Kein Radioempfang mehr per Kabel oder Antenne? Dann bringen Tuner und Radio-Adapter digitale Radiosender per DAB und Internetradio auf jede Stereo-Anlage.
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Kein Radioempfang mehr per Kabel oder Antenne? Dann bringen Tuner und Radio-Adapter digitale Radiosender per DAB und Internetradio auf jede Stereo-Anlage.
Inhaltsverzeichnis
Dem bisherigen Radio-Empfang per UKW geht es zunehmend an den Kragen: Aus dem Fernsehkabel sind Radiosender weitgehend verschwunden, außerdem verabschieden sich immer mehr Haushalte vom
Kabelfernsehen. Dann sind Alternativen gefragt. Das Positive daran: Die Alternativen sind richtig gut! So sind über Digitalradio oder
DAB+nicht nur die bekannten privaten und öffentlich-rechtlichen Stationen empfangbar, sondern auch viele sehr hörenswerte neue Sender. In den meisten Regionen hierzulande klappt das ganz einfach per Zimmerantenne. Extrakosten fallen für DAB+ nicht an, mit dem Rundfunkbeitrag sind die Gebühren bereits abgegolten. Und die Bedienung ist dank alphabetischer Senderlisten unkompliziert und einfacher als je zuvor. Für den TV-Kabelanschluss gibt es ebenfalls passende Lösungen für die Stereo-Anlage, auch wenn da die Auswahl kleiner ist. Mit etlichen
Digitalradio-Empfängern ist außerdem Internetradio empfangbar. Damit ist die Senderauswahl am größten, was im Gegenzug die Bedienung etwas komplizierter macht.
Neue Stereoanlagen und AV-Receiver sind in der Regel mit DAB+ ausgestattet, auch die Auswahl an kompakten
DAB-Radiosetwa für die Küche oder für den Arbeitsplatz ist groß. Für ältere Stereoanlagen, die kein DAB+ empfangen und ansonsten noch topfit sind, gibt es Nachrüst-Empfänger schon ab weniger als 100 Euro. Die lassen sich an einen freien Stereo-Eingang (zum Beispiel "Aux" oder "CD") jeder Anlage anschließen. Viele dieser DAB+-Empfänger sind zusätzlich mit Bluetooth ausgestattet, sodass auch Musik und Podcasts vom Smartphone abspielbar sind. Darüber hinaus gibt es Modelle mit WLAN zum Empfang von Internetradio,
Spotifyund mehr. Der
Imperial DABMAN i410 BTbietet zwar Zugang zu Internetradio und verschiedenen Musikdiensten, klammert dabei jedoch ausgerechnet Spotify aus. Der kleine Radio-Adapter ist aber wie die großen Tuner direkt mit Tasten und Display steuerbar, andere kleine Adapter erfordern zwingend die jeweilige Fernbedienung dazu.
Der Technisat Digitradio 143 ist ein HiFi-Tuner im klassischen 43-Zentimeter-Format und komplett am Gerät bedienbar: Für die wichtigsten Funktionen finden sich eigene Tasten auf der Front, daneben ein Wählrad für das Menü im kleinen Farbdisplay. So klappt die Bedienung einfach, die weitläufige Senderlandschaft lässt sich mühelos durchforsten. Die Ausstattung ist mit DAB+, Internetradio, Podcasts, Spotify und Bluetooth komplett, die mitgelieferte Wurfantenne eher zweckmäßig als schön. Nichts auszusetzen gibt es am sauberen Klang – der war im Test ausgewogen, straff und störungsfrei.
Hama DIT2105SBTX: HiFi-Tuner mit vielen ExtrasHama
217,50 EUR
Der
Hama DIT2105SBTXbasiert auf der gleichen Plattform des Chip-Herstellers Silicon Frontier wie ähnliche HiFi-Tuner etwa von Technisat. Hier ist zusätzlich zu Spotify der Konkurrent Amazon Music abspielbar, außerdem Internetradio, Podcasts und eben DAB+. Die Bedienung fällt dank eigener Tasten für alle wichtigen Funktionen und Farbdisplay leicht. Am Klang gab es im Test nichts auszusetzen, schönes Extra ist die Möglichkeit, den Radioton an Bluetooth-Kopfhörer zu senden.
imperial oHG
98,14 EUR
Eine größere Programmvielfalt als mit dem
Imperial DABMAN i410 BTgibt es bei kaum woanders in der Preislage unter 100 Euro: DAB+, Internetradio und Bluetooth sind an Bord, außerdem einige Audio-Streaming-Angebote wie Amazon Music, Deezer und Podcasts. Schade nur, dass Spotify nicht dabei ist. An guten Stereoanlagen kann zudem unter Umständen der magere Tiefbass auffallen. Ansonsten überzeugt der Radio-Adapter mit sauberem Klang, einfacher Bedienung dank Farb-Display und Tasten am Gerät sowie mit schönen Extras wie einer USB-Aufnahmefunktion.
Für den Empfang von DAB+ sind die Digitalradios mit kleinen Stabantennen oder mit einer Wurfantenne ausgestattet. Ist der Sendemast von DAB+ nicht allzu weit entfernt und behindern nicht bauliche Gegebenheiten wie dicke Stahlbetonwände die Funkwellen, klappt damit der Digitalempfang. Bei schlechten Empfangsverhältnissen empfiehlt sich der Anschluss einer externen Antenne. In der Nähe eines Fensters ist der Empfang am besten, noch besser klappt er mit einer Außenantenne. In vielen Fällen lassen sich auch vorhandene Dachantennen weiterverwenden oder für DAB+ umrüsten. Da berät im Zweifel der örtliche Radio- und Fernsehtechniker.
Für den Kabelanschluss: Technisat Cablestar 100TechniSat
Cablestar 100
54,26 EUR
Ist kein Radioempfang per Antenne oder Internet möglich und ein TV-Kabelanschluss vorhanden, bringt der TechniSat Cablestar 100 das Radioprogramm auf die vorhandene Stereoanlage. Bei der ersten Inbetriebnahme füllt das kleine Kästchen schnell seine Senderliste, ein zweizeiliges Display macht die Programmauswahl einfach. Tasten hat der Empfänger nicht, stattdessen gibt es eine kleine Fernbedienung. Die Klangqualität war im Test makellos und sauber. Wer das große 43-Zentimeter-Format bevorzugt, bekommt mit dem
Vistron VT-855einen HiFi-Tuner für den Kabelempfang per DVB-C.
Für praktisch jede Stereo-Anlage gibt es passende Lösungen, um den Radioempfang von UKW auf digitale Wellen umzustellen. Tuner und Radio-Adapter mit DAB+ lassen sich problemlos anschließen, die Bedienung ist oft sogar komfortabler als bei analogem Empfang. Der Technisat Digitalradio 143 passt mit seinem Format perfekt zu klassischen HiFi-Anlagen. Außerdem lassen Ausstattung und Bedienbarkeit keine Wünsche offen, ebensowenig die Klangqualität. Der Albrecht DR50B ist nur mit dem Nötigsten ausgestattet, dafür aber ein günstiger Platzsparer.
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