Eine Studie zeigt: 13 bis 16 Stunden Fasten in der Nacht können das Herz entlasten und wirken positiv auf die Blutzuckerreaktion, Blutdruck und Puls.
Eine neue Studie zeigt: Wer drei Stunden vor dem Schlafen nichts mehr isst und so nachts 13 bis 16 Stunden fastet, entlastet damit sein Herz. Die Methode wirkt positiv auf Blutdruck, Puls und die Blutzuckerreaktion.
Vor diesem Hintergrund rückt ein bislang unterschätzter Faktor in den Blick: der Zeitpunkt des Abendessens.
Laut einer Studie kann diese direkten Einfluss auf das Herz haben. Wer drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr isst und damit die nächtliche Esspause verlängert, kann
messbar verbessern.
Die Studie stammt von der Northwestern Medicine. 39 übergewichtige Erwachsene im Alter von 36 bis 75 Jahren nahmen teil. Sie galten als besonders gefährdet für sogenannte kardiometabolische Erkrankungen wie Herzleiden oder Typ-2-Diabetes. Ein Teil der Gruppe stellte seine Essenszeiten um. Die Teilnehmenden beendeten ihre letzte Mahlzeit mindestens drei Stunden vor dem Zubettgehen und fasteten insgesamt 13 bis 16 Stunden über Nacht. Die Vergleichsgruppe blieb bei 11 bis 13 Stunden Essenspause.
Wichtig: Niemand reduzierte die Kalorienmenge. Es ging ausschließlich um das Zeitfenster. Beide Gruppen dimmten zudem drei Stunden vor dem Schlafengehen das Licht. Damit sollte der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus unterstützt werden.
ANZEIGE
ANZEIGE
Nach einigen Wochen zeigten sich klare Unterschiede. In der Gruppe mit verlängertem Fasten sank der nächtliche Blutdruck um 3,5 Prozent. Die Herzfrequenz verringerte sich um 5 Prozent. Gleichzeitig nahm die Herzfrequenzvariabilität zu. Dieser Wert beschreibt die Fähigkeit des Herzens, flexibel auf Belastungen zu reagieren. Eine höhere Variabilität gilt als Zeichen für ein gut reguliertes Nervensystem.
Normalerweise sinken Blutdruck und Puls im Schlaf. Fachleute sprechen vom „Dipping“. Dieses nächtliche Absinken gilt als gesund. Fällt es aus oder ist zu schwach, steigt das Risiko für Herzprobleme. In der Fastengruppe zeigte sich ein ausgeprägteres Dipping. Herz und Kreislauf folgten wieder stärker dem natürlichen Rhythmus.
Zusätzlich lagen die nächtlichen Cortisolwerte niedriger. Cortisol ist ein Stresshormon. Ein niedrigerer Wert in der Nacht spricht für eine bessere Erholung.
Studienautorin Daniela Grimaldi erklärt: „Wenn wir unser Fastenfenster mit dem natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus abstimmen, verbessert sich die Abstimmung zwischen Herz, Stoffwechsel und Schlaf und das schützt die Herzgesundheit.“
Nicht nur das Herz profitierte. Auch der Zuckerstoffwechsel veränderte sich messbar. Beim oralen Glukosetoleranztest zeigten sich niedrigere Blutzuckerwerte. Der Körper reagierte schneller mit einer Insulinausschüttung. Der sogenannte 30-Minuten-Insulinogenitätsindex stieg an. Das bedeutet: Die Bauchspeicheldrüse setzte Insulin zügiger frei.
Die allgemeine Insulinsensitivität veränderte sich hingegen nicht deutlich. Die kurzfristige Reaktion auf Zucker verbesserte sich jedoch klar. Gerade für Menschen mit erhöhtem Diabetesrisiko ist das relevant. „Es kommt nicht nur darauf an, wie viel und was man isst, sondern auch wann man in Bezug auf den Schlaf isst“, sagt Co-Autorin Dr. Phyllis Zee.
Der menschliche Körper folgt einem 24-Stunden-Takt. Hormone, Blutdruck und Stoffwechsel sind auf Aktivität am Tag und Erholung in der Nacht eingestellt. Späte Mahlzeiten können diesen Ablauf verschieben. Der Körper bleibt länger im Aktivmodus, obwohl er sich bereits auf Ruhe vorbereiten sollte.
Wird die letzte Mahlzeit deutlich vorgezogen, kann sich der Organismus besser auf die Nacht einstellen. Herz, Nervensystem und Stoffwechsel arbeiten koordinierter zusammen. Diese Maßnahmen lassen sich einfach im Alltag umsetzen:
Spezielle Produkte sind nicht nötig. Auch Kalorien müssen nicht gezählt werden. Entscheidend ist die Essenszeit im Verhältnis zum Schlaf. Das Forschungsteam plant größere Folgestudien, um die Ergebnisse weiter zu prüfen.
Von Eva Schmitt
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Jede Stunde messbar: Spätes Schlafengehen erhöht den Körperfettanteil | 0 | 8.79 | 05-10-2026 |
| 2 | Essen Sie ihr Abendbrot bis 19 Uhr – die Fettverbrennung dankt | 0 | 11.1 | 25-08-2026 |
| 3 | Essens-Jetlag am Wochenende erhöht Risiko für Herzinfarkt | 0 | 11.13 | 26-09-2026 |
| 4 | Intervallfasten kann helfen, doch der 16:8-Effekt schrumpft | 0 | 6.27 | 08-09-2026 |
| 5 | Kardiologe empfiehlt: Die 5 Bausteine einer gesunden Abendroutine fürs Herz | 0 | 11.72 | 28-09-2026 |
| 6 | Longevity: Laut Harvard-Studie hängt ein klarer Tagesrhythmus mit einem langsamerem biologischen Altern zusammen | 0 | 9.51 | 17-09-2026 |
| 7 | Scientists reveal what seven days of fasting does to the human body | 0 | 6.45 | 05-10-2026 |
| 8 | Жир уходит ночью, снижается сахар: Названо лучшее время для ужина | 0 | 9.18 | 08-10-2026 |
| 9 | Закрывать, но не рот. Ученые объяснили, как похудеть на привычном рационе | 0 | 6.88 | 02-10-2026 |
| 10 | Врачи объяснили опасность приемов пищи в разное время для сердца | 0 | 12.74 | 05-10-2026 |