Wichtigste Fakten FaktWertEinordnung GerätTRX5-0816 beziehungsweise STRX5-0816-ACUSB-Kabeltester, kein USB-Leistungsmesser Anzeige2,4-Zoll-FarbdisplayErgebnisse direkt am Gerät Unterstützte KabelanschlüsseUSB-A, USB-C, Micro-B 2.0, Micro-B 3.0, Mini-B, LightningNicht auf USB-C-zu-USB-C beschränkt VersorgungUSB-C: 5 V bei 50 mA; alternativ AAA: 1,5 VUnabhängiger Betrieb möglich Firmware des TestgerätsV5.01Zusätzliche Anzeige: TR52620 Erkannte BereicheUSB 2.0, USB 3.2, USB4, Thunderbolt 3, 4 und 5Erkennung über Verdrahtung und Kabelinformationen Untersuchte FunktionenLeitungsprüfung, Widerstandsmessung, E-Marker-AuslesungGeeignet zur Kabelidentifikation und Plausibilitätsprüfung Technische Eckdaten MerkmalSpezifikation oder FunktionHinweis USB-Power-Delivery-ErkennungPD unterhalb 65 W, PD 2.0/3.0 und PD 3.1Die Anzeige klassifiziert erkannte Fähigkeiten Messbare StrompfadeWiderstand zwischen relevanten Versorgungsleitungen, VBUS und Masse…
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| Fakt | Wert | Einordnung |
|---|---|---|
| Gerät | TRX5-0816 beziehungsweise STRX5-0816-AC | USB-Kabeltester, kein USB-Leistungsmesser |
| Anzeige | 2,4-Zoll-Farbdisplay | Ergebnisse direkt am Gerät |
| Unterstützte Kabelanschlüsse | USB-A, USB-C, Micro-B 2.0, Micro-B 3.0, Mini-B, Lightning | Nicht auf USB-C-zu-USB-C beschränkt |
| Versorgung | USB-C: 5 V bei 50 mA; alternativ AAA: 1,5 V | Unabhängiger Betrieb möglich |
| Firmware des Testgeräts | V5.01 | Zusätzliche Anzeige: TR52620 |
| Erkannte Bereiche | USB 2.0, USB 3.2, USB4, Thunderbolt 3, 4 und 5 | Erkennung über Verdrahtung und Kabelinformationen |
| Untersuchte Funktionen | Leitungsprüfung, Widerstandsmessung, E-Marker-Auslesung | Geeignet zur Kabelidentifikation und Plausibilitätsprüfung |
| Merkmal | Spezifikation oder Funktion | Hinweis |
|---|---|---|
| USB-Power-Delivery-Erkennung | PD unterhalb 65 W, PD 2.0/3.0 und PD 3.1 | Die Anzeige klassifiziert erkannte Fähigkeiten |
| Messbare Strompfade | Widerstand zwischen relevanten Versorgungsleitungen, VBUS und Masse sowie Masse und Schirm | Kontaktwiderstände fließen in die Messung ein |
| E-Marker | Auslesen von Kabeltyp, Strom- und Spannungsfähigkeit, Geschwindigkeit, Hersteller- und Identifikationsdaten | Nur bei vorhandener elektronischer Kennzeichnung |
| Kabelanschlüsse | USB-A und USB-C auf einer Seite; USB-C, Micro-B 2.0, Micro-B 3.0, Mini-B und Lightning auf der anderen Seite | Für ältere und aktuelle Kabelbestände |
| USB-C-Versorgung | 5 V bei 50 mA | Angabe auf der Verpackung |
| Batteriebetrieb | Eine AAA-Zelle mit 1,5 V; auf der Verpackung mit 200 mA angegeben | Unabhängig von Rechner oder USB-Netzteil |
| Prüfling oder Zustand | Messwert beziehungsweise Anzeige | Kontext |
|---|---|---|
| Schwarzes Kabel mit Thunderbolt-3-Symbol | VBUS-GND: 107 mΩ | Der Hersteller weist auf eine Toleranz von ungefähr ±10 Prozent hin |
| Schwarzes Kabel, E-Marker | 20 V, 5 A, maximal 100 W | Passives Kabel; keine EPR-Klassifizierung |
| Schwarzes Kabel, Datenklassifizierung | USB 3.2/USB4 Gen2, 10 beziehungsweise 20 Gbit/s | High-Speed-Leitungen vollständig vorhanden |
| Schwarzes Kabel, E-Marker | Vendor-ID 0x20C2, Hardware 0x03, Firmware 0x01 | Die Vendor-ID bezeichnet nicht zwingend die Marke des Kabels |
| Apple-Kabel des iPhone 17 Pro Max | VBUS-GND: 295 mΩ | Ungefähr das 2,8-Fache des Messwerts des schwarzen Vergleichskabels |
| Apple-Kabel, Datenprüfung | USB 2.0 erkannt; USB 3.2 und USB4 nicht erkannt | SuperSpeed-TX/RX-Paare fehlen |
| Apple-Kabel, E-Marker | Kein E-Marker erkannt | Für ein normales 3-Ampere-Kabel nicht automatisch ein Fehler |
| Apple-Kabel, PD-Anzeige | PD unterhalb 65 W erkannt; PD 2.0/3.0 und PD 3.1 nicht erkannt | Das Kabel ist primär auf Laden und USB-2.0-Daten ausgelegt |
Der TRX5-0816 steht zwischen einfachem Durchgangsprüfer und professioneller Hochfrequenzmesstechnik. Ein USB-Powermeter wie das FNB58 untersucht Spannung, Strom und ausgehandelte Power-Delivery-Profile während des Betriebs. Der Treedix setzt früher an und analysiert das Kabel selbst. Gegenüber einem vollständigen USB4- oder Thunderbolt-Compliance-Test ist sein Funktionsumfang deutlich kleiner, für die tägliche Fehlersuche aber unmittelbar praktischer: Er zeigt, ob ein Kabel überhaupt die erwarteten Leitungen besitzt, ob ein E-Marker vorhanden ist und ob der Strompfad auffällig hohe Widerstände aufweist.
Der Vergleich der beiden Kabel bestätigt diese Positionierung. Das schwarze Kabel ist vollständig für schnelle Datenleitungen beschaltet, meldet 100 W und erreicht laut E-Marker 10 beziehungsweise 20 Gbit/s. Das Apple-Kabel ist dagegen ein USB-2.0-Ladekabel ohne E-Marker und ohne SuperSpeed-Leitungen. Beide verwenden äußerlich USB-C-Stecker, erfüllen aber klar unterschiedliche Aufgaben.
StärkenErkennt die tatsächliche Leitungsbeschaltung statt nur den praktischen Zustand „funktioniert“ oder „funktioniert nicht“.Liest bei geeigneten USB-C-Kabeln E-Marker-Daten einschließlich Strom-, Spannungs- und Geschwindigkeitsangaben aus.Macht deutliche Unterschiede bei den Strompfaden sichtbar, beispielsweise 107 mΩ gegenüber 295 mΩ.Unterstützt neben USB-C auch USB-A, Micro-B, Mini-B und Lightning.Kann ohne Rechner oder Netzteil mit einer AAA-Zelle betrieben werden.EinschränkungenKeine vollständige USB4-, Thunderbolt- oder Hochfrequenz-Compliance-Messung.Die Thunderbolt-Erkennung kann ein tatsächlich geeignetes Kabel nicht zuverlässig bestätigen.Widerstandswerte sind wegen Kontaktwiderständen und Messtoleranz nur als Vergleichswerte geeignet.Ein E-Marker bestätigt die hinterlegten Angaben, aber nicht automatisch die elektrische Qualität des Kabels bei maximaler Datenrate.Fragen und AntwortenKann der Tester USB4 mit 80 Gbit/s vollständig prüfen? Nein. Er bewertet Verdrahtung und Kabelinformationen, erzeugt aber keinen vollständigen 80-Gbit/s-Datenstrom und ersetzt keine Signal-Integrity-Messung.Warum kann ein USB-C-Kabel laden, aber nur 480 Mbit/s übertragen? Weil Strompfade und High-Speed-Datenleitungen unabhängig voneinander ausgelegt sein können.Ist ein fehlender E-Marker automatisch ein Fehler? Nein. Ein einfaches 3-Ampere-USB-C-Kabel benötigt nicht zwingend einen E-Marker.Was zeigte das Apple-Kabel des iPhone 17 Pro Max? USB 2.0, 295 mΩ zwischen VBUS und Masse, keine SuperSpeed-Leitungen und keinen E-Marker.Was zeigte das schwarze Kabel? Vollständige High-Speed-Beschaltung, 107 mΩ, einen E-Marker mit 20 V und 5 A sowie eine Datenklassifizierung bis 20 Gbit/s.Automatisch aus dem Artikelinhalt als redaktionelle, sichtbare Inhaltsübersicht erzeugt.
Ich weiß ja nicht, wie es bei euch so aussieht, aber bei mir gibt es natürlich auch diese Kisten mit Kabeln, die man irgendwann einmal aufgehoben hat, weil sie garantiert noch gebraucht werden (könnten). Und selbstverständlich braucht man sie auch irgendwann wieder, nur beginnt dann der eigentlich interessante Teil der Übung: Welches dieser zwölf schwarzen USB-C-Kabel war noch einmal das schnelle für die externe SSD, welches kam mit einem Notebook-Netzteil, welches konnte 100 oder 240 Watt, welches gehörte zur Dockingstation und welches war dieses vollkommen unscheinbare Exemplar, das zwar hervorragend lädt, beim Kopieren größerer Datenmengen aber ungefähr so viel Begeisterung entwickelt wie USB 2.0 im Jahre 2001? Äußerlich sehen sie sich schließlich zum Verwechseln ähnlich und selbst Kabeldicke, Geflecht oder ein besonders vertrauenerweckender Metallstecker sagen über die wirklichen Fähigkeiten erschreckend wenig aus.
Das war früher nicht unbedingt besser, aber zumindest einfacher zu durchschauen. Ein großer USB-A-Stecker war unverkennbar, USB-B landete meistens am Drucker, DAC oder irgendeinem anderen Gerät auf dem Schreibtisch und bei Micro-USB musste man zwar gefühlt dreimal drehen, bis der Stecker passte, dafür wusste man wenigstens ziemlich genau, womit man es zu tun hatte. Selbst Apples Lightning, über dessen proprietären Charakter man lange und berechtigt diskutieren konnte, hatte einen gewissen Vorteil: Man erkannte ihn sofort. Man wusste, für welche Gerätewelt er gedacht war und ungefähr auch, wo seine technischen Grenzen lagen. Gerade hinsichtlich der Datenübertragung blieb Lightning bei vielen Geräten auf USB-2.0-Niveau, was aus heutiger Sicht nun wirklich kein Ruhmesblatt ist, aber wenigstens versteckte sich hinter dem gleichen Stecker nicht eine Spannweite von 480 Mbit/s bis 80 Gbit/s, ergänzt um unterschiedliche Ladeleistungen, DisplayPort, PCI Express, Thunderbolt und diverse Betriebsarten, die wiederum davon abhängen, welches Kabel gerade dazwischenhängt.
3 von 6 Kisten sind noch übrigWas genau ist der Treedix TRX5-0816 eigentlich?Der Treedix auf meinen Bildern ist die aktuelle als „USB Cable Tester III“ vermarktete Ausführung des TRX5-0816. Auf der Verpackung steht weiterhin genau diese Modellnummer, während Treedix das Gerät auf der eigenen Produktseite als STRX5-0816-AC führt. Das ist erwähnenswert, weil unter der Bezeichnung TRX5-0816 im Laufe der Zeit offenbar mehrere Hardware- und Firmwarestände erschienen sind. Ein japanischer Vergleich dokumentiert mindestens drei Platinenrevisionen, wobei die Modellnummer gleich geblieben ist. Allein anhand des Kartons kann ich nicht sehen, welche interne Hardware- und Firmwareversion dein konkretes Exemplar besitzt. Das lässt sich erst nach dem Einschalten beziehungsweise über die entsprechenden Informationsseiten des Geräts feststellen, was etwas schade ist.
Davon abgesehen ist das Konzept ziemlich genau auf das Problem zugeschnitten, um das es im bisherigen Artikel geht. Der TRX5-0816 ist kein USB-Leistungsmesser im Sinne eines FNB58 und auch kein USB-Protokollanalysator, der sich zwischen Netzteil und Verbraucher hängt und dort Spannung, Strom, Power-Delivery-Verhandlungen oder reale Datenpakete mitschneidet. Er ist vielmehr ein Kabeltester, der ein nicht angeschlossenes Kabel als Bauteil untersucht. Das klingt zunächst nach einer feinen Unterscheidung, ist für unseren Zweck aber genau der springende Punkt, denn ich möchte ja wissen, was sich in einem äußerlich völlig unscheinbaren Kabel überhaupt befindet, bevor irgendeine SSD, Dockingstation oder ein Notebook an dessen Fähigkeiten scheitert. Auch in der USB-C-Community wird genau dieser Unterschied hervorgehoben: Ein normales USB-Meter kann beispielsweise einen E-Marker auslesen, der Treedix überprüft zusätzlich die tatsächliche Verdrahtung des Kabels.
Die aktuelle Herstellerbeschreibung nennt dafür vier wesentliche Prüfbereiche, die sich auch in den Bildschirmseiten wiederfinden. Der Tester untersucht die Durchgängigkeit und Beschaltung der Leitungen, ordnet daraus grundlegende Daten- und Stromfunktionen zu, misst Widerstände im Kabel und kann bei USB-C den E-Marker auslesen. Dafür besitzt er auf der einen Seite USB-A und USB-C sowie auf der gegenüberliegenden Seite USB-C, Micro-B 2.0, Micro-B 3.0, Mini-B und Lightning. Damit ist er nicht auf C-zu-C beschränkt, sondern eignet sich auch für den ganzen Kabelbestand, der sich über die vergangenen zwanzig Jahre in einer gut gepflegten Kabelkiste angesammelt hat.
Treedix nennt USB 2.0 und USB 3.2 sowie PD 3.0 und PD 3.1 als unterstützte Erkennungsbereiche. Das 2,4-Zoll-Farbdisplay zeigt die Ergebnisse direkt am Gerät an. Bei meinem Exemplar ist auf der Rückseite außerdem die Versorgung eindeutig angegeben. Über Type-C werden 5 Volt bei 50 mA genannt. Für den Batteriebetrieb ist eine einzelne 1,5-Volt-AAA-Zelle vorgesehen. Damit passt mein Karton auch zur aktuellen Treedix-Dokumentation, die wahlweise AAA-Batterie oder Type-C-Versorgung beschreibt.
Was der Tester bei einem USB-C-Kabel tatsächlich sieht…Der erste interessante Teil ist banal und gerade deshalb wichtig: Er schaut sich die Leitungen an. Bei USB-C kann er anzeigen, welche Pins von einem Ende zum anderen verbunden sind und damit beispielsweise erkennen, ob lediglich die USB-2.0-Datenleitungen vorhanden sind oder ob die für schnelle Übertragung nötigen High-Speed-Pfade ebenfalls verdrahtet wurden. Unterbrechungen und Kurzschlüsse lassen sich damit ebenfalls erkennen. Das ist genau jene Information, die dem Kabel von außen fehlt. Ein dickes geflochtenes C-zu-C-Kabel kann intern ein sehr einfaches USB-2.0-Ladekabel sein, während ein unscheinbares dünneres Kabel die vollständige High-Speed-Beschaltung besitzt. Der Kunststoff außen verrät darüber nichts. Bei USB-C kommt die E-Marker-Auslesung hinzu. Ist ein solcher Chip vorhanden, kann der TRX5-0816 unter anderem Kabeltyp, Strom- und Spannungsfähigkeit, Geschwindigkeit, Kabellänge beziehungsweise die kodierte Latenzklasse, Herstellerinformationen sowie Hardware- und Firmwareangaben des Markers anzeigen. Die Treedix-Dokumentation zeigt als konkretes Beispiel sogar ein passives Thunderbolt-4-Kabel mit 40 Gbit/s. Damit lässt sich ein Kabel nicht mehr nur anhand seiner Kupferverbindungen einordnen, sondern man erfährt auch, als was es sich gegenüber Host und Gerät elektronisch ausweist.
Gerade das ist bei 5-Ampere-, EPR-, USB4- und Thunderbolt-Kabeln wichtig, denn hier ist der E-Marker kein dekorativer Chip, sondern Bestandteil der Funktionsaushandlung. Ein Kabel kann damit beispielsweise mitteilen, welche Stromklasse oder Datenfähigkeit vorgesehen ist. Für mich ist das erheblich interessanter als nur ein grünes Lämpchen mit der Aussage „Kabel funktioniert“, denn bei USB-C ist die entscheidende Frage längst nicht mehr, ob ein Kabel grundsätzlich funktioniert, sondern in welchem Betriebsbereich es funktionieren soll. Dazu kommt die Widerstandsmessung. Treedix gibt an, den Innenwiderstand beziehungsweise die relevanten Strompfade sowie die Verbindung zwischen Masse und Schirm prüfen zu können. Das ist für leistungsstarke Ladekabel praktisch besonders interessant, weil ein Kabel mit grundsätzlich korrekter 5-Ampere-Fähigkeit elektrisch trotzdem schlechter ausgeführt sein kann als ein anderes. Bei fünf Ampere reichen schon kleine Widerstandsunterschiede für messbare Spannungsabfälle und Verlustleistung. Auch c’t hebt die Widerstandsmessung ausdrücklich als einen der drei wesentlichen Nutzenpunkte neben Pinbelegung und E-Marker-Auslesung hervor.
Ich würde die Widerstandswerte des Treedix trotzdem nicht als Präzisionsmessung im Sinne eines Vierleiter-Milliohmmeters sehen. Das macht die Funktion als Vergleichs- und Plausibilitätsprüfung nicht wertlos, bedeutet aber, dass ich aus beispielsweise 83 gegenüber 91 Milliohm keine wissenschaftliche Materialanalyse ableiten würde. Für die Unterscheidung zwischen einem offensichtlich niederohmigen, ordentlich dimensionierten Strompfad und einem auffällig verlustreichen Kabel ist die Funktion wesentlich sinnvoller.
… und was nichtDie Anzeige auf deinem Karton sieht beeindruckend aus. Dort stehen USB 2.0, USB 3.2, USB 4.0 sowie TBT3, TBT4 und TBT5 und darunter verschiedene Power-Delivery-Klassen. Man sollte daraus aber nicht ableiten, dass der kleine Treedix tatsächlich einen 80-Gbit/s-Datenstrom durch das Kabel jagt und anschließend eine Bitfehlerraten- oder Augenmaskenmessung macht. Genau das tut er natürlich nicht. Und schon gar nicht für diesen schmalen Taler. Der Tester beurteilt die Fähigkeiten anhand der vorhandenen Verdrahtung und der elektronisch auslesbaren Kabelinformationen. Das ist für die Identifikation eines Kabels ausgesprochen nützlich, ersetzt aber keinen realen High-Speed-Compliance-Test. Ein vollständig beschaltetes Kabel kann elektrisch trotzdem so schlecht sein, dass es bei hohen Datenraten durch Dämpfung, Reflexionen oder Übersprechen Probleme verursacht. Ob ein 80-Gbit/s-Kabel die notwendigen Hochfrequenzparameter wirklich einhält, lässt sich erst mit entsprechender Signal-Integrity-Messtechnik oder zumindest einem realen Linktest unter den gewünschten Betriebsbedingungen bestätigen. Das gilt auch für Thunderbolt. Ich vermute auch mal eine gewisse Einschränkung bei der Dual-Channel-Erkennung bestimmter Thunderbolt-4-Kabel hingewiesen, aber das werde ich später noch einmal testen. Laut Firmwareinfo soll das jetzt alles funktionieren.
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