Zuletzt stammten 43 Prozent des Wagniskapitals für deutsche Start-ups aus den USA. Ein EU-Fonds soll gegensteuern – mit Geld von Bund, Europäischer Investitionsbank und privaten Instituten.

Datenströme (Symbolbild): Europa will sich aus der Abhängigkeit von US-Wagniskapitalgebern befreien. Foto: Getty Images
Berlin, Brüssel. Europa will bis zu 80 Milliarden Euro für Technologie-Start-ups auf dem Kontinent bereitstellen. Das Fundraising für den Fonds der European Tech Champions Initiative (ETCI 2) befinde sich bereits in der heißen Phase, bestätigte eine Sprecherin der federführenden Europäischen Investitionsbank (EIB) dem Handelsblatt.
Das First Closing, also der erste formelle Abschluss, soll noch in diesem Jahr erfolgen. Danach kann der Fonds mit Investitionen beginnen, auch wenn noch weitere Kapitalzusagen möglich sind.
Es handelt sich dabei bereits um den zweiten ETCI-Fonds. Der erste Fonds, ETCI 1, war 2023 mit einem Gesamtvolumen von 3,9 Milliarden Euro gestartet. Das Kapital floss in insgesamt 15 Mega-Fonds mit jeweils mehr als einer Milliarde Euro Volumen. Deutschland beteiligte sich daran mit rund einer Milliarde Euro.
Der zweite Fonds soll deutlich größer ausfallen und ein Volumen von bis zu 15 Milliarden Euro erreichen. Damit sollen Gesamtinvestitionen von bis zu 80 Milliarden Euro in mehr als 1500 Wachstumsunternehmen in Europa möglich werden.
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