Der 1. FC Kleve II ringt den BV Sturm Wissel nieder, es war aber deutlich schwerer als gedacht. Die Wisseler stellen sich nach der 2:12-Klatsche gegen Vernum radikal um und zwingen den Favoriten zu einem zähen Kampf. Warum Trainer Deckers trotz der Niederlage zufrieden ist.
27.09.2026 · 14:24 Uhr
Der BV Sturm Wissel – hier mit Kevin Deckers (Mitte) – verfolgte einen nervenaufreibenden Plan gegen den 1. FC Kleve II.
Foto: Markus van Offern (mvo)Goch/Kleve · Der 1. FC Kleve II ringt den BV Sturm Wissel nieder, es war aber deutlich schwerer als gedacht. Die Wisseler stellen sich nach der 2:12-Klatsche gegen Vernum radikal um und zwingen den Favoriten zu einem zähen Kampf. Warum Trainer Deckers trotz der Niederlage zufrieden ist.
Das hatte sich der 1. FC Kleve II sicher anders vorgestellt. Deutlich schwerer als erwartet wurde die Partie in der Fußball-Kreisliga A Kleve/Geldern beim BV Sturm Wissel. Am Ende setzte sich das Team vom Bresserberg knapp mit 2:1 (2:1) durch. Aber Wissel kämpfte und zeigte eine starke Reaktion auf die 2:12-Klatsche bei Grün-Weiß Vernum. Spielertrainer Robin Deckers hatte nämlich auch etwas verändert.
Er hatte seinem Team zwei taktische Varianten zur Auswahl gegeben. Die Mannschaft entschied sich für eine sehr defensive Marschroute. Und sie setzte diese von Beginn an konsequent um. Erst hinter der Mittellinie bauten die Wisseler ihre Abwehrreihen auf und machten so das Zusammenspiel der Gäste sehr schwierig. Die Klever bestimmten zwar von Beginn an das Geschehen, doch gegen läuferisch starke Wisseler fehlte es im letzten Angriffsdrittel einfach an Ideen und auch an der nötigen Genauigkeit.
Sturm Wissel dagegen setzte auf reines Konterspiel. Und das Team versuchte es nach Ballgewinnen auch aus der Entfernung. Gleich zweimal zog Robin Deckers kurz hinter der Mittellinie ab, doch der aufgerückte Klever Torwart Leon Doll ließ sich nicht überraschen. Nach 21 Minuten gingen die Gäste dann in Führung. Nach einer Flanke von der linken Seite war Kleves Angreifer Banstan Almohammed mit dem Kopf zur Stelle und traf ins Eck.
Trotz des Rückstandes blieben die Wisseler danach weiterhin in ihrer defensiven Grundordnung und setzten aufs Konterspiel. In der 37. Minute musste Leon Doll dann gleich zweimal hintereinander sein Können beweisen und hielt die knappe Führung der Klever fest. Nach 38 Minuten war er jedoch machtlos, als Kevin Deckers den Ball zu Robin Deckers spielte, der im Vollsprint seinen Gegenspieler abschütteln konnte und mit einem platzierten Flachschuss den umjubelten Ausgleichstreffer zum 1:1 erzielte.
Doch das Glücksgefühl beim BV Sturm Wissel hielt nicht lange an. Denn nur eine Minute vor dem Halbzeitpfiff verwandelte Erik Zillig einen Freistoß aus rund 28 Metern direkt zur erneuten Klever Führung. „Bei beiden Treffern sah unser Keeper nicht wirklich glücklich aus“, ärgerte sich Deckers über die Gegentore.
Nach dem Seitenwechsel dann das gleiche Bild: Der Gast aus Kleve bestimmte die gesamte Zeit das Spielgeschehen und kam zu der einen oder anderen Möglichkeit. Hochkarätige Chancen konnte sich das Team aber nicht erspielen. So stand für das Team am Ende ein verdienter 2:1-Arbeitssieg.
„Gegen so eine defensive Mannschaft habe ich selten gespielt. Am Ende sind die drei Punkte wichtig und nichts anderes“, sagte Kleves Trainer Christian Klunder.
Robin Deckers resümierte: „Ich weiß, es hört sich nach einer Niederlage komisch an, aber ich bin mit der Leistung sehr zufrieden. Und auch unser Keeper hat in Durchgang zwei noch das eine oder andere Gegentor verhindert und sich gesteigert.“
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