Nach der Vergiftung mehrerer Teilnehmer der russischen Biathlon-Juniorenmeisterschaften in Ufa wurde von den zuständigen Behörden nun ein Strafverfahren eingeleitet.

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Nach der Vergiftung mehrerer Teilnehmer der russischen Biathlon-Juniorenmeisterschaften in Ufa wurde von den zuständigen Behörden nun ein Strafverfahren eingeleitet.
Das berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf das Ermittlungskomitee für die Republik Bashkortostan. Die Ermittler untersuchen Verstöße gegen gesundheitliche Vorschriften, nachdem mehrere der 17- bis 18-jährigen Teilnehmer erkrankt waren.
Zuvor hatten die russischen Gesundheitsbehörden bereits eine epidemiologische Untersuchung an der Biathlon-Sportschule für den olympischen Nachwuchs in Ufa eingeleitet, in der die Betroffenen untergebracht waren.
Den Erkrankten sowie den Mitarbeitern wurden Speichelproben entnommen. Zudem analysieren die Behörden Lebensmittel-, Rohstoff- und Umgebungsproben, um die Infektionsquelle zu ermitteln.
Ausbreitung der Infektion soll verhindert werdenDarüber hinaus wurde vor Ort eine Gesundheitsinspektion durchgeführt. Nach Angaben von Rospotrebnadzor, der russischen Behörde für Gesundheitsschutz, wurden dabei bislang keine Faktoren festgestellt, die ein Infektionsrisiko darstellen.
Die Gesundheitsbehörden erklärten, sie würden die Lage weiterhin beobachten und Maßnahmen zur Verhinderung einer Ausbreitung der Infektion ergreifen. Zuvor hatte der Fall für einige Schlagzeilen gesorgt.
Sperre gegen Russland und Belarus hat BestandSeit 2022 sind Biathletinnen und Biathleten aus Russland und Belarus wegen des Kriegs in der Ukraine von internationalen Biathlon-Wettbewerben suspendiert.
Im Juni hatte der russische Verband Unterlagen bei der IBU eingereicht, in denen erklärt wurde, dass die erforderlichen Bedingungen erfüllt seien, um wieder teilnehmen zu dürfen. Nach der Prüfung der Unterlagen senkte die Internationale Biathlon-Union jedoch den Daumen.
Dennoch finden in Russland weiterhin Wettkämpfe statt - so wie jüngst die Juniorenmeisterschaften. Vor der Sperre hatten die Top-Stars des Landes in der Weltspitze mitgemischt. Ihre Rückkehr auf die internationale Bühne ist weiterhin nicht absehbar.
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