Klagt der Nachwuchs über Rückenschmerzen, haben viele Eltern rasch einen Verdacht: Das Kind schleppt zu viel Zeug von A nach B. Dabei belastet anderes den Kinderrücken viel mehr. Experten-Tipps.
Klagt der Nachwuchs über Rückenschmerzen, haben viele Eltern rasch einen Verdacht: Das Kind schleppt zu viel Zeug von A nach B. Dabei belastet anderes den Kinderrücken viel mehr. Experten-Tipps.
Viele Stunden am Tag auf dem Stuhl verbringen: Das ist Alltag für alle, die im Büro arbeiten – und auch für Schulkinder. Zwickt es beim Nachwuchs im Rücken, ist daher meist nicht der Schulranzen der Übeltäter, sondern fehlende Bewegung. Darauf machen die Fachleute der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) aufmerksam.
Und es gibt ihnen zufolge einen weiteren typischen Rückenschmerz-Auslöser bei Kindern und Jugendlichen. Neigt sich der Kopf bei der Benutzung von Tablets und Smartphones über längere Zeit nach vorn, kann das die Muskulatur im oberen Rücken überlasten und für fiese Verspannungen sorgen.
Oft gehen sie von allein wieder weg. Halten die Schmerzen über mehrere Wochen an oder treten auch im Ruhezustand oder nachts auf, sollten sie bei einer Orthopädin bzw. einem Orthopäden abgeklärt werden, rät die DGOU.
Am besten kommt es aber erst gar nicht so weit. Wofür Eltern ihre Kinder sensibilisieren können.
Auch Mini-Einheiten zählen. „Entscheidend ist, dass Bewegung selbstverständlich zum Alltag gehört und Sitzzeiten immer wieder unterbrochen werden“, so DGOU-Generalsekretär Bernd Kladny.
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Auch wenn der Schulranzen selten der Übeltäter ist: Es lohnt dennoch, darauf zu achten, dass das Kind sein Schulzeug möglichst rückenfreundlich von A nach B trägt. Eine wichtige Regel hier: Schwere Gegenstände sollten möglichst nah am Rücken verstaut werden.
Gut ist auch, wenn Eltern ihr Kind dafür sensibilisieren, dass es Ranzen oder Schulrucksack lieber nicht nur auf einer Schulter durch die Welt trägt, sondern auf beiden. Einseitiges Tragen bedeutet nämlich eine unnötige Belastung für Schultern und Wirbelsäule, so die DGOU.
Tablets gehören zum Schulalltag oft fest dazu. Damit der Kopf des Kindes bei der Benutzung nicht so sehr nach vorn kippt, ist es sinnvoll, das Gerät auf einer Halterung zu platzieren.
Im besten Fall befindet sich der Bildschirm auf Augenhöhe und das Kind kann seine Unterarme auf dem Tisch abstützen, so der Rat der DGOU. Ebenfalls wichtig: immer mal wieder die Sitzposition etwas verändern und die Augen vom Bildschirm lösen.
dpa
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