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Nobelpreis für Neutrinoforscher Francis Halzen

Дата публикации: 06-10-2026 17:00:30

Der belgisch-US-amerikanische Physiker Francis Halzen wird 2026 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Seine Idee, das Eis der Antarktis als Detektor zu nutzen, ermöglichte den Nachweis hochenergetischer Neutrinos aus dem Universum.

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Physik-Nobelpreis 2026: Ehrung für einen Pionier der Neutrinoastronomie

Francis Halzen erhält den Nobelpreis für seine entscheidenden Beiträge zum Neutrino-Observatorium IceCube und die Entdeckung hochenergetischer Neutrinos astrophysikalischen Ursprungs

06.10.2026

4 Minuten

Der oberirdische Teil des Neutrinodetektors IceCube steht auf einer schneebedeckten Fläche in der Antarktis. Das Gebäude hat eine rechteckige Form mit zwei zylindrischen Seitentürmen und mehreren weißen Treppen und Geländern. Über dem Gebäude leuchten grüne und rötliche Polarlichter, die sich wellenförmig über den Himmel ziehen. Im Hintergrund ist die Milchstraße als heller, sternenreicher Streifen deutlich sichtbar.

Mit der Entscheidung, Francis Halzen den Nobelpreis für Physik des Jahres 2026 ungeteilt zu verleihen, ehrt ihn das Nobelpreiskomittee auf besondere Weise. Der 1944 im belgischen Tienen geborene Halzen erkannte, dass sich das Eis am Südpol nutzen lässt, um illustre Teilchen nachzuweisen, die als Neutrinos bekannt sind. Seine Vision und seine wissenschaftliche Führungsrolle waren von grundlegender Bedeutung für das Neutrino-Observatorium IceCube in der Antarktis. Mit dessen Hilfe können Forschende Neutrinos aus extrem energiereichen Prozessen im fernen Universum erfassen.

Neutrinos – geisterhafte Teilchen aus dem Kosmos

Bevor Sie den ersten Satz dieses Abschnitts zu Ende gelesen haben, sind bereits zwei Billiarden Neutrinos durch Ihren Körper hindurchgeflogen. Haben Sie etwas davon gemerkt? Nein? Können Sie auch gar nicht. Denn Neutrinos ist es egal, ob ihnen Materie im Weg steht oder nicht – sie sausen mit Lichtgeschwindigkeit hindurch. Vielleicht einmal in Ihrem Leben wird es passieren, dass eines dieser Neutrinos von einem „Ihrer“ Atomkerne gestoppt wird. Und selbst dann wird lediglich ein Proton in ein Neutron umgewandelt. Das merken Sie ebenfalls nicht.

Diese hohe Durchdringungsfähigkeit macht die geisterhaften Neutrinos für die Forschung interessant. Denn sie entstehen im Innern von Sternen ebenso wie im Umfeld von massereichen Schwarzen Löchern – überall dort, wo hohe Energien im Spiel sind und Kernreaktionen ablaufen. Sie sind die einzigen Boten, die uns direkte Informationen über die energiereichsten Prozesse im Universum liefern. Mit ihrer Hilfe sehen wir unmittelbar in die astrophysikalischen Quellen hinein.

Wenn da nur nicht ein Hindernis wäre: Wie lassen sich Teilchen nachweisen, die ähnlich schwer zu fassen sind wie die sprichwörtlichen Geister?

Hinzu kommt ein weiteres Problem: Hochenergetische Neutrinos von fernen Himmelsobjekten, denen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf die Spur kommen wollen, sind weit weniger zahlreich, als die eingangs genannte Zahl suggeriert. Die Neutrinos, die Ihren Körper durchdringen, stammen fast alle von unserer Sonne und haben vergleichsweise wenig Energie.

Ein älterer Mann mit grauem Haar und Bart steht vor einem neutralen, grauen Hintergrund. Er trägt eine runde Brille, ein gestreiftes Hemd und eine Armbanduhr am linken Handgelenk. Die Arme sind vor der Brust verschränkt, der Gesichtsausdruck wirkt ruhig und ernst.

Francis Halzen ist wissenschaftlicher Leiter des Neutrinodetektors IceCube und Professor an der University of Wisconsin–Madison. (Foto: Althea Dotzour / UW–Madison)

Schematische Darstellung des IceCube-Detektors in der Antarktis. Senkrechte Stränge mit Sensoren reichen von einer weißen Eisoberfläche tief in das blaue Eisvolumen. Im unteren Bereich sind entlang der Stränge farbige Lichtsignale in Grün-, Gelb-, Orange- und Rottönen zu sehen, die unterschiedliche Intensitäten anzeigen. Die Illustration visualisiert die Wechselwirkung eines Neutrinos mit einem Atomkern im Eis und die Registrierung der Lichtsignale durch die Sensoren.

IceCube nutzt einen Kubikkilometer Eis unter der Oberfläche der Antarktis als Messvolumen. Die Illustration zeigt die Wechselwirkung eines Neutrinos mit einem Atomkern des Eises und die farblich codierten Lichtsignale unterschiedlicher Intensität, die von Sensoren an senkrechten Strängen registriert werden.

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Классификация: Наука. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 11.57. Источник: www.riffreporter.de.