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Rad-WM der Männer live im Free-TV: Hier läuft das Straßenrennen heute

Дата публикации: 27-09-2026 06:30:00

Das Straßenrennen der Männer bildet am Sonntag den Abschluss der Rad-WM in Montreal. Ohne Titelverteidiger Pogacar ist der Kampf um Gold offen. Eurosport 1 überträgt live im Free-TV.

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Am Sonntag steigt der große Abschluss der Straßenrad-WM 2026 in Montreal. Im Stra­ßenrennen der Elite-Männer wird der neue Weltmeister gesucht. Nach knapp 274 Kilometern und mehr als 3800 Höhenmetern wartet auf die Fahrer eine der härtesten Entschei­dungen der gesamten Titelkämpfe.

Besonders spannend wird das Rennen durch die Abwesenheit von Tadej Pogacar. Der Tour-Champion und Titel­vertei­diger fehlt nach seinem schweren Sturz bei der Vuelta a  España verlet­zungs­bedingt. Damit ist der domi­nierende Fahrer der vergangenen beiden Welt­meis­terschaften nicht dabei und der Kampf um das Regen­bogen­trikot deutlich offener.

Zu den großen Namen gehören Remco Evenepoel, Mathieu van der Poel, Wout van Aert, Isaac Del Toro und Paul Seixas. Auch Deutschland schickt ein viel­seitiges Aufgebot ins Rennen. Im Mittelpunkt steht Florian Lipowitz, der allerdings nach seinem schweren Sturz bei der Tour de France noch nicht wieder bei 100 Prozent ist. Zuschauer können den WM-Showdown in Deutschland kostenlos verfolgen. Eurosport 1 überträgt das Stra­ßenrennen live im Free-TV. Über HBO Max und discovery+ gibt es das Rennen zudem im Stream.

274 Kilometer und 3800 Höhenmeter warten

Der WM-Kurs in Montreal verlangt den Fahrern nahezu alles ab. Insgesamt müssen im Stra­ßenrennen der Männer 273,7 Kilometer und rund 3803 Höhenmeter bewältigt werden. Zunächst führt die Strecke von Brossard in Richtung Montreal. Anschlie­ßend geht es auf den anspruchs­vollen Rundkurs rund um den Mont Royal. Dort warten mehrere Anstiege. Besonders die 2,3 Kilometer lange Côte Camillien-Houde dürfte im Verlauf des Rennens immer stärker in die Beine gehen. Hinzu kommt die kürzere und steilere Côte de Poly­tech­nique.

Selbst der Weg zur Ziellinie auf der Avenue du Parc steigt noch leicht an. Ein klassischer Massen­sprint ist auf diesem Profil deshalb kaum zu erwarten. Stattdessen benötigt der kommende Weltmeister eine Mischung aus Ausdauer, Klet­terstärke und Explo­sivität. Nach mehr als 270 Kilometern könnten gerade die wieder­holten Anstiege am Mont Royal für die entschei­dende Selektion sorgen. Rad-WM 2026 Rad-WM 2026
Bild: KI Generiert

Pogacar fehlt: Kampf um den WM-Titel völlig offen

Die größte Geschichte vor dem Rennen ist ein Fahrer, der gar nicht am Start stehen wird. Tadej Pogacar fehlt bei der Welt­meis­terschaft. Der Titel­vertei­diger hatte sich bei seinem schweren Sturz während der Vuelta a España verletzt. Damit fehlt ausge­rechnet der Fahrer, der die vergangenen beiden Straßen-Welt­meis­terschaften dominiert hatte. Für die Konkurrenz verändert sich dadurch die komplette Ausgangs­lage.

Statt mögli­cher­weise um den zweiten Platz hinter Pogacar zu kämpfen, können sich nun gleich mehrere Fahrer realis­tische Hoffnungen auf das Regen­bogen­trikot machen. Einer davon ist Remco Evenepoel. Der Belgier möchte nach seinem ersten Straßen-WM-Titel 2022 erneut Weltmeister werden. Mit Wout van Aert besitzt Belgien gleich­zeitig eine zweite hoch­karä­tige Option. Dadurch dürfte das belgische Team im Finale taktisch besonders interessant werden.

Evenepoel, van der Poel und Del Toro jagen Gold

Der Kreis der möglichen Weltmeister ist allerdings deutlich größer. Mathieu van der Poel bringt ein Profil mit, das hervor­ragend zum anspruchs­vollen Kurs in Montreal passen könnte. Auch Isaac Del Toro hat bereits gezeigt, wie gut ihm die Straßen rund um Montreal liegen. Der Mexikaner gewann zuletzt den Grand Prix Cycliste de Montréal und geht damit mit einem Erfolg auf einem ähnlichen Terrain in die Welt­meis­terschaft. Frankreich setzt große Hoffnungen auf Paul Seixas. Der erst 19-Jährige erhält die volle Unter­stüt­zung seiner Mannschaft und zählt ebenfalls zu den aussichts­reichen Kandidaten.

Daneben gibt es weitere Fahrer, die von einem offenen und aggressiven Rennen profitieren könnten. Gerade ohne den domi­nierenden Pogacar dürfte es für die großen Nationen schwieriger werden, das Rennen vollständig zu kontrol­lieren. Attacken könnten entspre­chend früh beginnen.

Lipowitz: „Die WM ist speziell, da kann viel passieren“

Auch Deutschland tritt mit mehreren inter­essanten Optionen an. Die größte Aufmerk­samkeit gilt Florian Lipowitz. Der 26-Jährige musste sich allerdings erst zurück­kämpfen. Vor rund zwei Monaten stürzte er im Zeitfahren der Tour de France schwer und brach sich das Schlüs­selbein. Es folgten eine Operation und zwei Wochen absolute Bettruhe. Trotzdem wollte Lipowitz seine Saison noch nicht beenden. Die WM wurde zum großen Ziel seiner Reha­bili­tation. „Das wäre sonst ein ganz schön langes Jahr geworden“, erklärt der Deutsche. „Ich brauchte ein Ziel, aus dem ich Motivation ziehen konnte. Das hat mir die Reha erleichtert.“

Seine Erwartungen hält Lipowitz allerdings bewusst niedrig. „Ich habe versucht, in der best­mögli­chen Form zu sein. Es wird sicher nicht für ein super gutes Ergebnis reichen.“ Ganz abschreiben möchte er seine Chancen dennoch nicht: „Aber die WM ist speziell. Da kann viel passieren.“ Intern wird seine Form bei etwa 80 Prozent einge­schätzt. Drei Rennen in Italien sollten ihm vor der WM wieder die nötige Rennhärte bringen.

Deutschland könnte mit Brenner und Engelhardt überraschen

Dass Lipowitz startet, könnte für die deutsche Mannschaft auch taktisch wertvoll sein. Bundes­trainer Jens Zemke bringt es auf den Punkt: „Der Name Lipowitz scheint über allem.“ Nico Denz soll Lipowitz im Rennen unter­stützen. Zemke bezeichnet ihn dabei als möglichen „Bodyguard“. Die Aufmerk­samkeit der Konkurrenz auf Lipowitz könnte gleich­zeitig anderen Deutschen Freiheiten verschaffen. Besonders Felix Engelhardt und Marco Brenner könnten davon profitieren.

Brenner überzeugte zuletzt bei der Vuelta und gewann dort eine schwere Bergetappe. Engelhardt erwartet in Montreal ein „hartes, ehrliches Ausschei­dungs­rennen“. Zum deutschen Aufgebot gehören außerdem Maximilian Schachmann und Georg Zimmermann. Der Verband peilt eine Top-10-Platzierung an. Ein Podi­umsplatz wäre angesichts der starken inter­natio­nalen Konkurrenz eine Über­raschung.

Kein Funk könnte für zusätz­liches Chaos sorgen

Eine weitere Beson­derheit könnte den ohnehin offenen Rennverlauf beein­flussen. Bei der Welt­meis­terschaft fahren die Profis ohne Teamfunk. Damit gewinnen Erfahrung, Posi­tionie­rung und das Gespür für die entschei­denden Renn­situa­tionen an Bedeutung. Maximilian Schachmann fasst die Anfor­derungen zusammen: „Auf dem Kurs braucht man gute Beine. Das sind schon mal 80 Prozent. Die restlichen 20 Prozent sind Taktik.“

Gerade auf dem anspruchs­vollen Rundkurs dürfe man sich keine Unauf­merk­samkeit erlauben. „Bei dem Kurs ist es wichtig, dass man aggressiv fährt, mit den Ellbogen ausgefahren. Die Position ist wichtig, man darf nicht schlafen“, erklärt Schachmann. Auch Bundes­trainer Zemke rechnet ohne Funk mit einem teilweise chaotischen Rennen. Deutschland möchte deshalb nicht lediglich im Feld mitschwimmen. Wenn mehrere deutsche Fahrer im Finale noch in einer aussichts­reichen Gruppe vertreten sind, sollen sie offensiv fahren und ihre Chancen suchen.

Rad-WM der Männer live im Free-TV bei Eurosport

Das Stra­ßenrennen der Elite-Männer findet am Sonntag, 27. September, statt und bildet den Abschluss der Straßenrad-WM 2026 in Montreal. Eurosport 1 überträgt das Rennen live im Free-TV. Damit können Radsport­fans die Entschei­dung um das Regen­bogen­trikot ohne zusätz­liches Sport-Abonnement im linearen Fernsehen verfolgen.

Auch online gibt es verschie­dene Möglich­keiten. HBO Max und discovery+ bieten die Rennen in voller Länge und auf Abruf an. Das ZDF zeigt zudem ausgewählte WM-Rennen über ZDFsportstudio.de. Eurosport 1 lässt sich mit einem entspre­chenden TV-Paket außerdem über waipu.tv und Zattoo empfangen.

Die Übertragung im Überblick:
  • Rennen: Stra­ßenrennen Männer Elite
  • Datum: Sonntag, 27. September
  • Distanz: 273,7 Kilometer
  • Höhenmeter: rund 3803
  • Free-TV: Eurosport 1
  • Livestream: HBO Max und discovery+
  • Weitere Streams: ausgewählte Rennen bei ZDFsportstudio.de
  • TV-Streaming: Eurosport 1 mit passendem Paket über waipu.tv und Zattoo
Wer nutzt die große Chance ohne Pogacar?

Selten war ein WM-Stra­ßenrennen der Männer im Vorfeld derart offen. Mit Pogacar fehlt der Titel­vertei­diger und große Dominator. Dadurch ergeben sich für zahlreiche Nationen völlig neue taktische Möglich­keiten. Evenepoel und van Aert geben Belgien mehrere Optionen, van der Poel bringt die Qualitäten für einen schweren Einta­geskurs mit, Del Toro kennt das Gefühl eines Sieges in Montreal bereits und Frankreich setzt große Hoffnungen auf Seixas.

Deutschland geht dagegen als Außenseiter ins Rennen. Bei Lipowitz bleibt nach seiner langen Verlet­zungs­pause offen, wie lange er mit den Besten mithalten kann. Gerade das könnte Brenner, Engelhardt oder Zimmermann allerdings Freiheiten verschaffen. Nach 273,7 Kilometern, mehr als 3800 Höhenmetern und einem mögli­cher­weise chaotischen Finale ohne Teamfunk wird am Sonntag feststehen, wer Pogacar als Straßen-Weltmeister ablöst.

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