Lohnenswerte Tankstopps: In Europa gibt es überraschende Ausreißer mit vergleichsweise günstigen Spritkosten.
Die Herbstferien stehen vor der Tür und damit auch die ein oder andere Reise ins Ausland. Neben Unterkunft, Wetteraussicht und Ausflugsmöglichkeiten dürfte bei dem ein oder anderen auch die Höhe des Spritpreises eine wichtige Rolle spielen. Tatsächlich kann bei unseren europäischen Nachbarn mitunter deutlich an der Zapfsäule gespart werden.
Günstiger tanken? Ab nach Schweden!
Bei den Spritpreise in Europa gibt es mitunter deutlich Unterschiede: In Schweden ist Benzin im europäischen Vergleich besonders günstig, beim Diesel liegen Spanien und Ungarn vorn. Doch Preisbremsen und Steuervergünstigungen verändern die Lage laufend. Wer ins Ausland fährt, sollte deshalb nicht nur auf den Landesdurchschnitt schauen: An Autobahnen kann es deutlich teurer sein.
In einigen Ländern Europas tanken Sie aktuell deutlich günstiger.
Bild: Mit KI erstellt
Nach aktuellen Durchschnittspreisen kostet Super E10 in Deutschland laut ADAC derzeit 2,30 Euro pro Liter. In Schweden sind es 1,51 Euro – eine Differenz von 79 Cent. Beim Diesel liegt Spanien mit 1,83 Euro vorn. Das sind 59 Cent weniger als in Deutschland.
Die Spanne zwischen den Ländern ist groß: Bei Benzin beträgt der Abstand zwischen günstigstem und teuerstem Land bis zu 1,07 Euro je Liter. Beim Diesel sind es 67 Cent. Am meisten zahlen Autofahrer für E10 in Dänemark, für Diesel in der Schweiz. Häufig ebenfalls teurer als Deutschland sind die Niederlande.
Top 5 mit den günstigsten Benzin-Preisen
Die Preise bleiben in Europa hoch und reagieren auf politische Maßnahmen und die Entwicklung am Energiemarkt. Mehrere Staaten haben Steuern gesenkt oder Preisgrenzen eingeführt. Ein Teil dieser Hilfen ist inzwischen ausgelaufen, andere gelten nur befristet.
Das sind die aktuellen Spritpreise für Benzin und Diesel in Europa.
Bild: ADAC, Screenshot, teltarif.de
Auch der Konflikt zwischen den USA und dem Iran wirkt sich auf die Kraftstoffkosten aus. Ein Blick auf frühere Preisstände reicht daher nicht unbedingt aus, um die aktuelle Lage einzuschätzen.
Niedrigere Preise hängen häufig mit geringeren Steuern und Abgaben auf Benzin und Diesel zusammen. Die Staaten finanzieren sich teilweise über andere Einnahmen, etwa Zulassungssteuern, die es in Deutschland nicht gibt.
Auch Wechselkurse können den Vergleich beeinflussen. Verändert sich der Wert einer Landeswährung gegenüber dem Euro, wirkt sich das auf den umgerechneten Preis aus. Kraftstoff kann dadurch im Vergleich günstiger oder teurer erscheinen, ohne dass sich der Preis vor Ort im selben Maß verändert hat.
Tanktourismus: Der Umweg lohnt sich seltenGünstigere Preise in Polen, Slowenien, der Slowakei oder Tschechien können dazu verleiten, eigens zum Tanken über die Grenze zu fahren. Der ADAC rät jedoch davon ab, dafür lange Strecken oder größere Umwege in Kauf zu nehmen. Der zusätzliche Verbrauch und der Zeitaufwand können die Ersparnis schnell aufzehren.
Wer ohnehin in einem günstigeren Land unterwegs ist, kann den Tank vor der Heim- oder Weiterfahrt auffüllen. Für Reservekanister gelten Grenzen: Neben dem Kraftstoff im Fahrzeug dürfen bis zu 20 Liter im Kanister zollfrei mitgeführt werden. Größere Mengen müssen verzollt werden. Der Zoll kontrolliert stichprobenartig, besonders in den Grenzregionen Brandenburgs, Sachsens und Bayerns.
Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf die regionale Preisgestaltung. In vielen Ländern ist das Tanken an Autobahnen deutlich teurer als an Stationen abseits der Schnellstraße.
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