Rund 600 Menschen haben am Montagabend (28.9.) auf dem Rathausplatz in Palma gegen die aktuelle Situation auf dem Wohnungsmarkt protestiert. Die Kundgebung stand im Zusammenhang mit dem Fall der 87-jährigen Maricarmen in Madrid, die vergangene Woche nach 70 Jahren aus ihrer Wohnung geworfen wurde. Die Proteste finden seit Tagen landesweit statt. Auf der Puerta del Sol im Zentrum Madrids gibt es ein eigenes Protestcamp. Mittlerweile gibt es eine Einigung mit der Eigentümerfirma, dass die alte Dame zurück in ihre Wohnung kann.
Rund 600 Menschen haben am Montagabend (28.9.) auf dem Rathausplatz in Palma gegen die aktuelle Situation auf dem Wohnungsmarkt protestiert. Die Kundgebung stand im Zusammenhang mit dem Fall der 87-jährigen Maricarmen in Madrid, die vergangene Woche nach 70 Jahren aus ihrer Wohnung geworfen wurde. Die Proteste finden seit Tagen landesweit statt. Auf der Puerta del Sol im Zentrum Madrids gibt es ein eigenes Protestcamp. Mittlerweile gibt es eine Einigung mit der Eigentümerfirma, dass die alte Dame zurück in ihre Wohnung kann.

Auch die bekannte Aktivistin Madó Farta war dabei. / Manu Mielniezuk
Da es sich aber nicht um einen Einzelfall handelt, fordern die Demonstranten die spanische Regierung auf, wie angekündigt am Dienstag ein Dekret zu verabschieden, damit solche Fälle sich in Zukunft nicht wiederholen und damit Ruhe auf dem angeheizten spanischen Mietmarkt einkehrt.
Zu den Forderungen, die von der mallorquinischen Mietergewerkschaft Sindicat de Llogaters gefordert werden, gehören unbefristete Mietverträge, das Einfrieren von Mieterhöhungen sowie eine Gesetzesreform, die dem missbräuchlichen Einsatz befristeter Mietverträge und von Zimmermietverträgen ein Ende setzen soll. Zudem forderte die Gewerkschaft Garantien, um weitere Zwangsräumungen wie jene zu verhindern, durch die Maricarmen zum Symbol der Proteste geworden ist.
Auch Politiker dabeiAuch Vertreter politischer Parteien nahmen an der Demonstration teil. Unter den Teilnehmern waren der Fraktionsprecher von Més per Mallorca im Balearen-Parlament, Lluís Apesteguia, die Podemos-Abgeordnete in Palmas Stadtrat Lucía Muñoz sowie der Fraktionssprecher des PSIB im balearischen Parlament, Iago Negueruela.

Noch eher übersichtlich: Das Protestcamp an der Plaça d'Espanya. / César Mateu
Derweil gibt es Bestrebungen, dass auch in Palma ein Protestcamp wie in Madrid entsteht. Rund 50 Personen verbrachten in Anschluss an die Demonstration die Nacht in Zelten an der Plaça d'Espanya. Inwieweit das Camp von den Behörden geduldet wird, bleibt abzuwarten.
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