenen Strukturen, Zuständigkeiten und Abläufe gemeinsam und ergebnisoffen betrachtet werden“, wird CDU-Fraktionschef Michael Gawlik zitiert.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt den Fraktionen zufolge auf der Frage, ob bestehende Kontroll-, Berichts- und Freigabeverfahren in ihrem Umfang erforderlich sind. Ebenso solle untersucht werden, ob Aufgaben und Entscheidungskompetenzen sinnvoll verteilt seien und wie Kommunikationswege verbessert werden könnten.

Gemeinsame Verantwortung von Stadtverwaltung und Enni

„Wer Verantwortung übernimmt, muss auch die Möglichkeit haben, eigenverantwortlich zu handeln. Eine moderne kommunale Organisation braucht notwendige Kontrolle, aber ebenso Vertrauen in die Fachlichkeit ihrer Beschäftigten“, betont Cikoglu.

Für die Kooperationsfraktionen, heißt es, stehe dabei die gemeinsame Verantwortung von Stadtverwaltung und Enni im Mittelpunkt. Beide Organisationen sollten die Untersuchung partnerschaftlich vorbereiten und ihre jeweiligen Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge einbringen.

Ausdrücklich sollen dabei auch die Beschäftigten beteiligt werden. „Sie kennen die praktischen Abläufe und wissen häufig am besten, wo unnötige Arbeit entsteht und welche Veränderungen tatsächlich helfen können“, ergänzt Petra Kiehn, Co-Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Moers.

Konkretes Konzept mit klaren Verantwortlichkeiten

Wichtig ist der Ratsmehrheit nach eigenen Angaben auch, dass die Ergebnisse sollen nicht in einer bloßen Bestandsaufnahme münden. Erwartet werde ein konkretes Konzept mit klaren Verantwortlichkeiten, verbesserten Kommunikations- und Entscheidungswegen sowie kurz-, mittel- und langfristig umsetzbaren Maßnahmen, heißt es in der Mitteilung.

„Effizienz ist für uns kein anderes Wort für Personalabbau. Es geht darum, vermeidbare Arbeit zu reduzieren, die Beschäftigten zu entlasten und die kommunale Daseinsvorsorge dauerhaft zu stärken“, stellen die drei Fraktionsvorsitzenden abschließend klar. Mit dem Antrag wollten CDU und SPD die Verwaltung und Enni beauftragen, gemeinsam einen Vorschlag zum Umfang, Verfahren, Zeitplan und zu den Kosten der externen Untersuchung vor-zulegen.

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