Nachdem er sieben Jahre lang die deutsche Skisprung-Auswahl trainiert hatte, kehrte Stefan Horngacher zuletzt nach Polen zurück, wo er bereits zwischen 2016 und 2019 als Nationalcoach tätig war. Von der Expertise des Österreichers ist man offenbar so überzeugt, dass ein etabliertes Mitglied des Trainerstabs der polnischen Weltcup-Mannschaft seine Koffer packen musste.

Stefan Horngacher arbeitet als Trainingskoordinator in Polen
Foto: © IMAGO/Kai Taller
17. September 2026, 18:23

sport.de
Nachdem er sieben Jahre lang die deutsche Skisprung-Auswahl trainiert hatte, kehrte Stefan Horngacher zuletzt nach Polen zurück, wo er bereits zwischen 2016 und 2019 als Nationalcoach tätig war. Von der Expertise des Österreichers ist man offenbar so überzeugt, dass ein etabliertes Mitglied des Trainerstabs der polnischen Weltcup-Mannschaft seine Koffer packen musste.
Die Trennung von Physiologe Prof. Michał Wilk, der zuvor jahrelang für den Polnischen Ski-Verband im Umfeld der Weltcup-Auswahl tätig war, gab der PZN bereits vor Wochen bekannt. Nun verriet der Verbandsvorsitzende Apoloniusz Tajner in einem Gespräch mit "Polsat", dass die Anstellung von Stefan Horngacher dafür verantwortlich ist, dass der Pole seinen Job verloren hat.
"Stefan Horngacher weiß alles über Kraft- und Bewegungstraining. Unterschiedliche Konzepte zweier Personen, die jedoch recht wichtige Funktionen ausüben, wären unangemessen", erklärte er die durchaus überraschende Trennung von Wilk. Der Österreicher übernahm nach seiner siebenjährigen Tätigkeit als Skisprung-Bundestrainer in Deutschland die Rolle als Trainingskoordinator in Polen.
Skispringen: PZN-Boss schwärmt von Stefan HorngacherTajner setzt "große Hoffnungen" auf den Rückkehrer. " Er ist ein so erfahrener Trainer, dass er sich in seiner Rolle hervorragend zurechtfindet und mit den A-, B- und C-Kader zusammenarbeitet. Auch mit den Trainern der Sportschulen. Das gibt mir die Gewissheit – nicht einmal Hoffnung, sondern eben Gewissheit –, dass das Training in die richtige Richtung geht", betonte der Nachfolger von Adam Malysz.
Der ehemalige Nationalcoach der Polen sei "ein Spezialist für motorisches Training, insbesondere für Krafttraining. Er hat bereits alle Ausbildungsstufen durchlaufen und weiß, wie es geht. Außerdem genießt er volles Vertrauen, arbeitet bereits zum zweiten Mal in Polen und hat das Vertrauen all unserer Trainer – und einige von ihnen waren ja noch aktive Sportler, als der Österreicher das letzte Mal bei uns trainierte", betonte er.
Auch wegen des Einflusses von Horngacher sei er überzeugt, dass "es in der neuen Weltcup-Saison um ein Vielfaches besser laufen wird. Wenn ich mir die Zusammensetzung der Nationalmannschaft anschaue, bin ich überzeugt, dass es deutlich besser laufen wird als in den beiden vergangenen Saisons", versprach Tajner, der das Amt als Verbandsboss erst vor wenigen Monaten übernommen hatte.
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