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Medienkompetenz: Woran erkennt man KI-generierte Videos?

Дата публикации: 15-09-2026 09:13:59

Künstliche Intelligenzen werden ein immer größerer Teil unsere Gesellschaft. Woran erkenne ich, dass etwas von einer KI erstellt wurde?
Der Beitrag Medienkompetenz: Woran erkennt man KI-generierte Videos? erschien zuerst auf Hamburger Abendblatt.


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Marie Wilken, funky-Jugendreporterin

Künstliche Intelligenz (KI) ist eine der größten Innovationen und Herausforderungen unserer Zeit. Viele Apps haben mittlerweile KI-Tools, wenn wir etwas auf Google suchen, erstellt die KI gleich eine leserfreundliche Zusammenfassung und KI-Systeme vereinfachen den Alltag an vielen Stellen oft unbemerkt. Einige Menschen nutzen die KI auch, um bearbeitete oder unechte Fotos und Videos zu verbreiten. Besonders beliebt: Katastrophen wie Kriege oder Unwetter. Durch die sozialen Netzwerke verbreiten sich diese Fake News extrem schnell. Doch es gibt Dinge, auf die man achten kann, um gefälschte Inhalte zu erkennen.

Auf was muss man achten?

Zuallererst ist es wichtig, auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Oft sind KI-Reels sichtbar unecht. Ein kurzer Realitätscheck hilft weiter: Gab es dort überhaupt einen Sturm? Kann ein Gebäude einfach so umkippen?

Tauchen in Videos Menschen auf, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Stimmen die Proportionen der Personen im Verhältnis zu anderen Gegenständen? Auch die Zähne können ein Indiz dafür sein, dass das Video oder Foto nicht echt ist. KI-generierte Menschen haben oft auffällig unnatürliche Zähne, etwa zu viele Zähne, die keine Lücken oder Grenzen aufweisen. Auch die Spalte zwischen den vorderen Schneidezähne ist oft komisch verrutscht. Extrem glatte Haut und auffällige Augen und Ohren können ebenfalls einen Hinweis liefern. Unrealistische Gesichter und Hände dienen momentan als Hauptindikatoren dafür, dass KI genutzt wurde. Darüber hinaus bewegen sich Personen in KI-Videos oft unnatürlich, fast mechanisch. Auch der Klang der Stimme kann ein Indiz sein, etwa wenn die Stimme metallisch und monoton klingt. Bei der Aussprache kann eine falsche oder künstliche Sprechweise weitere Anhaltspunkte liefern.

Aber auch der Hintergrund des Videos ist einen genauen Blick wert: Verändern sich Hintergrundstrukturen oder kleine Details? Liegt ein Gegenstand an anderer Stelle? Auch die Beleuchtungsverhältnisse können als Hinweis dienen: Manchmal sind Gesichter sind hell erleuchtet, obwohl keine Lichtquelle vorhanden ist.

Vor allem bei wichtigen Ereignissen sollte man immer prüfen, ob andere Nachrichtenmedien ebenfalls darüber informiert haben. Dabei ist es wichtig, sich an die seriösen Leitmedien zu halten. Auch Faktenchecks von der ARD oder Correctiv können aufschlussreich sein.

Welche Unterstützung gibt es?

Wer sich nicht auf die genannten Punkte verlassen möchte, kann KI-Detektoren und die Rückwärtssuche zur Überprüfung der Inhalte verwenden. KI-Detektoren sind Software-Tools, die im Internet kostenlos verwendet werden können. Ein Beispiel ist GPTZero. Doch auch dabei ist Vorsicht geboten: Diese Tools sind lediglich ein weiteres Hilfsmittel und bieten keine Garantie an, KI-Inhalte dingfest zu machen. Mittels der Rückwärtssuche lässt sich beispielsweise feststellen, wo ein Bild ursprünglich verwendet wurde. Oft findet man auch andere Medien, die dasselbe Foto verwendet haben. Wenn ähnliche Bilder auftauchen, kann man diese hinsichtlich ihrer Unterschiede vergleichen. Die wohl bekannteste Software für die Rückwärtssuche ist die Google-Bildersuche.

Seit Anfang August gibt es eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte. Dabei müssen auch Sprachbots zu Beginn ihrer Verwendung darauf hinweisen, dass sie KI-betrieben sind. Bei allen anderen Inhalten muss die Kennzeichnung direkt ins Auge fallen. Ein kleiner Hinweis in der Bildunterschrift reicht also nicht. Bei Verstößen können Bußgelder von bis 15 Millionen Euro oder drei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes fällig werden. Somit lohnt es sich ab jetzt auch, auf eine solche Kennzeichnung zu achten.

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