Künstliche Intelligenz ist mächtig genug, um eine Milliarde Menschen zu töten, wenn sie in die falschen Hände gerät, warnt Microsoft-Gründer Bill Gates. Wegen drohender Gefahren fordert der Milliardär mit Gesetzen den Missbrauch von KI zu begrenzen.
Microsoft-Mitgründer Bill Gates sieht die Gefahr, dass künstliche Intelligenz zum Tod von einer Milliarde Menschen führen könnte. Deswegen ist er für eine gesetzliche Regulierung der Technologie, wie der 70-Jährige in einem TV-Interview sagte.
„KI ist sicherlich mächtig genug, um Ereignisse voranzutreiben, die eine Milliarde Todesfälle verursachen“, antwortete Gates dem US-Sender NBC auf eine Frage zu aktuellen Warnungen, die Technologie könne die Menschheit auslöschen. „Es gab noch nie eine so mächtige Waffe, die so mächtig war wie die Kombination von Menschen mit bösen Absichten, die die neuesten KI-Werkzeuge einsetzen", sagte er. Zugleich schränkte Gates ein, dass es „ziemlich schwer“ wäre, „100 Prozent“ der Menschen zu treffen.
Wegen der Gefahren sei es „absolut“ notwendig, in Washington Gesetze dazu zu verabschieden, betonte der Microsoft-Mitgründer. Behörden und Politiker müssten sich auf verpflichtende Sicherheitsmaßnahmen und Aufsicht über die Technologie einigen. „Niemand glaubt, dass Selbstregulierung ausreicht“, sagte Gates.
Zuletzt hatten nach eigenständigen Hacking-Attacken durch KI-Software auch führende Labore wie Anthropic und der ChatGPT-Entwickler OpenAI sich dafür ausgesprochen, die Entwicklung künstlicher Intelligenz abzubremsen. Zudem forderten Sam Altman (41) CEO von OpenAI und Dario Amodei CEO von Anthropic diese Woche vor dem UN-Sicherheitsrat die USA auf, eine internationale Koalition zur Festlegung von KI-Sicherheitsstandards anzuführen. US-Präsident Donald Trump (79) hingegen spricht sich hartnäckig gegen eine Regulierung von KI aus.