Peter Maffay versteht die Wahlsiege der AfD als Ergebnis mangelnder Nähe der etablierten Parteien zu den Menschen. Für sich selbst sieht der Musiker eine Verpflichtung.
Peter Maffay versteht die Wahlsiege der AfD als Ergebnis mangelnder Nähe der etablierten Parteien zu den Menschen. Für sich selbst sieht der Musiker eine Verpflichtung.
Peter Maffay erklärt die Wahlerfolge der AfD mit einer „Unzulänglichkeit“ der demokratischen Parteien. „Sie haben die Bindung zu den Menschen verloren und ignorieren deren Grundbedürfnisse und Ängste. Sie sprechen nicht mehr deren Sprache“, sagte Peter Maffay, dessen Sohn gerade über die Vater-Kind-Beziehung gesprochen hat, dem Magazin „Stern“.
„Das hat dazu geführt, dass viele Menschen plötzlich die AfD wählen. Die sind nicht alle rechtsradikal“, ergänzte er. In seiner Rolle als Künstler müsse man Gegenwind aushalten können. „Es ist unsere Verpflichtung, uns zu äußern. Jetzt bequem zu sein, wäre gefährlich.“
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Der 76-Jährige engagiert sich seit Jahren für Toleranz, Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sein Appell in Regensburg fiel auch vor dem Hintergrund von Debatten über die politische Ausrichtung der Schlossfestspiele. In der ersten Reihe saß die Hausherrin Gloria Fürstin von Thurn und Taxis, die im Vorjahr die AfD-Vorsitzende Alice Weidel zu den Festspielen eingeladen hatte.
Musikalisch bereitet Maffay derweil ein neues Kapitel vor: Gemeinsam mit dem Sänger Johannes Oerding bringt er im Herbst das Album „Nashville“ heraus. Es soll am 2. Oktober 2026 erscheinen und elf gemeinsam eingesungene Songs enthalten. Der erste Titel des Projekts, „Ein Leben lang ist nicht lang“, wurde bereits bei einem gemeinsamen Auftritt vorgestellt.
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Nicht nur Maffay, der seinen Familienurlaub abbrechen musste, positioniert sich klar gegen die AfD. Nach dem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt ist Claudia Obert kurzerhand aus der CDU ausgetreten. „Weil die CDU versagt hat, hat die AfD Aufwind“, erklärt sie. „Die meisten Leute wissen gar nicht, was sie da wählen, die kotzt einfach nur alles an. Es ist eine reine Protestwahl, was man ja auch verstehen kann“, so der Reality-Star gegenüber „Bild“.
Julian F.M. Stoeckel warnt deutlich vor der AfD – er ist ebenfalls CDU‑Mitglied. Zwar ist er grundsätzlich der Meinung, dass es zwischen demokratischen Parteien keine Brandmauern geben sollte. Bei der AfD zieht er jedoch eine klare Grenze.
Auch Andreas Gabalier hat sich zum AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt geäußert. Der Schlagerstar ist überzeugt, dass die Leute in Deutschland Bedenken hätten. Gleichzeitig warnt er davor, alle 44 Prozent, „die da gewählt haben, alle als extrem rechts und Nazis zu verurteilen“.
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