Erfolgreiche KI-Anwender wissen sehr genau, wie sie die Technologie wirklich gewinnbringend einsetzen. Wie Sie das jetzt auch schaffen.
Wenn es in Unternehmen beim Einsatz von KI ruckelt, liegt das fast nie an dem, was sie vermag oder nicht. Grund ist viel häufiger die Lücke zwischen den Zielen, die Chefinnen und Chefs setzen, und dem, was Wertschöpfungsketten, Betriebsmodelle und Technologie-Stacks hergeben.
Das kommt Ihnen bekannt vor? Sie sind damit nicht allein: 62 Prozent der Unternehmen beklagen mangelnde Abstimmung zwischen Abteilungen, 63 Prozent nennen die Anpassung von Arbeitsabläufen als Haupthindernis für eine erfolgreiche KI-Einführung. Nach einer Umfrage von Kearney und der Futurum Group fühlen sich nur 25 Prozent der CEOs ausreichend darauf vorbereitet, KI im gesamten Unternehmen einzusetzen.
Professor Cyril Bouquet von der IMD Business School in Lausanne, Christopher J. Wright, Chief Invention Officer beim Schweizer Technologieunternehmen Iprova und Julian Nolan, CEO von Iprova, beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit diesen Themen. Zusammen haben die drei Fachleute einen praktikablen Lösungsansatz entwickelt, der Unternehmen dabei helfen kann, deutlich mehr als bisher aus ihren KI-Investitionen herauszuholen.
Wenn Unternehmen entscheiden, wie sie die Vorteile der KI am besten nutzen, sollten sie sich selbst anhand von zwei wesentlichen Dimensionen einschätzen: Wie viel Einfluss haben wir auf den Weg von der Idee bis zur Markteinführung. Anders gesagt: Wie viel Kontrolle haben wir über die Wertschöpfungskette? Und wie viele dynamische, voneinander abhängige Technologien müssen wir integrieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben – wie groß ist also die technologische Breite, mit der wir umgehen müssen?
Zusammen stecken die Kontrolle der Wertschöpfungskette und die technologische Breite den Handlungsspielraum ab – und führen zu vier Strategien, mit denen Unternehmen das Potenzial von KI tatsächlich ausschöpfen können:
1. Fokussierte Differenzierung
Dieser Ansatz ist der richtige, wenn Unternehmen nur begrenzte Kontrolle über die Wertschöpfungskette haben und die technologische Bandbreite gering ist. Dies ist meist in reifen Branchen der Fall. Diese Organisationen haben tiefes Fachwissen in einem Teilbereich der Wertschöpfungskette – aber sie steuern nicht den gesamten Weg zum Markt. Sie setzen KI besonders erfolgreich ein, wenn es darum geht, Produkte oder Prozesse in klar abgegrenzten Bereichen zu optimieren und auf Tiefe statt auf Breite zu setzen.
2. Vertikale Integration
Dies ist eine gute Option für Unternehmen mit einer starken Kontrolle über die Wertschöpfungskette, aber einer begrenzten technologischen Breite. Sie müssen nicht jedem Technologietrend hinterherjagen, sondern können durch die gezielte Integration von KI in ihre bestehenden Prozesse große Wirkung erzielen: Etwa indem KI Erkenntnisse über interne Systeme hinweg verknüpft, Synergien aufzeigt und Effizienzpotenziale zwischen Daten, Abteilungen und Abläufen veranschaulicht.
3. Kollaboratives Ökosystem
Manche Unternehmen sind in technologisch komplexen Ökosystemen unterwegs. Sie können nicht steuern, wie ihre Lösungen letztlich den Markt erreichen. In einer solchen Situation hängt der Erfolg einer KI-Implementierung nicht von Alleingängen ab, sondern von strategischen Partnerschaften, die Innovationsrisiken, Infrastruktur und Fachwissen teilen.
4. Plattformführerschaft
Wenn Unternehmen über eine hohe technologische Breite und umfassende Kontrolle der Wertschöpfungskette verfügen, haben sie die Macht, Veränderungen anzustoßen und zu gestalten: Sie können Infrastruktur schaffen, Ökosysteme bauen und Produkte entwickeln. Hier beginnt die Kunst der Orchestrierung: Mithilfe von KI Standards setzen, Schnittstellen öffnen und Systeme gestalten, die andere gern nutzen und erweitern wollen.
Sie möchten mehr erfahren? Dann lohnt es sich, den gesamten Artikel samt Praxisbeispielen zu lesen. Hier finden Sie auch eine Matrix zur Selbsteinschätzung:
So finden Sie die optimale KI-Strategie für Ihr Unternehmen.Ich wünsche Ihnen einen schönen Mittwoch!
Herzliche Grüße
Christiane Sommer
PS: Noch ein Hinweis in eigener Sache: Wir möchten Sie einladen, den Harvard Business manager mitzugestalten. Wie das geht? Werden Sie Mitglied unserer Online-Research-Community „SPIEGEL Perspektiven“. Sie können einen Blick hinter die Kulissen der SPIEGEL-Gruppe werfen, zu der auch der Harvard Business manager und das manager magazin zählen. Wir möchten Ihre Meinung hören und Ihre Ideen sammeln, damit wir unser Angebot weiterentwickeln können. Die Teilnahme ist kostenfrei und unverbindlich. Hier können Sie sich jetzt registrieren.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Management: Was ehemalige Top-Manager über den Erfolg von Amazon verraten | 0 | 9.8 | 27-09-2026 |
| 2 | KI-Jobmarkt: Forscher, Entwickler und geschulte Anwender – in diesen Branchen können Sie mit KI-Kenntnissen punkten | 0 | 16.82 | 29-09-2026 |
| 3 | ChatGPT als Steuerberater: Wie KI dir bei Einsprüchen gegen das Finanzamt hilft | 0 | 8.31 | 27-09-2026 |
| 4 | Нейросети — твой личный «золотой билет» в партнёрках: как я ... | 0 | 6.29 | 01-10-2026 |
| 5 | KI-Rechenzentren: Tolle Technik, miese Bilanz | c’t uplink | 0 | 14.35 | 26-09-2026 |
| 6 | Logisches Denken ohne Menschen – KI in der Mathematik | 0 | 11.26 | 06-09-2026 |
| 7 | Künstliche Intelligenz: Warum Misstrauen gegenüber KI-Slop Führung schwächt | 0 | 13.87 | 27-09-2026 |
| 8 | От «Вечного стажера» к «Цифровому советнику» | 0 | 8.93 | 26-09-2026 |
| 9 | Diese Aufgaben übernimmt KI bei OpenAI – und diese Kompetenz nicht | 0 | 5.02 | 28-09-2026 |