Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Mehr als 200 Tiere: „Manche Hunde bleiben ihr Leben lang im Dreherhof“

Дата публикации: 27-09-2026 21:10:00

Der Dreherhof arbeitet zeitweise über seiner Kapazitätsgrenze. Die Vorsitzenden Melissa Baker und Ronja Kauer erklären, welche Tiere besonders schwer zu vermitteln sind.

Основное содержимое страницы с новостью.

  1. Startseite
  2. Ostalb
  3. Aalen

Stand: 28.09.2026, 10:01 Uhr

Uns auf Google folgen

Im Tierheim Dreherhof kümmern sich die Mitarbeiter täglich um die Tiere.

Im Tierheim Dreherhof kümmern sich die Mitarbeiter täglich um die Tiere. © jb

Der Dreherhof arbeitet zeitweise über seiner Kapazitätsgrenze. Die Vorsitzenden Melissa Baker und Ronja Kauer erklären, welche Tiere besonders schwer zu vermitteln sind.

Aalen/Schwäbisch Gmünd. 35 Hunde, 95 Katzen, dazu Kleintiere, Vögel und Schildkröten: Im Sommer arbeitet der Dreherhof teilweise über seiner Kapazitätsgrenze. Verantwortlich für den Tierschutzverein Ostalb sind unter anderem die beiden Vorsitzenden Melissa Baker und Ronja Kauer. Sie kennen die Schicksale der Tiere, die Probleme bei der Vermittlung und die täglichen Grenzen des Tierheims aus erster Hand.

Im Gespräch erzählen sie, welche Tiere ihnen besonders nahegehen, warum manche Hunde jahrelang oder sogar ihr ganzes Leben im Dreherhof bleiben – und weshalb die Arbeit im Tierheim längst nicht nur mit Tieren zu tun hat.

Wenn Sie durch den Dreherhof gehen: Welche Tiere zeigen besonders deutlich, womit Sie gerade kämpfen?
Ronja Kauer:Da gibt es mehrere. Der alte Maine-Coon-Kater Hero wurde wegen der Obdachlosigkeit seines Halters abgegeben. Er war stark verwahrlost, abgemagert und verfilzt. Gleichzeitig haben wir viele Fundkätzchen, teilweise erst wenige Tage alt, mit starkem Katzenschnupfen und Parasitenbefall. Dann ist da Cane Corso Hulk. Er kam wegen tierschutzwidriger Zwingerhaltung über das Ordnungsamt zu uns. Er ist ein freundlicher Rüde, hat aber Krebs und leider nur noch eine begrenzte Lebenserwartung.
Melissa Baker:Gerade die hohe Zahl an Katzen bringt den Tierschutz im Ostalbkreis regelmäßig an seine Grenzen. Der Verein fordert deshalb seit Längerem Maßnahmen gegen die wachsende Zahl nicht kastrierter Katzen. Warum die Katzenpopulation auf der Ostalb zum Problem wird, lesen Sie hier.

Manche Hunde bleiben mehrere Jahre im Tierheim

Gibt es Tiere, bei denen Sie schon bei der Aufnahme wissen: Die Vermittlung wird sehr schwer?
Kauer: Ja. Bei Katzen sind das vor allem scheue, chronisch kranke und alte Tiere. Bei Hunden haben insbesondere große Tiere mit territorialem Verhalten oder Aggressionspotenzial schlechte Chancen. Manche dieser Hunde leben mehrere Jahre oder sogar ihr ganzes Leben im Dreherhof.

Das heißt: Der Dreherhof wird für manche Tiere tatsächlich zum Zuhause?
Baker: Ja. Und gleichzeitig kommen immer neue Tiere hinzu. Aktuell haben wir im Dreherhof 35 Hunde und 95 Katzen, rund 50 Kaninchen und Meerschweinchen, 20 Ziervögel und zwölf Landschildkröten. Weitere fünf Hunde und etwa 20 Katzen leben auf Pflegestellen. Im Sommer arbeiten wir damit an und teilweise über unserer Kapazitätsgrenze.

Wer einen Überblick über Tiere sucht, die aktuell vermittelt werden, findet hier weitere Hunde aus dem Ostalbkreis, die ein Zuhause brauchen.

Für Hunde gibt es ganzjährig Wartelisten

Was passiert, wenn dann jemand anruft und sein Tier abgeben möchte?
Baker: Für Hunde führen wir ganzjährig Wartelisten, für Katzen aus Privathaushalten von April bis Dezember. Notfälle nehmen wir aber immer auf – Fundtiere, behördliche Verwahrungen oder dringende Fälle aufgrund akuter Krankheit oder Verwahrlosung. Bei privaten Abgaben versuchen wir auch, über unsere Vermittlungshilfe eine Lösung zu finden.

Wenn ein Hund nicht den Erwartungen entspricht

Warum landen Hunde überhaupt bei Ihnen?
Baker: Häufig, weil sie nicht den Erwartungen entsprechen oder unerwünschtes Verhalten zeigen. Die Abgabe erscheint dann als schnelle Lösung, obwohl sich viele Schwierigkeiten mithilfe eines Hundetrainers bewältigen ließen. Auch sogenannte Corona-Hunde kommen zu uns, weil die heutigen Arbeitsbedingungen ihrer Halter nicht mehr zu den Bedürfnissen des Hundes passen.

Dass Vermittlung dennoch gelingen kann, zeigen mehrere Hunde aus der Region, die inzwischen ein neues Zuhause gefunden haben.

„Das sind nicht einfach Probleme“

Sind die Erwartungen an ein Tierheimtier manchmal schlicht zu hoch?
Baker: Viele Menschen haben Angst, ein Tier mit schwieriger Vorgeschichte und vielen Problemen aufzunehmen. Aber das sind nicht einfach „Probleme“. Es sind Erfahrungen und Lebensumstände, die ein Tier geprägt haben.
Kauer: Manche wünschen sich ein gesundes und dankbares Tier. Aber dafür gibt es keine Garantie. Zum Glück haben wir viele tolle Adoptanten, die ein Tier so nehmen, wie es ist.

So hilft der Dreherhof

Die flauschigen Australian Shepherd-Welpen haben einen schwierigen Start ins Leben gehabt – doch jetzt sind die Kleinen in liebevollen Familien.

Die flauschigen Australian Shepherd-Welpen haben einen schwierigen Start ins Leben gehabt – doch jetzt sind die Kleinen in liebevollen Familien. © Florian Wagner

Der Dreherhof nimmt Fundtiere, behördlich sichergestellte Tiere sowie akute Notfälle auf und versorgt sie medizinisch und pflegerisch. Wegen begrenzter Kapazitäten gibt es für private Tierabgaben teilweise Wartelisten.

Zusätzlich arbeitet der Tierschutzverein mit Pflegestellen, unterstützt Halter bei der Weitervermittlung und sucht gezielt passende, neue Zuhause – besonders für ältere, kranke oder verhaltensauffällige Tiere, die oft schwerer zu vermitteln sind.

Zwei kaputte Gläser und ein geretteter Vogel

Frau Baker, bei Ihnen begann der Tierschutz schon als Kind – mit einem Vogel und zwei kaputten Gläsern. Was ist passiert?
Baker: Meine Mutter war im Tierschutz aktiv. Einmal wollte ich Fliegen für einen geschwächten Vogel fangen und nahm dafür zwei neue Gläser. Die Fliege habe ich nicht erwischt, beide Gläser waren danach kaputt. Meine Mutter und mein Bruder haben schließlich die Fliegen gefangen. Der Vogel hat überlebt. Diese Geschichte zeigt für mich bis heute: Etwas kann im ersten Moment schwierig oder verloren erscheinen und trotzdem noch gerettet werden.

Auch beim „Bark Date“ in Niederalfingen zeigt sich, wie wichtig persönliche Begegnungen für die Vermittlung sein können.

Was könnte verhindern, dass Tiere im Dreherhof landen?
Kauer: Bei Katzen brauchen wir möglichst flächendeckende Katzenschutzverordnungen. Außerdem müssen sich Menschen vor der Anschaffung stärker bewusst machen, wie viel Zeit, Verantwortung und Geld ein Haustier bedeutet. Bei Hunden könnte eine Art Hundeführerschein helfen.

Und was wünschen Sie sich persönlich?
Baker und Kauer: Dass der Tierschutz mehr Gesicht bekommt und die Menschen genauer hinsehen. Und wir brauchen mehr Menschen, die aktiv mithelfen.

Zur Person

35 Hunde, 95 Katzen und viele weitere Tiere: Melissa Baker und Ronja Kauer über bewegende Schicksale, schwierige Vermittlungen und die Grenzen des Dreherhofs.

35 Hunde, 95 Katzen und viele weitere Tiere: Melissa Baker und Ronja Kauer über bewegende Schicksale, schwierige Vermittlungen und die Grenzen des Dreherhofs. © Julia Buchinger

Melissa Baker ist seit September 2024 Vorsitzende des Tierschutzvereins Ostalb mit Tierheim Dreherhof. Sie wurde gemeinsam mit ihrem Vorstandsteam gewählt. Beruflich ist Baker Betriebswirtin und bringt damit vor allem kaufmännische und organisatorische Erfahrung in die Vereinsarbeit ein. Schon bei ihrer Kandidatur warb sie für modernere Strukturen und mehr Offenheit nach außen. Im Tierschutz ist sie familiär vorgeprägt: Ihre Mutter Tanja Baker war zuvor selbst stellvertretende Vorsitzende des Vereins.

Zur Person

Das neue Leitungsteam des Tierschutzvereins Ostalb. Fünfte von rechts Melissa Baker (Vorsitzende), links daneben Dr. Ronja Kauer (stellvertretende Vorsitzende).

Das neue Leitungsteam des Tierschutzvereins Ostalb. Fünfte von rechts Melissa Baker (Vorsitzende), links daneben Dr. Ronja Kauer (stellvertretende Vorsitzende). © Jürgen Eschenhorn

Dr. Ronja Kauer ist seit September 2024 stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins Ostalb. Sie ist Tierärztin und arbeitet in der Tierarztpraxis Ostalb in Aalen. Im Vorstand bringt sie damit insbesondere die veterinärmedizinische Perspektive ein. Öffentlich äußert sie sich regelmäßig zu Tierschutz- und Tiergesundheitsthemen, etwa zur Versorgung verletzter Fundtiere oder zu gesundheitlichen Risiken für Haustiere. Gemeinsam mit Melissa Baker setzt sie sich unter anderem für Katzenschutzverordnungen ein.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1La feria alcanza los 1.685 animales por el auge de la recría07.7710-09-2026
2«Живая среда». Калужане нашли на ярмарке пушистых друзей09.7816-09-2026
3 Bárbara Febrel, veterinaria: “A veces pensamos que nuestro perro todavía aguanta, pero puede estar sufriendo más de lo que somos capaces de ver” 08.3404-09-2026
4Где с собаками гулять?09.2726-09-2026
5Chenoa explica la razón de ser de 'Dog House': «En España hay 300.000 abandonos de animales al año»08.2627-07-2026
6Chenoa explica la razón de ser de 'Dog House': «En España hay 300.000 abandonos de animales al año»08.2627-07-2026
7Водитель фермы устроил расстрел собак после жалоб начальства08.1627-09-2026
8❤️ МЫ СДЕЛАЛИ ЭТО ВМЕСТЕ! ПОСТ ОГРОМНОЙ БЛАГОДАРНОСТИ ЗА НАСТОЯЩЕЕ ...14.8327-09-2026
9❤️ МЫ СДЕЛАЛИ ЭТО ВМЕСТЕ! ПОСТ ОГРОМНОЙ БЛАГОДАРНОСТИ ЗА НАСТОЯЩЕЕ ...14.8327-09-2026

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: 0. Информативность: 11.63. Источник: www.schwaebische-post.de.