Die DSV-Adler gehen ohne ihre ganz großen Stars in den ersten Wettkampf des Sommer-Grand-Prix' im Skispringen.

Skispringer Adrian Tittel startet in Wisla
Foto: © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Florian Wiegan
30. Juli 2026, 13:58

sport.de
Die DSV-Adler gehen ohne ihre ganz großen Stars in den ersten Wettkampf des Sommer-Grand-Prix' im Skispringen.
Bei den Herren bilden Finn Braun, Luca Roth und Adrian Tittel das Trio für das anstehende Wochenende (1. und 2. August) im polnischen Wisla. "Ziel ist es, in die Punkteränge zu springen", wird der neue Bundestrainer Andreas Mitter in einer DSV-Mitteilung zitiert.
"Der Rest der Mannschaft wird dann in Courchevel mit Karl Geiger, Felix Hoffmann, Pius Paschke, Philipp Raimund und Andreas Wellinger in den Sommer-Grand-Prix einsteigen. Das ist dann der Abschluss der ersten Sommervorbereitung, anschließend geht es in den Urlaub, ehe wir Mitte/Ende August wieder in die weitere Vorbereitung starten", skizzierte der Horngacher-Nachfolger den Fahrplan.
"Zuletzt waren wir beim Lehrgang in Oberstdorf, hatten trotz hoher Temperaturen sehr gute Bedingungen und konnten toll springen", führte Mitter aus.
Sechs Skispringerinnen beim Auftakt dabeiDerweil nehmen in Person von Kim Amy Duschek, Anne Häckel, Alvine Holz, Julina Kreibich, Anna Fay Scharfenberg sowie Juliane Seyfarth gleich sechs deutsche Skispringerinnen in Wisla teil.
"Es gibt viele Neuerungen im Damen-Skisprungsport, die wichtigste: Der Terminkalender ist extremst gefüllt, wir haben sehr viele Weltcups. Dementsprechend wollen wir uns individuell vorbereiten, mit sehr viel Umfang, damit wir dann in der Wintersaison möglichst lange viel Energie haben, um möglichst viele Wettkämpfe bestreiten zu können", kommentierte Bundestrainer Heinz Kuttin seine Kader-Entscheidung.
Der DSV will zudem auf die Quotenregelung im Skispringen reagieren. "Pro Nation starten maximal fünf Athletinnen aus der Weltrangliste. Einen weiteren Startplatz kann man aus der Juniorenweltmeisterschaft heraus gewinnen, ebenso einen aus der Intercontinentalcup-Wertung heraus, für den man in jeder Periode unter den Top-3 platziert sein muss. Dieselbe Regelung gilt auch bei den Herren", erklärte Kuttin.
Darauf müsse man sich "taktisch einstellen", meinte der DSV-Coach. Kuttin skizzierte: "Nach Wisla fahren wir mit sechs Athletinnen - wir gehen mit unserer routiniertesten Athletin und einem jungen Team an den Start. Diese Sechs sind in letzter Zeit im Training sehr konstant und gut gesprungen. Ich weiß, dass das Niveau der Jungen für den Weltcup noch nicht ganz reichen wird, aber sie sollen Erfahrung sammeln. Und wir wollen auch jede Gelegenheit nutzen, um möglichst ein paar Punkte zu holen. In Courcheel wird dann eine andere Mannschaft an den Start gehen."
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