Corinna Schumacher spricht in einer neuen Netflix-Doku offen über ihre Beziehung zu Michael. Dabei erinnert sie sich auch an den Widerstand ihrer Mutter.
Corinna Schumacher spricht in einer neuen Netflix-Doku offen über ihre Beziehung zu Michael. Dabei erinnert sie sich auch an den Widerstand ihrer Mutter.
„Meine Mutter war da voll dagegen“, sagt Corinna Schumacher laut „Bild“ in der Netflix-Produktion „Schumacher '94 – Die Geburt einer Legende“ über die Anfänge ihrer Beziehung zu Michael Schumacher. Die Dokumentation beleuchtet die Formel-1-Saison 1994, in der der damals 25-Jährige seinen ersten Weltmeistertitel gewinnt.
Der Grund für die Skepsis ihrer Mutter: Michael Schumacher, der von seinen Fans schmerzlich vermisst wird, sei damals vor allem durch seine kompromisslose Fahrweise auf der Kartbahn aufgefallen. „Michael war ja immer auf der Go-Kart-Strecke und hat eigentlich immer andere rausgeschubst. Meine Mutter hat immer gesagt: 'Guck dir den Schumacher an! Selber haben sie eine Go-Kart-Bahn zuhause, da schmeißen sie jeden raus, der irgendwas falsch macht, und jetzt schmeißt der die Leute raus!'“
Trotz der anfänglichen Vorbehalte entwickelte sich die Beziehung weiter. Corinna beschreibt in der Doku auch, wie eng sie Michaels Rennsportkarriere miterlebte: „Mein Herz fährt mit, wenn er gewinnt. Und auch, wenn er verliert. Mein Herz ist immer dabei.“
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Auch private Erinnerungen aus der gemeinsamen Zeit kommen zur Sprache. Nach dem Qualifying zum zweiten Rennen seien sie gemeinsam in die Hotelbadewanne gegangen, erzählt Corinna Schumacher. Dort habe sie ihm Neuigkeiten aus dem Fahrerlager erzählt. „Wenn Du mit jemandem zusammen bist, auf den du dich jeden Tag freust, das ist doch toll!“
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Für ihre Auseinandersetzungen hatten die beiden laut Corinna einen festen Ort: „Wir hatten eine Bank, auf der wir uns immer ausgesprochen haben, wenn etwas anlag. Wenn ich am Anfang lauter wurde, wurde er immer leiser.“
Ein weiterer persönlicher Rückblick betrifft die Musik. Paula Abduls „Rush Rush“ sei damals ihr gemeinsamer Song gewesen. „Das war damals unser Song. Wenn ich ihn heute höre, wenn ich im Auto bin, weine ich vor mich hin.“
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Die Doku richtet den Blick zugleich auf die dramatischen Ereignisse der Formel-1-Saison 1994. Nach den tödlichen Unfällen von Roland Ratzenberger und Ayrton Senna habe Corinna erstmals verstanden, wie gefährlich der Motorsport für Michael werden konnte: „Da haben wir zum ersten Mal verstanden, dass es wirklich gefährlich wird.“
Nach Sennas Unfall habe Michael Schumacher laut der Doku mit dem Gedanken gespielt, seine Karriere zu beenden. Willi Weber, sein damaliger Manager, berichtet, Schumacher habe ihm gesagt, dass er überlege, ob er das nächste Rennen fahren wolle. Corinna habe er diese Zweifel nicht mitgeteilt: „Er hat nicht zu mir gesagt, dass er das nicht mehr machen kann. Ich denke, er wollte mich beschützen.“
Die Dokumentation „Schumacher '94 – Die Geburt einer Legende“ startet am 2. Oktober 2026 weltweit auf Netflix. Netflix beschreibt den Film als Rückblick auf Schumachers ersten WM-Titel und die Saison 1994; neben Corinna Schumacher kommen unter anderem Flavio Briatore, Bernie Ecclestone, David Coulthard und Willi Weber zu Wort.