Von 2028 bis 2030 sollen rund 54 Kilometer zwischen Sondershausen und Erfurt Nord erneuert werden. Die Kosten gibt die Bahn mit rund 417 Millionen Euro an.
Die Deutsche Bahn und der Freistaat Thüringen haben einen Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für den weiteren Ausbau der Bahnstrecke Erfurt–Nordhausen unterzeichnet. Das teilte die Deutsche Bahn am 24. September mit. Die DB InfraGO will von 2028 bis 2030 die noch ausstehenden rund 54 Kilometer zwischen Sondershausen und Erfurt Nord modernisieren. Das Land steuert nach eigenen Angaben zusätzliche Landesmittel von 10,3 Millionen Euro bei.
Vorgesehen ist eine umfassende Erneuerung der Schieneninfrastruktur. Nach Angaben der Bahn sollen Dutzende Kilometer neue Schienen, rund 62.000 Schwellen und 34 Weichen verlegt werden. Außerdem sollen Unterbau, Bahnübergänge und Ingenieurbauwerke wie Eisenbahnbrücken erneuert werden.
Acht neue elektronische Stellwerke sollen die bisherigen mechanischen und elektromechanischen Anlagen ablösen. Die Bahn verspricht sich davon stabilere Betriebsabläufe und eine höhere Betriebsqualität.
Reisehighlights Reisehighlights exklusiv für Sie Mehr Zehn Bahnhöfe zwischen Niederspier und Erfurt NordZusätzlich will die Bahn zehn Stationen modernisieren: Niederspier, Wasserthaleben, Greußen, Gangloffsömmern, Straußfurt, Ringleben-Gebesee, Walschleben, Kühnhausen, Erfurt-Gispersleben und Erfurt Nord. Geplant sind 55 Zentimeter hohe und 120 Meter lange Bahnsteige, weitgehende Barrierefreiheit, neue Beleuchtung und taktile Leitsysteme.
Der Ausbau soll in drei Etappen laufen. Der Abschnitt Sondershausen–Greußen ist von Juli 2028 bis Oktober 2029 vorgesehen, die Abschnitte Greußen–Kühnhausen und Kühnhausen–Erfurt Nord sollen ab Oktober 2029 folgen. Die Gesamtinbetriebnahme zwischen Sondershausen und Erfurt Nord plant die Bahn für 2030. Der Abschnitt Wolkramshausen–Sondershausen ist nach Angaben der Bahn bereits seit 2022 modernisiert; insgesamt umfasst der Ausbau zwischen Wolkramshausen und Erfurt Nord rund 67 Kilometer.
Batteriezüge ab Dezember 2028 geplantMit dem Ausbau sollen auf der Strecke batterieelektrische Züge fahren können. Auf dem Abschnitt Straußfurt–Erfurt Nord ist die Betriebsaufnahme laut Bahn ab Dezember 2028 vorgesehen. Die neuen Fahrzeuge sollen mehr Sitzplätze, barrierefreie Einstiege, Wlan, Videoüberwachung und elektronische Fahrgastinformationen sowie eigene Bereiche für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen bieten.
Die Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn, Cornelia Kadatz, erklärte, der Ausbau mache die Strecke fit für die Zukunft und verbessere das Reisen. Thüringens Minister für Digitales und Infrastruktur, Steffen Schütz, hob die Bedeutung der Verbindung für den Schienenverkehr in Nordthüringen hervor. Alle Angaben zu Kosten, Umfang und Zeitplan stammen von der Bahn und dem Freistaat; eine unabhängige Bestätigung liegt bislang nicht vor.
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