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Trump genehmigt Hinrichtung durch Erschiessen für Fort-Hood-Attentäter

Дата публикации: 06-10-2026 14:53:01

Erst vor wenigen Tagen misslang eine Hinrichtung im amerikanischen Gliedstaat Tennessee. Nun bewilligt Präsident Donald Trump eine Militärexekution. Es wäre die erste seit 1961.

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Erst vor wenigen Tagen misslang eine Hinrichtung im amerikanischen Gliedstaat Tennessee. Nun bewilligt Präsident Donald Trump eine Militärexekution. Es wäre die erste seit 1961.

06.10.2026, 16.53 Uhr

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Im Jahr 2013 wurde Nidal Malik Hasan zum Tode verurteilt. 2009 hat er auf einer Militärbasis 13 Personen getötet und 32 weitere verletzt.

Im Jahr 2013 wurde Nidal Malik Hasan zum Tode verurteilt. 2009 hat er auf einer Militärbasis 13 Personen getötet und 32 weitere verletzt.

Imago

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat die Hinrichtung des Majors Nidal Malik Hasan durch ein Erschiessungskommando genehmigt. Das gab der Sprecher des Pentagons Sean Parnell auf der Plattform X bekannt. Die Todesstrafe durch Erschiessung sei von Verteidigungsminister Pete Hegseth empfohlen worden. Ort und Zeitpunkt der Hinrichtung sind noch nicht festgelegt.

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Parnell bezeichnete Hasan im Post als Jihadisten. Während seiner Bluttat im Jahr 2009 habe er «Allahu Akbar» – arabisch für «Gott ist gross» – gerufen. Verteidigungsminister Pete Hegseth teilte den Beitrag des Pentagons. Dazu schrieb er lediglich: «Gerechtigkeit.»

Secretary of War Pete Hegseth has recommended — and President Donald J. Trump has approved — death by U.S. Army firing squad for convicted terrorist Nidal Malik Hasan, the jihadist who opened fire on unarmed American soldiers at Fort Hood in 2009. He killed 13 people and wounded…

— Sean Parnell (@SeanParnellASW) October 5, 2026

Was der Attentäter Nidal Malik Hasan im Jahr 2009 auf der texanischen Militärbasis Fort Hood getan hatte, schockierte die USA. Der Militärpsychiater Hasan begab sich mit einer privaten Waffe auf die Basis, wo sich Soldaten auf einen Einsatz in Afghanistan vorbereiteten. Dann schoss er, tötete 13 Personen und verletzte 32 weitere. Seine Kameraden waren zu diesem Zeitpunkt unbewaffnet.

Hasan konnte schliesslich durch Schüsse der Polizei gestoppt werden. Seither ist er gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Hasan ist laut amerikanischen Medienberichten ein Bürger der USA mit palästinensischen Wurzeln. Vor dem Anschlag soll er sich zunehmend radikalisiert haben. Die «New York Times» beschreibt das Blutbad in Fort Hood als die tödlichste Massenschiesserei auf einer amerikanischen Militärbasis.

Todesstrafe vom Militärgericht

2013 wurde Nidal Malik Hasan von Geschworenen eines Kriegsgerichts verurteilt. Wegen 13-fachen Mordes und versuchten Mordes in 32 Fällen erhielt er die Todesstrafe. Hasan verteidigte sich im Prozess selbst und bestritt die Tat nicht. Die Attacke auf seine Kameraden bezeichnete er als Vergeltung für die Kriege der USA in der muslimischen Welt. Als er das Massaker verübte, stand Hasan selbst ebenfalls kurz vor einem Einsatz in Afghanistan.

Militärische Exekutionen sind in den USA selten. Zurzeit sitzen laut der Non-Profit-Organisation Death Penalty Information Center (DPI) vier Personen im Todestrakt. Sollte Hasan exekutiert werden, wäre es die erste militärische Hinrichtung seit 1961. Damals wurde ein Armeeangehöriger gehängt, der wegen Vergewaltigung und versuchten Mordes verurteilt worden war.

Die Hinrichtung müsse nun frühestens nach 60 Tagen, jedoch nicht später als 150 Tage nach der Bestätigung Trumps durchgeführt werden, schreibt der amerikanische Sender ABC News unter Berufung auf die Richtlinien des Militärs.

Die geplante Hinrichtung von Nidal Malik Hasan könne noch gestoppt werden, schreibt die «New York Times». Sie verweist auf einen ähnlichen Fall im Jahr 2008. Die Hinrichtung wurde durch den damaligen Präsidenten George W. Bush genehmigt, sie wurde jedoch bis heute nicht vollstreckt.

Debatte über die Todesstrafe

Die tödliche Spritze ist laut dem DPI die am weitesten verbreitete Hinrichtungsmethode in den USA. Seit 1976 sind 1492 Exekutionen mittels der Giftspritze durchgeführt worden. Das Erschiessungskommando, mit dem Nidal Malik Hasan nun hingerichtet werden soll, ist weniger verbreitet. Im gleichen Zeitraum verzeichnet das DPI 6 Hinrichtungen mit dieser Methode.

Die Ankündigung zu Nidal Malik Hasans genehmigter Exekution kommt, wenige Tage nachdem ein Hinrichtungsversuch in den USA gescheitert ist: Die fünfzigjährige Christa Pike im Gliedstaat Tennessee hat laut bisherigen Erkenntnissen zwei Giftspritzen überlebt. Pike befinde sich derzeit in einem kritischen Zustand und werde im Spital behandelt, schreibt das DPI in einer Mitteilung vom Montag.

Ein Bild aus dem Jahr 2007 zeigt Christa Pike in einem Gericht in Tennessee.

Ein Bild aus dem Jahr 2007 zeigt Christa Pike in einem Gericht in Tennessee.

J. Miles Cary / USA Today Network

Laut den Anwälten von Christa Pike ist etwa eine Stunde vergangen, bis die intravenösen Zugänge für das Verabreichen der Mittel gelegt werden konnten. Während der Hinrichtung habe Pike über starke Schmerzen geklagt, und bei der Einlieferung ins Spital seien beide Arme geschwollen und mit Blasen übersät gewesen. Mit der Hinrichtung von Christa Pike hätte erstmals seit zweihundert Jahren wieder ein Todesurteil gegen eine Frau in Tennessee vollstreckt werden sollen. Pike wurde bereits 1996 zum Tode verurteilt. Sie hatte mit achtzehn Jahren eine Klassenkameradin ermordet. Der Fall Pike löste in den USA und international Debatten über die Todesstrafe aus.

Mit Agenturmaterial.

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Die zum Tode verurteilte Mörderin hätte schmerzfrei sterben sollen – stattdessen wird sie nun im Spital behandelt. Wie Fachleute sich die gescheiterte Exekution erklären.

Die «death penalty» erlebt in den USA ein politisches Revival. Doch die extremste Form der Bestrafung scheitert an ihren eigenen Widersprüchen. Zeit, dieses Relikt abzuschaffen.

Christa Pike sollte am Mittwoch hingerichtet werden. Doch die Vollstreckung scheiterte. Der Gliedstaat Tennessee steht nach dem zweiten gescheiterten Hinrichtungsversuch innerhalb weniger Monate in der Kritik. Nun ist auch der Gefängnischef zurückgetreten.

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