Lösung für viele Probleme oder große Gefahr? Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz wird kontrovers diskutiert. Die Macher sprechen sich für ein langsameres Tempo bei der Entwicklung aus. Wie reagiert die Börse?
Lösung für viele Probleme oder große Gefahr? Die Zukunft der Künstlichen Intelligenz wird kontrovers diskutiert. Die Macher sprechen sich für ein langsameres Tempo bei der Entwicklung aus. Wie reagiert die Börse?
Quelle: dpa
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Dario Amodei, hier bei der Konferenz "Code with Claude", spricht sich für eine langsamere KI-Entwicklung aus. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Don Feria)
Befürchtungen rund um Künstliche Intelligenz (KI) belasten weltweit die Werte mit Fantasie bei diesem Trendthema. Aufkommende Forderungen nach einer verlangsamten Entwicklung der Technologie wirkten sich bereits in Asien aus, wo vor allem die Börse in Seoul mit den Aktien von SK Hynix und Samsung darunter litt. Die Bewegung schwappt aber auch nach Europa und in die USA über.
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Aus dem Dax wurden am Morgen des 14. Septembers die Titel der KI-Profiteure Siemens Energy, Infineon und Hochtief bis zu fünf Prozent tiefer gehandelt. Am breiteren Markt erwischte es die Aktien von Chip-Branchenausrüstern wie Aixtron, Suss Microtec und Jenoptik mit Abgaben von bis zu sechs Prozent ebenfalls deutlich. Die Papiere des US-Halbleiterkonzerns Micron fielen vorbörslich um vier Prozent.
Technologiewerte sind anfällig für ZweifelNach dem Schock eigenständiger KI-Hacking-Attacken sei er besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic. Er rief die Branche dazu auf, die Entwicklung ihrer leistungsfähigsten Modelle zu verlangsamen. Amodei bekam mit dieser Meinung prominente Rückendeckung, etwa von Tesla-Chef Elon Musk und dem Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, Sam Altman.
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„Es stellt sich nun die Frage, ob ein vorsichtigeres Entwicklungstempo bei KI die Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bremsen und damit die hohen Gewinnerwartungen der Branche gefährden könnte“, kommentierte die Experten der LBBW am selben Morgen. Die Nachfrage nach Rechenleistung und Infrastruktur bleibe hoch, doch gerade wegen ihrer Bewertung seien Technologiewerte anfällig für Zweifel an den gewaltigen Investitionssummen.
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Einem Börsianer zufolge ist die Debatte aber differenzierter, als es die Kursverluste suggerieren. Der Kernvorschlag beinhalte unabhängige Modellbewertungen durch Dritte, aber keinen Vorstoß, um die Ausgaben abrupt zu stoppen. Für die Technologie ergebe sich jedoch ein neues politisches Risiko. Er sieht in der Debatte den Startschuss für die Absteckung eines Regelwerks für KI-Sicherheit und Haftung.