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Wandern, Staunen, Genießen: So vielfältig war der Tag des Schwäbischen Waldes 

Дата публикации: 21-09-2026 09:00:00

Beim Tag des Schwäbischen Waldes konnten Besucher vieles entdecken – und erfahren, woher die Redensart, anderen "das Wasser abzugraben" kommt.

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Stand: 21.09.2026, 11:00 Uhr

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Die historische Meuschenmühle bei Alfdorf war beim Tag des Schwäbischen Waldes ein beliebtes Ausflugsziel. (Archivbild)

Die historische Meuschenmühle bei Alfdorf war beim Tag des Schwäbischen Waldes ein beliebtes Ausflugsziel. (Archivbild) © Edgar Layher

Beim Tag des Schwäbischen Waldes konnten Besucher vieles entdecken – und erfahren, woher die Redensart, anderen "das Wasser abzugraben" kommt.

Alfdorf. Es sind spannende und historische Geschichten, die der Schwäbische Wald zu erzählen hätte, wenn er denn erzählen könnte. Einige davon wurden beim Tag des Schwäbischen Waldes am Sonntag (20. September) von den Wanderführern, bei den Römern und nahe der Mühlen erzählt. 

Historische Mühlen im Mittelpunkt

Nahe Gschwend und Alfdorf gab es vor allem bei den Mühlen dieses Jahr einige besondere Angebote. So nahmen Raphael Bader, Leiter des Alfdorfer Bauhofs, und Helmut Weller das alte Gatter bei der Hummelgautsche nahe der Heinlesmühle in Betrieb. Für die vielen Besucher, die das Gatter in Aktion bestaunten, hatten sie einiges zu erzählen und zu erklären. "Leider ist heuer wenig Wasser da", bedauerte Weller. In Jahren mit ausreichend Niederschlag sei ein Fichtenstamm von vier Metern Länge schon mal in 20 Minuten gesägt, erklärte er. "Doch jetzt kommt gerade einfach zu wenig Wasserkraft", hieß es weiter. Daher, so Bader, komme auch die alte Redensart, anderen "das Wasser abzugraben". Konkret bedeutet das: In früheren Zeiten waren die Müller untereinander in Konkurrenz, zumindest um die Wasserkraft. Also grub man dem anderen das Wasser ab, um schneller und besser mahlen oder sägen zu können. 

Familienangebote und regionale Spezialitäten

Raphael Bader und Helmut Weller vom Alfdorfer Bauhof zeigten das Gatter der Hummelgautsche in Betrieb.

Raphael Bader und Helmut Weller vom Alfdorfer Bauhof zeigten das Gatter der Hummelgautsche in Betrieb. © Rainer Baudermann

Familie Heuft war eigens zum Tag des Schwäbischen Waldes und den Vorführungen von Urbach zur Heinlesmühle und Hummelgautsche, die 2021 wieder in Betrieb genommen wurde, gekommen. Die Kinder bestaunten das Gatter und konnten im Freien und am Bach spielen: "Klasse Angebot hier", befanden die Eltern Heuft. Für den Hunger waren sie und weitere Besucher nebenan an der Heinlesmühle gut bedient: Die dortige Gastronomie hatte zum Beispiel Spanferkelbraten aus dem Holzofen im Angebot, außerdem gab es zur Erfrischung Eiskaffee und Aperol. Bei spätsommerlichen 23 Grad in der Sonne war das für viele ein Genuss.

Einblicke in das Müllerhandwerk

Auch bei der Alfdorfer Meuschenmühle gab es Angebote zum Tag des Schwäbischen Waldes, beispielsweise erhielt man bei der spannenden Führung durch die historische Mahlstube einen Einblick in die frühere Welt und Arbeit des Müllerhandwerks. Viele zog es dorthin, zunächst über die Wanderparkplätze des Schwäbischen Waldes und dann auf dem einen oder anderen Wanderweg.

Lesen Sie auch: Was die Mühlen aus dem Schwäbischen Wald besonders macht

Wer auf den Wanderwegen den Limes überquerte oder streifte, erfuhr von Hartmut Frey, dass bei römischen Mädchen und Frauen der "Luna-Anhänger" besonders beliebt war. Er symbolisiert, dass den Frauen die Fähigkeit zu Vorahnungen zugesprochen wurde. Beispielsweise für die Vorahnung, dass der Gatte einen Anhänger als Souvenir von einer Reise mitbrachte. Da ging ein Schmunzeln durch Wander- und Besuchergruppen. 

Wanderungen und Museumsbesuche

Eine Pause und Spanferkelbraten gab es bei der Heinlesmühle.

Eine Pause und Spanferkelbraten gab es bei der Heinlesmühle. © Rainer Baudermann

Nahe Gschwend war noch mehr geboten, darunter eine familienfreundliche Wanderung vom Hagbergturm zur Brandhofer Öl- und Sägmühle. Wer wollte, konnte dies mit einem Besuch im Museum Gschwend in Horlachen und der dortigen Ausstellung zum 125-jährigen Jubiläum des Hagbergturms verbinden. 

Der Schwäbische Albverein sowie die Mühlenbetreiber samt den Wanderführern von der Schwäbischen Wald Tourismus-Gemeinschaft hatten sich viel überlegt und umgesetzt, um den Tag und den Wald für die Besucher erlebnis- und abwechslungsreich zu gestalten. 

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