Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Von Mutlangen in den chinesischen Shaolin-Tempel: Christian Schöll hat es erlebt

Дата публикации: 27-09-2026 10:13:00

Der Mutlanger Christian Schöll bietet Unterricht in den asiatischen Kampfkünsten Qigong und Tai Chi an. Erlernt hat er sie unter anderem in Tempeln der Shaolin-Mönche in China.

Основное содержимое страницы с новостью.

  1. Startseite
  2. Ostalb
  3. Schwäbischer Wald
  4. Mutlangen

Stand: 27.09.2026, 12:13 Uhr

Uns auf Google folgen

In Balance bleiben – selbst auf der chinesischen Mauer: Seit rund 15 Jahren betreibt Christian Schöll chinesische Kampfkunst. Als Trainer gibt er sein Wissen zur Erlangung körperlicher und geistiger Stabilität mittlerweile weiter.

In Balance bleiben – selbst auf der chinesischen Mauer: Seit rund 15 Jahren betreibt Christian Schöll chinesische Kampfkunst. Als Trainer gibt er sein Wissen zur Erlangung körperlicher und geistiger Stabilität mittlerweile weiter. © Christian Schöll

Der Mutlanger Christian Schöll bietet Unterricht in den asiatischen Kampfkünsten Qigong und Tai Chi an. Erlernt hat er sie unter anderem in Tempeln der Shaolin-Mönche in China.

Mutlangen. Aus einem Probetraining wurde eine Leidenschaft – und mittlerweile auch eine Berufung: Christian Schöll lehrt chinesische Kampfkünste, die er unter anderem in China bei den Shaolin-Mönchen vermittelt bekam. Im Interview spricht der 38-Jährige über hartes Training, tiefe Erkenntnisse und ambitionierte Pläne für die Zukunft. 

Herr Schöll, wie kommt ein damals junger Mann aus Mutlangen in einen chinesischen Shaolin-Tempel? 

Christian Schöll: Ich bin in Mutlangen aufgewachsen, habe dort die Realschule besucht und eine Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur absolviert. Sport habe ich schon immer viel gemacht: etwa Tennis, Fußball und Klettern. Doch mit Kampfkunst hatte ich bis dato nichts am Hut. Mit 22 Jahren habe ich auf dem Mutlanger Dorffest eine Aufführung des Schorndorfer Shaolin-Meister Yuan Lu gesehen. Das hat mich direkt begeistert – und ich habe mich für ein erstes Training angemeldet. Davor war ich jedoch schon einmal in China gewesen, weil ich meinen Onkel in Shanghai besucht habe. 

Aber der Weg zu den Shaolin war noch ein längerer, oder...?

Schöll: Ja, aber bei diesem ersten China-Besuch bin ich schon in mehrere buddistische Tempel gegangen. Und ich hatte sofort ein Gefühl von Zuhause. Das war 2007. 

Wie ging es dann weiter?

Schöll: Ich habe dann einige Jahre später bei besagtem Meister Lu mit dem Shaolin-Kung-Fu-Training begonnen. Trainiert habe ich in Schorndorf und in Mutlangen. Und zwar jeden Tag. Das war eine coole Zeit. 

So sieht es aus, wenn es beim Training im chinesischen Shaolin-Tempel so richtig zur Sache geht.

So sieht es aus, wenn es beim Training im chinesischen Shaolin-Tempel so richtig zur Sache geht. © Christian Schöll

Wie kam es, dass Sie später in chinesischen Shaolin-Tempeln Aufnahme fanden?

Schöll: Zwischenzeitlich hatte ich auch mit Qigong und Tai Chi begonnen. Also mit weiteren alten asiatischen Kampfkünsten. Auch mit Meditation habe ich mich beschäftigt und in der Pfalz die erste Ausbildung zum Lehrer abgeschlossen: im Qigong. 2018 war ich dann zum ersten Mal für längere Zeit in einem Shaolin-Tempel in der südwestchinesischen Provinz Yunnan, nachdem ich 2012 bei einer zweiwöchigen Reise mit Yuan Lu bereits einen in einer anderen Provinz kennengelernt hatte. 

Wie lange waren Sie da? 

Schöll: Beim ersten längeren Aufenthalt alleine vier Monate, später dann nochmals drei Monate. 

Wie läuft ein typischer Tag dort ab?

Schöll: Durchgetaktet. Es geht viel um Disziplin. Um 6 Uhr trifft man sich zur Meditation, um 7 Uhr gibt es Frühstück. Von 8 bis 12 Uhr findet das morgendliche Training statt. Um 14 Uhr geht es bis 18 Uhr wieder mit Training weiter, ehe es Abendessen gibt. Dann wird beispielsweise bis 21.30 Uhr meditiert. Aber die genauen Inhalte des Tagesablaufs ändern sich auch regelmäßig. 

Disziplin, Meditation und innere Einkehr hat der 38-Jährige in Einrichtungen der chinesischen Shaolin-Mönche gelernt.

Disziplin, Meditation und innere Einkehr hat der 38-Jährige in Einrichtungen der chinesischen Shaolin-Mönche gelernt. © Christian Schöll

Insgesamt waren Sie dreimal in solchen Shaolin-Tempeln, um sich in China ausbilden und schulen zu lassen. Wenn man dort monatelang gedrillt wird: Gab es Momente, in denen Sie Ihre Entscheidung bereut haben?

Schöll: Auf alle Fälle! Nicht nur einmal (lacht). Vor allem die ersten Wochen waren hart. Ich hatte permanent Muskelkater und Schmerzen. Und ich habe natürlich mein deutsches Zuhause vermisst, die Familie und die Freunde. 

Wie verständigt man sich dort überhaupt? Sprechen Sie chinesisch?

Schöll: Nur ein paar Brocken. Mit den anderen Schülern konnte ich mich auf Englisch unterhalten. Es waren auch ein paar Deutsche da. Mit den Meistern entweder chinesisch – oder es wurde ins Englische übersetzt. Man verständigt sich mit Händen und Füßen. Das Verbale ist beim Training aber gar nicht das Wichtigste: Denn das meiste lernt man durchs Abgucken und Nachmachen. 

Mittlerweile bieten Sie selbst Unterricht in Qigong und Tai Chi an: Was fasziniert Sie an diesen jahrtausendealten Kampfkünsten besonders? 

Schöll: Die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung mit dem eigenen Körper. Dass es möglich ist, ganz im Moment zu sein und sich ganz auf die Sache zu konzentrieren. Und die Erkenntnis, dass es eigentlich keine Grenzen gibt. Die Wahrnehmung von Spannungen im Körper ist der erste Schritt. Wenn ich diese entdeckt habe, kann ich sie loslassen. Der Blick nach innen ermöglicht es, sich jeden Tag tiefer kennenzulernen, ohne sich vom Äußeren ablenken zu lassen. 

Wo und wie finden Ihre Trainings-Workshops im Ostalbkreis statt?

Schöll: Bisher am Spraitbacher Stausee und im „Bühr's Secret Garden" auf dem Campus von Weleda in Wetzgau. Meine Freundin und ich planen, zukünftig noch mehr Workshops anzubieten. Zum Beispiel in Form von Wochenend-Seminaren oder auch einwöchigen Workshops. Wir wollen das, was uns guttut, auch anderen Menschen zugänglich machen. Unser nächster Wochenend-Workshop findet vom 2. bis zum 4. Oktober im Weleda-Pflanzengarten in Wetzgau statt.

Was ist das Wichtigste, das Interessenten mitbringen sollten?

Schöll: Auf jeden Fall Freude an Bewegung, Offenheit und die Bereitschaft, sich selbst etwas Gutes zu tun. 

Planen Sie einen weiteren Aufenthalt in China?

Schöll: Derzeit nicht. Aber wahrscheinlich werde ich im Januar nach Thailand reisen. Dort gibt es einen Ableger des „Shaolin Temple Europe" bei Kaiserslautern, den ich regelmäßig besuche. Das wird vermutlich meine nächste Reise sein. 

Zur Person: Christian Schöll

Christian Schöll wuchs in Mutlangen auf, wo er auch den Realschulabschluss ablegte und seine Ausbildung absolvierte. Der 38-Jährige hat eine bewegte berufliche Laufbahn hinter sich: Unter anderem lebte und arbeitete er auf der kleinen neuseeländischen Insel Great Barrier Island, legte zurück in Deutschland die Fachhochschulreife ab, war als Schweißer und Klimatechniker tätig, studierte einige Semester Maschinenbau und Mechatronik und arbeitete bei verschiedenen Firmen. 

Heute importiert Schöll neben seiner Tätigkeit als Kampfkunst-Lehrer selbstständig unter anderem Klangschalen, Räucherwaren und Textilie. Zukünftig plant er, sich beruflich verstärkt auf die Vermittlung der Kampfkünste zu fokussieren. 

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Великая битва за имбирь: новосибирский психолог устроила «соевый погром» из-за роллов010.4126-09-2026
2Известная российская блогерша пожаловалась на «карательную гинекологию» в Китае01029-09-2026
3НГ: Китайские специалисты стали заложниками в большой игре с афганским золотом08.3425-08-2026
4«Чёрная икра и эротика». Китайские коммунисты узнали рецепт спасения СССР09.2330-09-2026
5Muay Thai hero reveals disturbing claims about road rage driver after stepping in to protect two terrified women05.805-08-2026
6В Китае директора детсада уволили за мытье швабр в кухонных кастрюлях09.2730-09-2026
7Эксперт Козлов: заблудившиеся в пещере Крыма туристы переоценили свои силы01001-10-2026
8На Сахалине мужчина избил школьника на улице010.3129-09-2026
9Учитель снимал драки детей и получил два года тюрьмы08.4628-09-2026

Классификация: Мнения. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 10.39. Источник: www.schwaebische-post.de.