Aufsteiger HV Vallendar ist beim 38:25-Kantersieg der Krefelder nahezu ohne Chance
Aufsteiger HV Vallendar ist beim 38:25-Kantersieg der Krefelder nahezu ohne Chance
13.09.2026 , 19:21 Uhr
Mark Schmetz und sein Team sind weiterhin Tabellenführer der 3. Liga.
Foto: samla.deDie HSG Krefeld Niederrhein spaziert weiter unangefochten durch die 3. Handball-Bundesliga. Auch im zweiten Auswärtsspiel hintereinander waren die Krefelder nicht zu stoppen. Nun erwies sich der Regionalliga-Aufsteiger HV Vallendar beim 35:28-Erfolg als ein nicht ebenbürtiger Gegner. Nach dem dritten Saisonsieg in Folge thront das Team von Trainer Mark Schmetz nun schon fast allein an der Tabellenspitze. Nur Sasse3 Leutershausen sitzt den Krefeldern ohne Punktverlust aber mit dem weitaus schlechteren Torverhältnis im Nacken. Denn in Spitzenspiel des 3. Spieltages trennten sich die weiteren Mitfavoriten Gelnhausen und Saarlouis mit 28:28. Beide Teams nehmen mit 5:1 Punkten die dahinter liegenden Tabellenplätze ein. Ob die HSG Hanau am kommenden Sonntag um 17 Uhr beim dritten Auswärtsspiel der Eagles ein echter Prüfstein werden kann, darf bezweifelt werden. Denn die Hessen legten mit zwei Niederlagen in Folge gegen Ratingen und Münster einen klassischen Fehlstart hin.
Vor 350 Zuschauern in der nicht ausverkauften Konrad-Adenauer-Halle überraschte Neuverpflichtung Justin Wollny mit insgesamt neun Toren. Der ehemalige Berliner erzielte allein sieben Tore in der ersten Hälfte. Nach dem Tor zum 1:0 baute der 23-Jährige mit sechs Toren in Folge die Führung auf 9:5 aus. Doch die Krefelder konnten ihren guten Start nicht fortsetzen, zu viele technische Fehler und eine schlechte Chancenverwertung ließen die Gastgeber wieder auf 9:11 herankommen. Vor dem Gang in die Kabine versenkte dann Julius Rose einen sehenswerten Freiwurf über die Mauer hinweg zum wiederum verdienten 20:16-Pausenstand.
Trainer Mark Schmetz analysierte: „In der ersten Hälfte haben wir zu viele Fehler im Angriff gemacht und in der Abwehr zu viele Gegentore kassiert. Gut gelöst haben wir jedoch die vielen Situationen, in denen Vallendar mit sieben Angreifern uns unter Druck gesetzt hat.“ So trug sich denn auch der neue polnische Keeper Wojciech Boruck erstmals zum 32:21-Zwischenstand in die Torschützenliste ein. Der 24-Jährige traf mit einem Weitwurf über das ganze Spielfeld hinweg in das leer stehende Tor der Gastgeber. Selbst die Rote Karte von Kapitän Niklas Ingenpaß nach drei Zeitstrafen sowie etliche Personaländerungen auf dem Parkett brachten den Favoriten vom Niederrhein nicht ins Straucheln.
Vielmehr bauten die Gäste mit hohem Tempo in der Schlussphase ihre Führung immer weiter aus. So schonte Schmetz in der zweiten Hälfte erneut Spielmacher Maciej Papina. Auch der Ex-Potsdamer Marvin Kix blieb nach einer Fußverletzung auf der Bank. Schmetz erklärt: „Marvin hat sich den Fuß umgeschlagen, ich wollte kein unnötiges Risiko gehen. Auch bei Lukas Siegler, der sich im Waden-Bereich verletzt hat, sehe ich aber ebenfalls keine langfristige Verletzung auf uns zukommen.“
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