Menschen sprechen mittlerweile deutlich offener über ihre Gefühle und Meinungen. Wenn es nach dem „Corpus Delicti“-Schauspieler Alexander Fehling geht, nimmt das mittlerweile überhand.
Menschen sprechen mittlerweile deutlich offener über ihre Gefühle und Meinungen. Wenn es nach dem „Corpus Delicti“-Schauspieler Alexander Fehling geht, nimmt das mittlerweile überhand.
„Corpus Delicti“, der neue Film von Alexander Fehling (45), kommt am 1. Oktober in die deutschen Kinos. In dem dystopischen Thriller geht es um die emotionale Abstumpfung der Bevölkerung. Ein Thema, welches auch bei dem deutschen Schauspieler große Emotionen auslöst.
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Denn Fehling hat das Gefühl, dass die Menschen heute zu sensibel sind und zu viele Gefühle fühlen. „Es geht in unserer Gesellschaft fast nur noch um Gefühle; alle sind irgendwie hochemotional gegenüber jedem Thema“, so Fehling im Interview mit „SuperIllu“. „Alles, was man tut, triggert den anderen; ständig 'müssen' Grenzen gezogen werden – was sicher in vielen Fragen auch richtig ist …“
Daraus leitet der 45-Jährige auch gesellschaftliche Probleme ab. Fehling erklärt: „Ich finde – und damit mache ich mich vielleicht nicht übermäßig beliebt – Befindlichkeiten spielen heutzutage eine viel zu große Rolle.“
Da mahnt er: „Die, die sie haben und artikulieren, nehmen sich oft viel zu wichtig. Das zieht sich durch alle Bereiche: Politik, Wirtschaft und auch meine Branche.“
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Auch in einem neuen Interview mit der „Berliner Zeitung“ spricht der Schauspieler über aktuelle Gesellschaftsprobleme. So hätten die Menschen das Vertrauen ineinander verloren. „Vom Hier und Jetzt ist diese Welt ja gar nicht mehr so weit weg. Was ich daran bedenklich finde: dass Vertrauen als menschliche Kraft eine immer geringere Rolle spielt – sowohl in Einzelbeziehungen als auch gesellschaftlich“, so Fehling.
Er vermisse einen einfachen, früher alltäglichen Satz wie „Ich glaube dir das einfach“. Der Filmstar mahnt: „Dabei ist das doch die Basis menschlicher Beziehungen, deshalb brauchen wir einander. Aber wenn das obsolet wird, weil alles durch Zahlen belegt wird, dann tun wir das nicht mehr. Dann gehen wir immer weiter in die Vereinzelung – und das ist die Quelle jeglicher Katastrophen.“
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