Real verliert das Derby – und Mourinho hat sofort einen Schuldigen: die Schiedsrichter. Der Real-Coach schimpft und sieht sich erneut als Opfer.
Real verliert das Derby – und Mourinho hat sofort einen Schuldigen: die Schiedsrichter. Der Real-Coach schimpft und sieht sich erneut als Opfer.
Real Madrid kassiert im Derby bei Atlético eine bittere 1:2-Pleite – und José Mourinho hat schnell einen Schuldigen gefunden. Nicht die eigene Mannschaft, nicht die enttäuschende Offensive und auch nicht die Rote Karte für Dean Huijsen stehen beim Real-Trainer im Mittelpunkt. Mourinho nimmt die Schiedsrichter ins Visier.
Der Portugiese nutzte die Pressekonferenz zur großen Abrechnung mit den Unparteiischen. Beinahe demonstrativ hatte er Ausdrucke von zwei Spielszenen dabei, in denen seiner Ansicht nach Atlético-Spieler hätten vom Platz fliegen müssen. Seine Botschaft: Real wurde benachteiligt.
„Der altbekannte Mourinho ist wieder da: Schimpftirade gegen die Schiedsrichter, Liste der Missstände, Erklärungen für die Presse...“, schrieb danach das Sportblatt „Marca“. Und „Sport“ befand: „Mourinho hat bereits die buddhistische Täuschung offenbart, mit der er nach 13 Jahren nach Madrid zurückgekehrt war.“
„Das Ganze war sehr seltsam“, wetterte Mourinho. Schon die Ansetzung von Miguel Ángel Ortiz Arias sei für ihn fragwürdig gewesen. Der Schiedsrichter habe keine internationale Erfahrung und sei mit dem Druck des Derbys nicht klargekommen, behauptete der 63-Jährige. Auch Video-Assistent Daniel Jesús Trujillo Suárez bekam sein Fett weg.
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„Die Geschichte der Partie ist hier“, sagte Mourinho, verzog leicht den Mund und hob die Augenbrauen. Es waren Fotos von Szenen, für die die beteiligten Spieler von Atlético die Rote Karte hätten bekommen müssen - so die Meinung des Portugiesen.
Mourinho inszenierte damit einmal mehr das Szenario, das ihn seit Jahren begleitet: Wenn es sportlich nicht läuft, rückt schnell die vermeintliche Ungerechtigkeit in den Mittelpunkt.
Statt über die eigene Leistung zu sprechen, richtet sich der Fokus auf die Umstände – und Mourinho selbst erscheint als derjenige, dem Unrecht widerfahren ist.
Dabei hatte Real genügend eigene Probleme. Die Offensive um Kylian Mbappé, Jude Bellingham und Vinícius Junior blieb blass, Huijsen flog nach Videobeweis vom Platz und Atlético nutzte die Überzahl konsequent. Erst Antonio Rüdigers Treffer in der 89. Minute ließ Real noch einmal hoffen.
Doch Mourinho hatte seine Erklärung längst gefunden. Für ihn war nicht nur Atlético der Gegner – sondern vor allem das Schiedsrichtergespann.
Die Folgen der Pleite sind dennoch eindeutig: Atlético zieht in der Tabelle an Real vorbei, während Spitzenreiter FC Barcelona inzwischen sechs Punkte Vorsprung hat.
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