Der mit 6.000 Euro dotierte Ehrenpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung geht dieses Jahr an Prof. Dr. med. Marija Djukic. Die Chefärztin des Geriatrischen Zentrums am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende wurde heute beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) in Frankfurt am Main ausgezeichnet. „Marija Djukic hat mit ihren wegweisenden klinisch-wissenschaftlichen Arbeiten zur Neuroinfektiologie und Liquordiagnostik wichtige Erkenntnisse geschaffen, die international Beachtung gefunden haben.
Der mit 6.000 Euro dotierte Ehrenpreis der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung geht dieses Jahr an Prof. Dr. med. Marija Djukic. Die Chefärztin des Geriatrischen Zentrums am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende wurde heute beim gemeinsamen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) und der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) in Frankfurt am Main ausgezeichnet. „Marija Djukic hat mit ihren wegweisenden klinisch-wissenschaftlichen Arbeiten zur Neuroinfektiologie und Liquordiagnostik wichtige Erkenntnisse geschaffen, die international Beachtung gefunden haben.
Als Geriaterin hat sie die Verbindung von Neurologie und Altersmedizin maßgeblich vorangebracht und damit neue Impulse für die Versorgung hochaltriger und neurologisch erkrankter Menschen gesetzt“, würdigte DGG-Präsident Prof. Michael Denkinger. „Darüber hinaus hat sich die Preisträgerin über viele Jahre mit außerordentlichem Engagement in der DGG eingebracht und die wissenschaftliche und strategische Weiterentwicklung unseres Faches nachhaltig geprägt.“
Das Preisgeld von 6.000 Euro möchte Marija Djukic spenden. Zur Auswahl stehen für sie wissenschaftliche oder soziale Projekte. Djukic, die in Bosnien und Herzegowina geboren wurde und während des Bürgerkriegs nach Deutschland kam, denkt dabei zum Beispiel an Bildungsprojekte. Sie kann sich vorstellen, Schulen in Bosnien zu unterstützen. Alternativ könnte das Geld in die neurogeriatrische Forschung fließen.
Besonders Interesse an neurodegenerativen und neurovaskulären Erkrankungen
Djukic studierte Humanmedizin in Göttingen und absolvierte dort ihre Facharztausbildung zur Neurologin. Sie promovierte und habilitierte in der Arbeitsgruppe von Professor Roland Nau; ihre Habilitationsschrift widmete sie der Lyme-Neuroborreliose. Anschließend wechselte ihr klinischer Schwerpunkt zunehmend in die Geriatrie. Am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende absolvierte sie die Zusatzweiterbildung Geriatrie und war seit 2015 Leitende Oberärztin und stellvertretende Klinik-Leiterin. Seit 2024 ist sie Chefärztin des Geriatrischen Zentrums. „Mit dem Wechsel in die Geriatrie verlagert sich das Tätigkeitsfeld. Neben der Neuroinfektiologie bearbeite ich das breite Spektrum der internistischen Krankheiten. Von den neurologischen Erkrankungen interessieren mich besonders die neurodegenerativen und neurovaskulären Erkrankungen“, so Djukic. Ihre exzellenten Forschungsarbeiten wurden unter anderem in „Brain“, „Journal of Neuroinflammation“, „Journal of Neurology“ und dem „European Journal of Neurology“ veröffentlicht.
Engagement für die Geriatrie
Von 2016 bis 2023 war Djukic als Schriftführerin Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie. Heute ist sie Sprecherin der Arbeitsgruppe Geriatrie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und engagiert sich in der DGG-Arbeitsgruppe Neurologie.
Ein besonderes Anliegen ist ihr die Förderung des Nachwuchses für das Fach Geriatrie. „Wir arbeiten auch sehr eng mit der „Jungen Neurologie“ der DGN und der „Jungen Geriatrie“ der DGG zusammen und versuchen, junge Kolleginnen und Kollegen über Symposien oder Skill-Labs für unsere Themen zu gewinnen“, berichtet die Preisträgerin. Die Nachwuchsgewinnung sieht sie zugleich als Herausforderung. Wichtig sei es, jungen Ärztinnen und Ärzten die Bedeutung der Altersmedizin zu vermitteln.
Bereits 2014 mit dem Schiffbauer-Förderpreis ausgezeichnet
Der neue Ehrenpreis ist für Djukic bereits die zweite Auszeichnung der Schiffbauer-Stiftung. 2014 erhielt sie den Schiffbauer-Förderpreis für Forschungsarbeiten zur Rolle von Vitamin D bei experimenteller bakterieller Meningitis und dessen Einfluss auf das Immunsystem. Weitere wichtige Auszeichnungen folgten, darunter der mit 5.000 Euro dotierte Robert-Wartenberg-Preis der DGN für ihre Liquorforschung. Über die erneute Schiffbauer-Auszeichnung war die Medizinerin völlig überrascht. „Ich habe, ehrlich gesagt, überhaupt nicht damit gerechnet. Aber um so größer war die Freude“, erinnert sie sich. „Natürlich bedeutet mir dieser Preis persönlich unglaublich viel. Vor allem freue ich mich einen Beitrag für die Wissenschaft und den Erkenntnisgewinn zum Wohle der Menschheit geleistet zu haben.“
Die Idee der Schiffbauer-Preise: Besondere Leistungen in der Geriatrie würdigen
Die Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung lobt jährlich einen Ehrenpreis, dotiert mit 6.000 Euro, und einen Förderpreis, dotiert mit 3.000 Euro, aus. Mit dem Ehrenpreis wird eine Persönlichkeit ausgezeichnet, die sich durch kontinuierliche wissenschaftliche Leistungen oder besondere Entwicklungen sehr um die Geriatrie verdient gemacht hat und mit ihrer Arbeit dazu beiträgt, dass ältere Patientinnen und Patienten besser behandelt und versorgt werden.
Mit Professorin Marija Djukic erhält dieses Jahr eine Medizinerin den Ehrenpreis, die seit vielen Jahren für die Verbindung von Neurologie und Geriatrie steht – in Forschung, klinischer Versorgung und ihrem Engagement für die Weiterentwicklung des Faches.
Mehr Informationen zum Preis unter Preise der Rolf-und-Hubertine-Schiffbauer-Stiftung: https://www.dggeriatrie.de/wissenschaft/preise-und-stipendien/1056-preise-der-ro...
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wissenschaftler
Gesellschaft, Medizin
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch