Die Augustsaison in einer italienischen Stadt läuft bislang schleppend an. Hoteliers hoffen auf eine steigende Nachfrage im weiteren Verlauf des Monats.
Die Augustsaison in einer italienischen Stadt läuft bislang schleppend an. Hoteliers hoffen auf eine steigende Nachfrage im weiteren Verlauf des Monats.
Die italienische Stadt Rimini startet verhalten in die Augustsaison: Viele Hotels an der Adriaküste verzeichnen in der ersten Woche des Ferienmonats eine zurückhaltende Nachfrage. Es sei eine ähnliche Entwicklung wie im vergangenen Jahr, berichtet die italienische Zeitung „Il Resto del Carlino“.
Früher galt der August als Höhepunkt der Sommersaison in Rimini, Hotelzimmer waren knapp und entsprechend teuer. Heute gibt es bereits Angebote ab 60 Euro pro Tag für eine Urlaubswoche. Laut „Il Resto del Carlino“ zählt die Stadt zu den günstigsten Reisezielen an der italienischen Adriaküste.
Viele Hotels in der Stadt versuchen, über niedrigere Preise Gäste zu gewinnen. „Das ist jedoch ein Fehler“, entgegnet Claudio Montanari, Präsident des Hotelverbands Federalberghi Riccione. „Wenn die Nachfrage in dieser ersten Woche begrenzt ist, und das nicht erst seit heute, sondern seit Jahren, dann liegt das Problem nicht am Preis.“ Seiner Einschätzung nach könnten Rabatte die Auslastung kaum steigern, sondern eher die Einnahmen der Hotels belasten.
Die Hotelbranche an der Adriaküste blickt verstärkt auf internationale Gäste. „Wir haben eine sehr gute Auslastung durch ausländische Gäste“, sagt Antonio Carasso, Präsident des Hotelverbands Promozione Alberghiera. „Das ist entscheidend, weil es für ausländische Urlauber keinen Unterschied macht, ob es die erste oder dritte Augustwoche ist. Dadurch können die Hotels auch diese Zeiträume besser auslasten.“
Zahlreiche Hotels reagieren auf eine schwache Buchungslage mit kurzfristigen Preissenkungen. Doch Rabatte führen nicht automatisch zu zusätzlicher Nachfrage, sondern können dazu führen, dass Gäste günstiger buchen, die ohnehin reserviert hätten, erklärt die Beratungsseite Vejora.
Deshalb sollten Hotels zunächst analysieren, ob tatsächlich der Preis das Problem ist oder andere Faktoren wie Nachfrage, Zielgruppen oder Vertriebskanäle eine Rolle spielen. Statt pauschaler Preisreduzierungen können gezielte Maßnahmen wie Mehrwert-Pakete, flexible Bedingungen oder eine bessere Segmentsteuerung sinnvoller sein.