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So viel Geld gab es in der Leichtathletik noch nie: In Budapest locken 10 Millionen Dollar Preisgeld

Дата публикации: 11-09-2026 12:00:00

Das neue Leichtathletik-Format Ultimate Championship feiert an diesem Wochenende Premiere. Vor dem Wettkampf inszenieren sich die Athleten mit viel Bling-Bling – und fördern so die Markenbildung.

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So viel Geld gab es in der Leichtathletik noch nie: In Budapest locken 10 Millionen Dollar Preisgeld

Das neue Leichtathletik-Format Ultimate Championship feiert an diesem Wochenende Premiere. Vor dem Wettkampf inszenieren sich die Athleten mit viel Bling-Bling – und fördern so die Markenbildung.

11.09.2026, 14.00 Uhr

3 Leseminuten


Die Olympiasieger Noah Lyles (100-Meter-Lauf) und Armand Duplantis (Stabhochsprung) auf dem roten Teppich in Budapest.

Die Olympiasieger Noah Lyles (100-Meter-Lauf) und Armand Duplantis (Stabhochsprung) auf dem roten Teppich in Budapest.

Joel Marklund / Imago

«Jeeez!», sagt Usain Bolt und grinst. Kürzlich sprach er mit Asafa Powell über das Preisgeld, das bei der Ultimate Championship ausgeschüttet wird – und darüber, was sie verpasst haben. Für einen Sieg gibt es dieses Wochenende in Budapest 150 000 Dollar (130 000 Schweizerfranken). Das liegt weit über den Summen, die in der Leichtathletik sonst fliessen – oder damals flossen, als Bolt und Powell noch liefen.

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Es wirkt ironisch, ausgerechnet mit Usain Bolt über solche Summen zu sprechen. Der Superstar der Leichtathletik verdiente in seinen Spitzenjahren laut «Forbes» allein mit Werbe- und Ausrüsterverträgen um die 30 Millionen Dollar und brauchte kein Preisgeld. Doch der Jamaicaner weiss, dass er eine Ausnahme war. Und er will, dass sich sein Sport weiterentwickelt. Deshalb unterstützt er neun Jahre nach seinem Rücktritt als Gesicht das neue Format. «Ich finde es toll, dass die Leichtathletik eine andere Richtung einschlägt.»

An diesem Nachmittag ist bereits ersichtlich, dass die Ultimate Championship von World Athletics, die erstmals von Freitag bis Sonntag in Budapest ausgetragen wird, andere Wege einschlagen wird. Ein roter Teppich im Stadion löst die übliche Pressekonferenz ab, Athletinnen und Athleten kommen in Anzug und Sonnenbrille, in Kleidchen, in diamantbesetzten Couture-Jacken. Simon Ehammer trägt einen hellen Nadelstreifenanzug, Audrey Werro hat sich einen Ledergürtel um ein weisses Trikot geschnürt, und so ungewohnt stylish sitzt die Konkurrenz nun zusammen und plaudert für einmal entspannt miteinander. Eine nette Abwechslung zur Bahn, wo die grössten Ausrüster mit ihren Outfits während der Saison für Gleichförmigkeit sorgen.

Duplantis schrieb die Hymne selbst

Nun aber sollen die Athleten stärker im Zentrum stehen, mehr von ihrer Persönlichkeit zeigen. Der Olympiasieger im 100-Meter-Sprint Noah Lyles hat für die Ultimate Championship ein neues Konzept für die Präsentation der Athleten im Stadion erarbeitet, der Stabhochsprung-Weltrekordhalter Armand Duplantis hat mit «Gold» die Hymne des Anlasses geschrieben; er wird den Song auch im Stadion performen. Die Disziplinen finden einzeln im Scheinwerferlicht im sonst dunklen Stadion statt, der Rasen wurde dafür schwarz gefärbt.

Athletinnen wie Audrey Werro präsentierten sich für einmal nicht im Lauf-Outfit.

Athletinnen wie Audrey Werro präsentierten sich für einmal nicht im Lauf-Outfit.

Axel Kohring / Imago

Künftig soll das drei Abende dauernde Meeting in den Jahren ohne WM den Saisonabschluss bilden. Von Ausklang kann aber keine Rede sein, das Who is who steht am Start: Aufgeboten sind die letzten Weltmeisterinnen und Olympiasieger, die Diamond-League-Gewinner sowie Athletinnen, die sich in der zu Ende gehenden Saison mit ihren Leistungen aufdrängten.

15-mal so viel wie für einen Sieg in der Diamond League

Auch acht Schweizerinnen und Schweizer kämpfen um ihren Anteil am Preisgeld. 10 Millionen Dollar werden insgesamt ausgeschüttet, das ist mehr als in der kompletten Diamond-League-Saison 2026; die Summe stemmt der Veranstalter aus Ungarn. Mehr Geld gab es in der Leichtathletik nur in der Golden League, dem Diamond-League-Vorgänger. Damals teilten sich jene, die sämtliche Rennen der Serie gewannen, am Ende der Saison einen Jackpot von 1 Million Dollar, was allerdings nur wenigen gelang.

In Budapest gibt es neben den 150 000 Dollar für den Sieg 75 000 für den zweiten und 40 000 für den dritten Rang. Zum Vergleich: Die Diamond League zahlt für einen Sieg 10 000 Dollar, im Final zum Saisonende sind es 30 000 und für einzelne Disziplinen 60 000; diese Summe hat vergangene Woche in Brüssel auch Audrey Werro erhalten. Mit einem Sieg am Samstagabend in Budapest würde die Schweizer 800-Meter-Läuferin nicht nur ihre Outdoor-Saison ungeschlagen abschliessen, sondern auch das in dieser Saison verdiente Preisgeld beinahe verdoppeln.

Der World-Athletics-Präsident Sebastian Coe freut sich darüber, den Athleten endlich mehr Geld bieten zu können; der Leichtathletik-Weltverband hatte 2024 auch als erster Sportverband die umstrittene Entscheidung getroffen, die eigenen Olympiasieger mit 50 000 Dollar zu entlöhnen.

Und Usain Bolt – was wäre die eine Änderung, die er an der Leichtathletik vornehmen würde? «Oh, das ist eine Geschichte für ein andermal», sagt er und winkt ab. «Aber das hier ist ein guter Start.»

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Die Britin studierte Literatur, lebt in Venedig und motiviert sich mit Zitaten aus dem Film «Gladiator». Am Diamond-League-Final in Brüssel findet sie vor, was sie am meisten liebt: die grosse Bühne.

Alison dos Santos steigert sich über die 400 m Hürden um fast eine halbe Sekunde und rennt mit 45,80 Sekunden eine Fabelzeit. Danach setzt die Amerikanerin Masai Russell über 100 m Hürden in 12,09 eine neue Bestmarke.

Zwar hat sich der Fokus von TV-Bildern in Sportübertragungen in den vergangenen Jahren gewandelt. Aber noch nicht genug, findet die European Broadcast Union. Neue Standards sollen die Athletinnen nun besser schützen.

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