Nintendo hat seinerzeit für den N64-Controller Ärger bekommen. Das ging sogar so weit, dass das Unternehmen kostenlose Handschuhe an Gamer:innen verschicken musste. Wie es dazu kam.
Nintendo hat seinerzeit für den N64-Controller Ärger bekommen. Das ging sogar so weit, dass das Unternehmen kostenlose Handschuhe an Gamer:innen verschicken musste. Wie es dazu kam.

Wegen des N64-Controllers geriet Nintendo in die Kritik. (Bild: Shutterstock/The Image Party)
Wer an das N64 denkt, denkt wahrscheinlich im nächsten Moment an Games wie Super Mario 64, The Legend of Zelda: Ocarina of Time und Goldeneye 007. Die Nintendo-Konsole hat zahlreiche Games hervorgebracht, die Spieler:innen stundenlang begeistert haben. Doch tatsächlich gibt es auch eine Geschichte rund um das Nintendo 64, die nur wenige Gamer:innen wohl noch kennen.
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Das Ganze passierte 2000, also vier Jahre nach dem Release des N64 in den USA. Damals einigte sich Nintendo mit dem Generalstaatsanwalt von New York wegen mehrerer Beschwerden zum Controller der Konsole. Der Grund: Offenbar gab es immer wieder Berichte von besorgten Eltern, deren Kinder Mario Party auf dem N64 spielten und sich aufgrund des Controllers Verletzungen zuzogen.
In der Reihe „Wisst ihr noch?“ blicken wir auf kuriose und spannende Ereignisse der Tech-Vergangenheit, die damals für Schlagzeilen gesorgt haben, heute aber kaum noch in Erinnerung sind. Hier könnt ihr alle Artikel der Reihe sehen.
Denn bei einigen Minispielen musste der Joystick des N64-Controllers schnell im Kreis gedreht werden. Statt das mit dem Daumen zu machen, nutzen die Gamer:innen stattdessen ihre Handfläche und rieben den Joystick darunter. Die Folgen sollen Schrammen, Blasenbildung und sogar Verbrennungen an den Handinnenflächen gewesen sein, wie aus dem Rechtsstreit hervorgeht. Eine Sprecherin des Büros des Generalstaatsanwalts sagte damals gegenüber Cnet: „Ein Kind brauchte danach sogar eine Tetanusspritze“.
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Sie fügte hinzu: „Das Alarmierende daran war, wie wenig Zeit die Kinder teilweise damit verbracht haben, das Spiel zu spielen, bevor sie verletzt wurden. Ein Elternteil sagte, dass sein Kind nur etwa 15 bis 20 Minuten gespielt hat, bevor es eine Verbrennung zweiten Grades erlitt.“ Die damalige Hotline, die Nintendo für den Support bei Mario Party eingerichtet hatte, empfahl, den Daumen oder Zeigefinger statt der Handfläche für die Minigames einzusetzen.
Wie Nintendo das Problem klären konnteLetzten Endes hat Nintendo aber eine Einigung mit dem Generalstaatsanwalt gefunden, bevor der Fall groß vor Gericht verhandelt werden musste. Das Unternehmen zahlte dem Generalstaatsanwalt 75.000 US-Dollar für entstandene Gerichtskosten. Die betroffenen Gamer:innen konnten sich über eine Hotline bis zu vier kostenlose Paare fingerloser Handschuhe sichern, um künftige Verletzungen zu vermeiden. Bei späteren Mario-Party-Ablegern wurden die Minispiele zudem etwas entschärft.
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Wie viele Handschuhe tatsächlich in Anspruch genommen wurden, ist nicht bekannt. Die Zahl könnte laut The New Leaf Journal recht gering ausgefallen sein. Denn der Prozess, die Handschuhe zu beantragen, war wohl enorm zeitaufwendig. Zudem wurden die fingerlosen Handschuhe ohne jedwede Logos oder Nintendo-Farben ausgeliefert, um zu verhindern, dass sie als Sammlerobjekt enden.
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